Samarago

Mag sein, dass Samarago ein „populistischen Extremisten“ war, der im „Marxismus blockiert“ gewesen sei, wie es der „L’Osservatore Romano“ schreibt und die katholische Nachrichtenplattform kath.net dankend aufnimmt. Jedenfalls hat Samarago gerade mit dem als „blasphemisch“ kritisierten Roman „Das Evangelium nach Jesus Christus“ ein beachtenswertes Stückchen Prosa hingelegt, welches weit über populistischen Extremismus und marxistische Blockade hinaus weist. Natürlich ist die Betrachtung Jesus in dem Buch „anti-religiös“. Wie auch sollte ein bekennender Atheist auf diese Welterzählung blicken? Aber darin werden Fragen behandelt, die das menschliche Sein umtreiben. Damit hat er ein Stück Literatur geschaffen, das auch lesbar bleibt, wenn man die Respektlosigkeit gegenüber dem Subjet ablehnen mag.  Man sollte Samarago lesen. Auch als Christ.

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