Was ist Anthroposophie?

Diese Frage habe ich mir bei der Beschäftigung mit dme Thema wiederholt gestellt. Mit dem Mut zur Lücke denkt nerone hier darüber nach. Rudolf Steiner hatte zu der Fragestellung eine Anregung, die ich auf www.anthroposophie.net so beschrieben fand:

„Anthroposophie ist ein Erkenntnisweg, der das Geistige im Menschenwesen zum Geistigen im Weltenall führen möchte. Sie tritt im Menschen als Herzens- und Gefühlsbedürfnis auf. Sie muß ihre Rechtfertigung dadurch finden, daß sie diesem Bedürfnisse Befriedigung gewähren kann. Anerkennen kann Anthroposophie nur derjenige, der in ihr findet, was er aus seinem Gemüte heraus suchen muß. Anthroposophen können daher nur Menschen sein, die gewisse Fragen über das Wesen des Menschen und die Welt so als Lebensnotwendigkeit empfinden, wie man Hunger und Durst empfindet.“ (GA 26) Weiterlesen

richtiges Zitieren

In der neuen Zeitausgabe sprechen Hanns-Bruno Kammertöns und Stephan Lebert mit Harald Schmidt so über dies und das. Zitate würden auf eine gewisse Weise die Gedanken ersparen. Warum? Darum:

Alles, was man philosophisch denken
kann, wurde schon einmal gedacht. Die Aufgabe
besteht also darin, zu wissen, wo das Ergebnis
dieses Nachdenkens zu finden ist, in welchem Buch
es steht.

Wieso finden wir also Herrn Schmidts Zitat hier auf nerone wieder, gerade während der Gründungsphase dieses Blogs?

Die Drei…

Dinge möchte nerone los werden:

Ich habe am Inhalt gearbeitet und erst mal ein Editorial formuliert, über Kategorien und Schlagworte nachgedacht, dann eine Idee gehabt und nerone fragt nach als Interviewformat für meinen Blog aus der Taufe gehoben. Das ganze hätte ich kaum machen können und niemals so schnell, wenn Michael Eggert nicht noch schneller auf meine Fragen geantwortet hätte. Danke dafür!

Als kleinen Ausblick, weise ich auf folgendes neue Schlagwort hin, daß ich hiermit einführe: Aktuelles. Beschäftigt sich mit nerone(s) Neuigkeiten.

Ausserdem bitte ich um Geduld, falls notwendige Verlinkungen in den Beiträgen noch nicht eingesetzt habe, kommt noch.

Das mit dem Fussballspielen

In die Reihe gängiger Vorurteile gegenüber den Waldorfschulen gehört der Verdacht die Schulen würden sich gegen Fußball aussprechen. Wahrscheinlich, so munkeln die die davon in Waldorfkreisen gehört haben, aus gewissen pädagogischen Gründen oder weil, das solltest du mal bei Steiner nachlesen. Das hat dann mal einer gemacht. Der heißt zwar Effenberg, hat aber mit Fussball nichts am Hut. Bei seiner Recherche findet Effenberg manches von Steiner aber weniges, was eine Absage an diesen speziellen Sport belegen würde. Viel eher scheint es dem Autor als wäre Steiner generell kein Freund von Sport (bei seinem Lebenswandel) vergehe aber auch nicht in ständsiger Feindschaft gegenüber der sportlichen Betätigung. Ich denke eher Steiner war den Leibesübungen indifferent gegenüber, weil er zum einen keinen persönlichen Gewinn daraus zog, noch Vorteile in deren Betätigung für die (ver-) geistigte Welt sah. In diesem Zusammenhang konstatierte Steiner in England : Weiterlesen

virtuelle Diskussion?

Heute, nach einem Elternabend der fünften Klasse, frage ich mich, ob ich mich nicht an einer virtuellen Diskussion beteilige.

Bei dem Elternabend drehte sich jedenfalls alles um ganz handfeste Vermittlung von Unterrichtsinhalten und Formen. In der auslaufenden Epoche hat sich die Klasse meiner Tochter mit den ersten großen, prägenden Kulturen beschäftigt. Die Schüler haben unter Anleitung in kleineren Projektgruppen zu den einzelnen Kulturen Arbeitsmaterial zusammen getragen und Präsentationen erstellt und die schließlich der Klasse vorgeführt. Für die Inhalte und Ergebnisse, die Produkte ihrer Recherche waren letztlich die Kinder selbst verantwortlich. Als Wegweiser dienten einige wenige Materialien und Fragen, mit denen die Kinder durch die Lehrerin „angefüttert“ wurden.

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Fragestellung zur Waldorfpädagogik – ein Annäherung

Es geht nicht darum die Schule und die Pädagogik zu demontieren. Hier soll der Versuch unternommen werden das Schulsystem, dessen Grundlagen sowie dessen Personal, bestehend aus Kindern, Lehrern und Eltern unter die Lupe zu nehmen. Und zwar so wie es sich aus dem direkten Erleben als Eltern an einer Waldorfschule darstellt, sekundiert durch die angestrebte Recherche bestehender Diskurse über den Zustand und die Entwicklung der Waldorfpädagogik, sowie deren Fundamentalkritik aus Presse und Öffentlichkeit.
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meine Quellen, erste Schlüsse

meine Quelle
Ralf Sonnenberg ist Historiker und Religionwissenschaftler. Er veröffentlichte seine Studie Judentum, Zionismus und Antisemitismus aus der Sicht Rudolf Steiners, in: Wolfgang Benz (Hg).“Jahrbuch für Antisemitismusforschung“, Bd. 12, Metropol-Verlag, Berlin 2003, S. 185-209 und http://www.antisemitismus.net/deutschland/steiner.htm.
Außerdem veröffentlicht Ralf Sonneberg auch in anthropospophischen Zeitschriften. Ob er selbst Anthroposoph ist, ist mir nicht bekannt. In jedem Fall ist seine Stimme im Kanon derer, die sich einen kritischen Blick auf das Allerheiligste der Anthroposophie erlauben, sicherlich eine fundierte. Ich habe keine Konnotation in seinem Text gefunden, die Schlüsse zulässt seine Analyse sei tendenziös. Weder wird die Figur Steiners demontiert, noch werden schwierige Aussagen Steiners in der Untersuchung ausgelassen, die aus heutiger Sicht nicht nur befremdlich sondern bald schmerzhaft „anmuten“. Diese
sollten auf jeden FAll weiterhin diskutiert werden . Weiterlesen