Von einem Pionier

Also, liebe Zweifler an dem Sinn der Aufarbeitung: wir leben mitten drin, alle, in diesen Kräften, die wir entweder zu lesen verstehen, oder eben nicht. Und wenn wir nicht mitleiden mit Gescheiterten (und wer ist nicht gescheitert: Christus, Gandhi, Martin Luther King, Dutschke, Steiner…), dann verstehen wir nichts, wird in uns nicht Neues beginnen.

Arfst Wagner schreibt hier in einem beinahe emotional wirkenden Beitrag so etwas wie einen Apell sich der Geschichtsbetrachung zu stellen. Der Ton wirkt bald schon resignativ.

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Mailview mit Herrn Ralph Boes

Nicht mehr ganz taufrisch und keine großartige Nachricht. Wahrscheinlich haben schon andere den Weg zu der zunächst versteckten Seite von Ralph Boes auf geistesschulung gefunden. Es sollte zunächst als Plattform für all jene dienen, sich mit Zanders Kritik aus anthroposophischer Sicht auseinander zu setzen. Ich nahm die Entdeckung der Seite zum Anlaß Herrn Boes eine Mail mit ein paar Fragen zu schicken, die er mir dankenswerter Weise beantwortet hat.Mein Interesse bekundete ich Ende des Jahres : Uhlenhoff – UPDATE und ging letzlich auf den Artikel von Frau Uhlenhoff in der Info3 zurück. Weiterlesen

und ein frohes neues Jahr

Ich will langsam und nicht mit einem Furioso aufwarten. Ich sehe mich gerade erst in der Anthrosphäre um und lese einige interessante Artikel bei den Egoisten in gewohnter Qualität: Nachdenklich, Erklärend, Aufklärend.

Der Bensch-Zyklus wird fortgeführt (Federführend durch R. Reinsprerger), ebenso wie Staudenmeiers Darstellung einer ganz anderen Waldorfgeschichte, die versucht eben das in den Blick zu nehmen, was sonst keine Beachtung fände, nämlich ein differenziertes Bild auf die Reformpädagogik in der Nazizeit.

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Süsswassermatrose

Süsswassermatrose

C’est Pas L’homme Qui Prend La Mer…

Auslieferungsstopp für Steiner Aufsätze!

Nachdem Ende September 2007 Strafanzeige gegen den Rudolf Steiner Verlag in Dornach gestellt wurde, stoppt dieser die Auslieferung eines Buches seiner Gesamtausgabe. Es handelt sich um den Titel: Gesammelte Aufsätze zur Literatur 1884-1902″.

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Jetzt war da doch noch was…

Ich würde gern eine freundschaftliche Beschwerde in diese Richtung los schicken. Habe entgegen meinen Willen, nur auf Grund des Artikels bei Canaillo, einen anderen Artikel angelesen. Ich konnte das nicht zu Ende bringen – das ging nun wirklich nicht – und jetzt sitze ich hier und denke:

Soll ich oder soll ich nicht?

Liebe Leser,

Lieber Christoph,

ich gebe zu, ich bin ein wenig müde geworden. Die Auseinandersetzung mit nur einer Thematik finde ich ermüdend und die Notwendigkeit dieser Plattform leuchtet mir nicht mehr ganz ein. Zwar ist es intellektuell eine Herausforderung hier zu moderieren und ich habe dabei einiges gelernt. Allerdings vergeht die Zeit ausschließlich mit dem einen Thema, nämlich Anthroposophie und Steiner und der Kritik an dem Ganzen. Wenn ich zurück blicke ging es mir mal darum mir ein wenig Sachverstand anzueignen. Ich wollte mich dem Thema stellen und nicht verlegen mit den Schultern zucken. Das ist geschehen. Ich kann mitreden. Ich habe mich meiner persönlichen Verantwortung im Umgang mit Kritik gestellt und ich habe meine Recherche zur Verfügung gestellt, damit andere sich ein Bild machen.

Es begann mit der Zeit, dass ich mehrfach herausgefordert wurde mich zu bestimmten Themen zu äußern. Das riecht nach Institution. Das wollte ich aber irgendwie nie nicht wirklich sein. Wiewohl es für das Selbstwertgefühl verlockend ist, gehört und genutzt zu werden – hier zu versteinern war allerdings nicht meine Absicht. Die zarten Versuche mich von der Einbahnstraße zu lösen scheinen nicht zu fruchten. Am Ende bin ich mir vielleicht selbst zur Institution geworden. Mehrfach stand da ja auch die Frage, ob ich mich zu wichtig nehmen würde (was ich nach wie vor bejahen würde – warum sollte ich das Ganze sonst machen?).

Vielleicht bedarf es anderer Foren (im Sinne der Webform – nicht im Sinne einer Zeitschrift wie Info3, die mir nicht allzu differenziert erscheint und zudem noch nicht so unmittelbares Forum für Mitdenker sein kann, wie das Netz mit seinen Blogs) auf ihre Leser die auf einem breiteren Fundament stehen, als es so ein Weblog mit NUR einem „Redakteur“, so dass Kontinuität auf der einen Seite, aber auch eine höhere Differenzierung in der Thematik und Kommentierung auf der anderen möglich wird. Denn die Anthrosphäre ist extrem heterogen.

Eggert ist Urgestein, ein Don Quichotte der Szene und auch die Themen der Zeit werden überleben. Canaillo, Murat lauter Ansätze die überdauern können. Auch der Goy hat sich gut positioniert, weil er immer höchst unterschiedliche Themen bereit hielt.

Was mich mit dem Thema verbindet ist weitaus weniger, als die meisten meiner Kommentatoren einbringen können: es ist Skepsis gepaart mit Interesse und Sympathie für die Leute die sich mit der Anthroposophie befassen. Wo ich die Grenzen ziehe, müsste den Lesern des Blogs ja bekannt sein. Aus dieser (meiner) Perspektive (auf die Anthroposophie) heraus ergibt sich aber vielleicht auch die Eingleisigkeit dieses Blogs? Da es von Anfang bis heute nicht selbstverständlich ist mit den Inhalten umzugehen, kann ich nur auf diese schauen und kaum mehr den Blick schweifen lassen? Ich weiß es nicht.

Dennoch formuliere ich hier keinen Abschied, nur eine Verschiebung der Zeitkontingente. Ich will und ich muss mich anderen Dingen zuwenden. Es gibt soviel mehr zu entdecken, als in den gesammelten Werken in Dornach archiviert wird. Pathetisch gesprochen: Es geht um die Anteilnahme an der Gegenwart und die Gestaltung der Zukunft. Da muss man sich auch mal von Grundlagen lösen können und Neues in die Hand nehmen.

So oder ähnlich