Erste Gedanken zu Ravagli

Ravagli hatte seinen Vortrag so gestaltet, dass er den Vorwürfen nicht nur entgegen treten wollte, sondern zudem aufweisen wollte, dass die Anthroposophie den Weg aus dem Rassismus weist. Ein spannender Abend war zu erwarten, da Ravagli durch die Riege der Kritiker, darunter der Historiker Helmut Zander, als anthroposophische Stimme umstritten ist. Natürlich wird ihm Parteinahme unterstellt, bzw. eine all zu große Nähe zu Rudolf Steiner und seinem Werk, als dass Ravagli eine objektive Haltung gegenüber den Schriften und den kritisierten Aussagen einnehmen könnte. Selbst ohne tiefere Kenntnis von Kritik und Gegenkiritik, von Anschuldigung und Abwehr, sollte der Stoff des Abends genügend interessante Informationen bieten, die den Hintergrund kritischer, medialer Aufmerksamkeit für unsere Schulen, beleuchten würden.

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Quellen II

Einige Vorträge Steiners, wohl teilweise gekürzt auf die zentralen Aussagen rund um Nationalismus, „Volksseelen“ etc., wurden in einem Dokument zusammengefasst. Ich selbst habe es noch nicht gelesen – auf knapp 90 Seiten ist da einiges zusammen getragen und es scheint ganz gut strukturiert worden zu sein. Es ist aber sicherlich hilfreich, wenn man sich mit dem Rassismusvorwurf in Steiners Werk befassen möchte und sowohl Verteidungung wie Kritik verstehen will.

Quellen

Bevor ich hier mit einem Bericht über einen Vortrag von Lorenzo Ravagli an unserer Schule am Montagabend einstellen kann, möchte ich auf einen wirklich spannenden Text hinweisen, den ich auf shoa.de (jetzt im Blogroll!) gefunden habe.

Ulrich Kattmann erörtert Zusammenhänge zwischen Rassismus, Biologie und Rassenlehre, so auch der Titel des Essays. Spannend deswegen weil, darin eine differenzierte Definition von Rassismus in seinen verschiedenen Erscheinungsformen versucht. Er richtet sich auch gegen die anthropologische Begrifflichkeiten und Klassifikationen von Rassen, da die Klassifizierung letztlich der Vielfalt der Menschen nicht entspricht.

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aoea ist nett

…ich kann mich ihrem charme nicht entziehen. Ihre Werbung, ihre Art und die – dank Christoph – gefundenen Seiten, die aoea als Kreative zeigen, lassen sie in meinen Blogroll schlüpfen.

Herzlich willkommen.

Die Zeit nutzen

Die Zeit genutzt haben Theologen der katholische Kirche – offensichtlich. Sie schaffen die Vorhölle ab. Lapidar und aus agnostischem Blickwinkel ist das eine scheinbar lächerliche Nachricht. Theologisch ist es aber wahrscheinlich ein echter Hammer. Eine „unzulässig eingeschränkte Sicht der Erlösung“ wird der Glaube an eine Vorhölle bescheinigt. Die Kirche entfernt sich somit auch von einer transzendenten Drohgebärde, die sie mit anderen Heilsversprechern teilte, dem Schwert der Verdammnis. Die harte Lehre Roms, die nach wie vor um feste theologische Prinzipien ringt, bietet sich nun auch als Erkenntnisweg an. So zumindest meine ersten Gedanken zu dieser ersten kurzen Nachricht aus Rom. Warum habe ich mich eigentlich nie an meinem Katholizismus so abgearbeitet, wie an der ganzen Steinerei? (Wahrscheinlich weil ich Rheinländer bin.)

so oder ähnlich

eigenlob duftet – Renaissance

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„Bescheidenheit ist eine der Tugenden von nerone…. “ Ernst  Kroßgotz

lest mal da

Nahe dran, mit dem Blick eines „Insiders“ zumindest aber als jemand, der die Diskussion  rund um den Klimawandel von Berufswegen (wenn ich die Zeichen richtig deute) seit langem verfolgt,  schreibt Julio Lambing einen Kommentar auf die Konferenz über

Climate Change Impacts, Adaptation and Vulnerability

und verlinkt zu einer Zusammenfassung.

Bedrückend ist sein Hinweis auf Südeuropa und und Afrika.

Lesen!