Ich bin nur etwas stiller

Liebe Leser,

ich bin nur etwas stiller. Ich habe schon mal festgestellt, dass für mich die Auseinandersetzung, vor etwas mehr als einem Jahr begonnen, heute keine wirklich neuen Erkenntnisse zeitigt. Ich habe viel glernt, einiges verstanden und kurze Zeit starke Aufmerksamkeit genossen. Aber ich habe auch mal festgestellt, dass ich nicht auf Dauer in dem Thema bleiben kann. Es nährt mich nicht. Nicht im materiellsten Sinne – ich kann glücklich sein gerade einiges zu tun zu haben-, aber auch nicht im Sinne des eigenen Fortkommens, der persönlichen Entwicklung, und so weiter. Es ist nicht mein Weg des Denkens und Fühlens und ich bin auch nicht bereit so weit zu gehen, meine Zeit für eigenen Vorlieben im Denken und Fühlen zugunsten einer Konstruktion aufzugeben, die mir nicht mehr gibt als Sympathie für jene, die diesen Weg gehen und einige der Manifestationen ihrer Praxis.

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Von einem Pionier

Also, liebe Zweifler an dem Sinn der Aufarbeitung: wir leben mitten drin, alle, in diesen Kräften, die wir entweder zu lesen verstehen, oder eben nicht. Und wenn wir nicht mitleiden mit Gescheiterten (und wer ist nicht gescheitert: Christus, Gandhi, Martin Luther King, Dutschke, Steiner…), dann verstehen wir nichts, wird in uns nicht Neues beginnen.

Arfst Wagner schreibt hier in einem beinahe emotional wirkenden Beitrag so etwas wie einen Apell sich der Geschichtsbetrachung zu stellen. Der Ton wirkt bald schon resignativ.

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Ein Wortbeitrag – Typismus?

Ich biete -ganz ungefragt- meine Meinung zu dem folgenden Satz an, der bei einem Treffen von anthroposophischen Medienschaffenden besprochen wurde:

«[1] Es steht eine Rasse, ein Volk um so höher, [2] je vollkommener ihre Angehörigen den reinen, idealen Menschheitstypus zum Ausdrucke bringen, [3] je mehr sie sich von dem physisch Vergänglichen zu dem übersinnlich Unvergänglichen durchgearbeitet haben.» Während Teil [1] des Satzes für den Rassismusvorwurf missbraucht werden könnte, löst Teil [2] gerade die Bedeutung von Rassen für die Menschheitsentwicklung auf. In diesem und in Teil [3] werden indes deutlich Grade von Höhe und Vollkommenheit aufgestellt. Also diskriminierend?

aus dem Bericht auf TdZ

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Reformen

Neulich, in Italien wurde Herr S. Berlusconi freigesprochen – nicht, weil er die ihm vorgeworfenen Vergehen nicht begangen habe, sondern weil die Dinge wegen derer er angeklagt wurde nicht mehr als Vergehen gelten. Ist das nicht eine hübsche Nachricht? Übrigens wurde das entsprechende Gesetz in der Regierungszeit von Herrn S. Berlusconi geändert. Nun ja: Italien.

Dass es zunächst eine Klärung dessen, was eigentlich unter Rassismus zu verstehen ist, bedürfe, arbeitete Ravagli heraus. Er wies darauf hin, dass es wenig wissenschaftliche Definitionen von Rassismus gebe. Die von Ravagli selbst entwickelten differenzierten Kriterien in der ‹Erziehungskunst› Nr. 11/2007 wurden Anlass für eine Beschäftigung mit einem Satz aus Rudolf Steiners Buch ‹Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?›

aus dem Bericht auf TdZ

Arbeitskreis

Ich war gestern Abend bei einem Stuhlkreis in Köln. Eigentlich heisst es ja Firmenabend. Die Frage die mich dorthin zog: Wie rassistisch ist Anthroposophie? Den zwei Stunden geschuldet ist sicherlich, dass über den historischen Abriss nicht hinausgegangen, bzw. nur in Ansätzen gesprochen werden konnte. Ich will hier auch gar nicht zu sehr auf das Inhaltliche eingehen. Mir geht es um einen kurzen Bericht, aus einer für mich etwas anderen Welt.

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Mailview mit Herrn Ralph Boes

Nicht mehr ganz taufrisch und keine großartige Nachricht. Wahrscheinlich haben schon andere den Weg zu der zunächst versteckten Seite von Ralph Boes auf geistesschulung gefunden. Es sollte zunächst als Plattform für all jene dienen, sich mit Zanders Kritik aus anthroposophischer Sicht auseinander zu setzen. Ich nahm die Entdeckung der Seite zum Anlaß Herrn Boes eine Mail mit ein paar Fragen zu schicken, die er mir dankenswerter Weise beantwortet hat.Mein Interesse bekundete ich Ende des Jahres : Uhlenhoff – UPDATE und ging letzlich auf den Artikel von Frau Uhlenhoff in der Info3 zurück. Weiterlesen

Im Seitenspiegel…

Ich fürchte der vorgelegte Artikel (Unger-Leistner, Cornelie / Vögele, Wolfgang G. Anthroposophie in der Öffentlichkeit) von Frau Unger-Leistner und Herrn Voegele macht eben den Fehler, der bei Zander verortet wird.

Die Argumentation erwächst hier natürlich aus einer anthroposophischen Perspektive, leider aber einer Perspektive, die immer noch Steiner als Fluchtpunkt nimmt und somit den Versuch einer historischen Skizze als Polemik gegen Gegenwärtiges versteht – verstehen muss. Es ist ein Stellungskrieg, wenn man so will und das ist schade. Natürlich verlangt Zanders Werk eine Positionierung – ihm reine Polemik zu unterstellen ist in meinen Augen für die „zeitgemäße Außendarstellung“ in der Öffentlichkeit aber Gift. Der Artikel liest sich als würde in der guten Stube das Feuer geschürt und die Fenster geschlossen, um sich gemütlich einzurichten. Draußen bleibt, was aufwühlt.

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