Lieber Michael mit ‚t‘

Mit einem lachenden und mit einem weinenden Auge las ich bei Gronbach fogende Zeilen:

Man hat mich in der Schule einen Text gelehrt, in dem vom „Schönen bewundern, vom Wahren behüten und vom Guten beschließen“ die Rede war. Ich habe diesen Text viele Jahre in mir getragen, gesprochen und ihn in mir klingen gehört.

Ja, glaubt man denn nicht an das, was man uns damals lehrte?

Ist es nicht das was die Kritiker der Schulform unserer Kinder vorwerfen? Diese seltsamen Sprüche und die Weltanschauung, etc.? Sollte es bei Gronbach gefruchtet haben? Dann noch dieser Hang zum heldenhaften, zum Kämpfer. Hat das was mit den ganzen Römergedönz und den griechischen Heldensagen zu tun?

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Offene Post

Damit liegen wir richtig im Trend. Offene Post wird hierzulande viel diskutiert. Heiligendamm wirft weite Schatten voraus. Den Trends der Zeit folgend zieht nerone mit. Und die Anthrosphäre ebenso. Nachdem auf einen Beitrag der egoisten zu dem Weg der anthroposophischen Informatikerzunächst ein offener Brief eines alten Haudegen der Redaktion folgt, bezog nerone Stellung (aus Freundschaft, nicht aus Eitelkeit – obwohl, kann man es wissen.) Was nun folgt ist ein Gastbeitrag von Thomas, der in der Sache auch etwas zu sagen hat. Er beschreibt sein Anliegen mit zwei, drei einleitenden Zeilen. Die meisten werden den Inhalt aus den Kommentaren bei Eggerts Blog und mir bereits kennen. Ich fand ihn spannend. Danke Thomas, dass ich ihn einstellen darf.

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Was ich sonst so unterstütze:

auf zum..

via 

Egoisten under pressure

Leider muß ich nachlesen, dass Felix Hau aus der Info3 Redaktion, Michael Eggert in einem offenen Brief hart angeht. Die Redaktion selbst fühlt sich durch den Egoisten angegriffen, der in seinem Beitrag hier, recht deutlich die Position eines ehemaligen Schülers von Cohen darstellt und kommentiert.

Ich unterstütze Michael Eggerts Kommentierung und Haltung in dieser Sache voll und ganz. Sie steht eben nicht nur im Kontext einer Widerrede des Gronbach’schen Blogs, sondern auch in Zusammenhang mit einer humanistischen Erdung des Autors.

Felix Hau empfiehlt ebenfalls dies zu lesen, so wie auch Gronbach zuvor. Nun, ich habe das gelesen, allerdings nur halb – danach wurde mir das zu lang.

Uribi Ambassy

 nerone proudly presents the Uribi-Ambassy: 

noeuribi-kleiner.jpg

Nachdem ich die freundliche Anfrage zu einem Entwurf der Botschaft von Uribistan durch Mat Gundo und Murat Tchundyk angenommen habe, kann ich nun den ersten Entwurf für das Gebäude vorstellen.

Enlightenment under pressure

Warum sollte ich mir Mühe machen gute Texte die zusammenfassen nochmals zusammen zu fassen? Folgt einfach dem Link zu einem Artikel, den Michael Eggert auf seiner Heimatseite in gewohnter Stilsicherheit zu dem Thema Cohen, abgeliefert hat.

Ich will an dieser Stelle nur darauf hinweisen, das Eggert ein anthroposphischer Denker ist – auf den ersten Blick. Auf den zweiten Blick wird man aber feststellen, dass er in noch vielen anderen Zusammenhängen eingebettet ist.: Weiterlesen

blau durch grün nach gelb

XX Arbeit und Gnade
Den Menschen vorzeitig zu trösten, ihm eine Zuflucht zu bieten, während doch der Kampf nicht ausgekämpft ist, noch nicht einmal begonnen hat, ihn zum Deserteur an der eigenen Sache zu machen: das ist der gefährlichste Charakter der verkappten Religionen.
Keiner von uns ist davon frei, nicht einmal in der Religion selbst. Wir alle sind noch geneigt, Gedanken und Spekulationen über Religion und ihre Notwendigkeit mit dem Erwachen der Religion zu verwechseln. Wir alle halten allzu leicht die religiöse Sehnsucht unserer Tage schon für eine Vorstufe religiöser Erfüllung, für eine Zuflucht und Geborgenheit.
Wir alle ziehen den bequemen Weg des vorzeitigen Abbrechens, der Flucht in irgendeine Idee vor.
Wir fliehen statt zu kämpfen: der eine in seine religiöse Sehnsucht, der andere zu den verkappten Religionen. Nicht selten gehen beide ein Bündnis ein und im schlimmsten Fall wird Religion zur verkappten Religion.
Was sollen wir tun?
Wir haben keinen Glauben, der uns alle umspannt, und wir wissen nicht, ob ein solcher Glaube kommen wird. Das eine aber sollten wir wissen, daß er nicht erzwungen, erarbeitet, durch allerlei Gedanken erlistet werden kann.
Die Arbeit, die wir tun und mit der wir rechnen können, ist, das eine vom anderen scheiden; scharf, bohrend, forschend und doch zuletzt unbekümmert in unserer Arbeit. Lassen wir erst die Zukunftshoffnung, den süßen und leichtsinnigen Trost der verkappten Religionen und der voreiligen religiösen Sehnsucht fahren; stehen wir uns erst einmal gegenüber, jeder mit einem bis ins Letzte klaren Bild davon, was er aus Welt und Menschen machen will: dann mag sich an uns das Wunder begeben: Liebet Eure Feinde. Haben wir nur ohne Stimulantien und Opiate, ohne Rausch und Leichtsinn und voreiligen Trost den [238] Mut, einander Feind zu sein, dann mögen wir uns noch als Feinde lieben, weil jeder dem anderen zu hellerer Klarheit, zu stärkerer Kraft hilft.
Das ist es, was in unserer Macht steht. Das kann unsere Arbeit erreichen.
Darüber hinaus liegt – Gnade. [239]C.C. Bry

– Als kleine Replik – via dalank – auf verbündete – das neue grün