Die Wortergreifung

[…] ein Erfolg im Sinne der Wortergreifungsstrategie […] :Denn dies (die Wortergreifung im öffentlichen Raum) stellt – gewollt oder ungewollt – ihre Aufwertung innerhalb der politischen Öffentlichkeit dar. Grundsätzlich gilt jedoch: Neonazis können nur jene öffentlichen Räume besetzen, die ihnen zuvor aus falsch verstandener Toleranz geöffnet wurden. Haben sie diese einmal besetzt, fällt es schwer, sie ihnen wieder zu entziehen und zu verweigern….

Die Wortergreifungsstrategie ist als eine Kampfansage der neonazistischen Szene an die demokratische Kultur zu verstehen. Wer diese Herausforderung nicht als solche erkennt und annimmt, räumt Rechtsextremen einen Raum zur Selbstinszenierung ein, wertet sie dadurch auf und nimmt ihren potenziellen Opfern den dringend benötigten Schutz.

aus Streiten mit Neonazis

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Hinweis

NPD-Blog berichtet hier über die Zusammenhänge rund um den Rudlof-Steiner-Verlag. Ausserdem findet man einige Videolinks zu Youtube, die über die NPD Auskunft geben. Wenn man mit der Kommentierung nicht einverstanden ist, achte man auf die O-Töne.  Die sind Aussagekräftig genug.

Auf youtube kann man sich auch direkt von Andreas Molau sagen lassen, wei er die Welt sieht.  Ich kann das nur empfehlen. In seinen Podcasts beschreibt er die Misere deutscher Schulbücher, brandmarkt eine antideutsche Politik in den Schulbüchern.

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Mein Verhältnis zu Ravagli

Ravagli über Denunziantentum
Themen der Zeit
im Seitenspiegel

Kaum besser zu Kommentieren, als es Peter Staudenmaier bei den Egoisten sagt:

Perhaps the more interesting aspect of this affair is the effort devoted by folks like Ravagli to re-casting the history of National Socialism itself in an attempt to make Benesch’s involvement seem not so bad after all. The passage that struck me the most was Ravagli’s breathtakingly naive question: „If Benesch had been a real anthroposophist, if he had even begun to understand the Philosophy of Freedom or the lectures on the Gospel of John, would he have been able to remain a National Socialist?“ It looks like lots of anthroposophists still have not „begun to understand“ what Nazism was, how it functioned, and in what ways it interacted with other worldviews. That may be a big part of the reason why the process of anthroposophists coming to terms with the Nazis in their own past is taking such a remarkably long time to get off the ground. (Artikel)

Der Kommentar bezieht sich auf einen Artikel den M.Eggert über Ravaglis Besprechung zu Schröders Benesch-Biographie von . Wo wir auch über Haltungen sprachen. Diese von Staudenmaier formulierte ist eine, der ich folgen kann. Im Kontext komplexer historischer Bezüge, die nun auch von dritten hier bei nerone aufgeworfen werden, halte ich es für wichtig, sich Staudenmaiers Hinweis auf die Funktionsweise und Wechselwirkung des deutschen Nationalsozialismus zu vergegenwärtigen.

Kein Verfahren in Deutschland!

Nachdem hier die Nachlassverwaltung in Dornach erwähnt wurde und nun zu erfahren ist, dass die Ermittlungen in Deutschland wegen der selben Schriften eingestellt wurden, da:

…die Freiheit der Veröffentlichung von Schriften, die der Wissenschaft, Forschung, Lehre oder ähnlichen Zwecken dienen, Vorrang habe.

Das sagt natürlich nur etwas über das Rechtsverständnis der Bundesrepublik aus. Wenig über die inhaltlichen Qualitäten der besagten Schriften. Deswegen kann an dieser Stelle nochmals auf diesen Artikel verwiesen werden und die Entscheidung seitens der Nachlassverwaltung die Editionspraxis zu überdenken nur begrüßt werden.

Presse: 

Die Zeit, d’Arcais, Habermas

Hier nur ein kurzer Hinweis auf einem interessanten Beitrag zu einem Essay des italienischen Philosophen Paolo Flores d’Arcais in der Zeit. Darin versucht sich d’Arcias an elf Thesen, die als Kritik an Habermas Schriften über Naturalismus und Religion.

Georg Keuschnig findet in der Argumentation von d’Arcais Parallelen zu dem von beispielsweise Dawkins angefeuerten Zeitgeist wider aller Religiösität. D’Arcais Erwiderung auf Habermas ziele zudem auf einen Denker der mitnichten der Religion selbst das Wort rede, sondern einer Kommunikation aller gesellschaftlichen Gruppen im Gegeseitigen Respekt einfordere; also auf den Falschen. D’Arcais Haltung dagegen würde von der Haltung bestimmt: Im Zweifel für die Vernunft! D’Arcais, in einem anderen Aufsatz:

Anhänger der liberalen Demokratie sind laizistisch, säkularisiert und pragmatisch.

Das ist ein interessanter Strang dem Keuschnig in seiner Analyse folgt. Eine Feststellung zu der Vehemenz und Zielrichtung von D’Arcais, der Frage also, warum dieser sich unbedingt an Habermas abarbeiten muss, beantwortet Keuschnig unter anderem so:

Liest man sich Flores d’Arcais‘ Aufsatz genau durch, so geht es weniger um die Dekonstruktion von Habermas als Person, sondern er steht als Repräsentant einer als altmodisch empfundenen philosophischen Linken.

Auslieferungsstopp für Steiner Aufsätze!

Nachdem Ende September 2007 Strafanzeige gegen den Rudolf Steiner Verlag in Dornach gestellt wurde, stoppt dieser die Auslieferung eines Buches seiner Gesamtausgabe. Es handelt sich um den Titel: Gesammelte Aufsätze zur Literatur 1884-1902″.

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Jetzt war da doch noch was…

Ich würde gern eine freundschaftliche Beschwerde in diese Richtung los schicken. Habe entgegen meinen Willen, nur auf Grund des Artikels bei Canaillo, einen anderen Artikel angelesen. Ich konnte das nicht zu Ende bringen – das ging nun wirklich nicht – und jetzt sitze ich hier und denke:

Soll ich oder soll ich nicht?