Morgens und Abends zu lesen

Der, den ich liebe
Hat mir gesagt
Daß er mich braucht.
Darum
Gebe ich auf mich acht
Sehe auf meinem Weg und
Fürchte von jedem Regentropfen
Daß er mich erschlagen könnte.

Bert Brecht – Kinderlieder 1933-1938

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5 Antworten

  1. Dachte ich mir dass der gute Herrman Finkelsteen sich angesprochen fühlt.

    Ich bedien mich auch gern der Talente meiner Leute ;-))))))

    Vielen Dank also!

  2. Lieber Nerone,
    naja, Du bist ja schon ein Neuer Vater! – Von Brecht wissen wir inzwischen wie charmant er sich der Liebe und der Talente seiner Frauen bediente. Aber poetische Mischung finde ich natürlich auch gut!

  3. Hei, Försterliesel, danke für die Sichtweise!
    So habe ich das nicht gelesen. Aber gegen Rose Ausländer hätte ich auch nichts einzuwenden.

    Nein, es geht mir nicht um anstatt und anstelle. Es geht mir um eine Nebeneinander. Und es geht mir beim Lesen lernen um Qualität und wenn man schon drüber streiten will um ihre Variabilität.

    („diese Verpflichtung auf die Männer-Hege und das ewige Gebrauchtwerden sehr“- Männer-Häge, wegen dem „er“? Das könnte doch eine reale Person sein – oder? Mich macht das natürlich an, weil es so was von Vather to Son hat. Die Vorstufe zu: It’s not time to make a change, just relax… / wobei ich in meiner Rolle gerade oszilliere… Das ewige Gebrauchtwerden ist heir tatsächlich formuliert, aber das Gedicht lässt auch einen romantisch/kritische Betrachtung zu. Das Bild vom toitschlagenden Regentropfen hat mir ein Läöchekn auf den mund gezaubert. Ich finde das kokett.)

  4. lieber Nerone,
    soll das Brecht -Verslein anstelle der MIchael Bauer Verse ins Waldorf-Lesebuch?
    also ethisch-sozial statt naturfromm (entspricht den Inhalten des Ethik-Unterrichtes statt Religionsunterricht in den öffentlichen Schulen) ?
    Selbst war ich nicht in der Waldorfschule, sondern in einer katholischen, in der Ordensleute unterrichteten und ich war (auch als ich noch als Schülerin schon in die Studentenbewegung geriet) mit den konfessionellen Lehrern viel zufriedener als mit den weltlichen, sie waren viel origineller und engagierter. Und fürs Naturfromme (kam von der Familie, wo den kleinen Kindern schon die Metamorphose an den Fröschen gezeigt und erklärt und alle Pflanzen und Tiere der Umgebung beobachtet und besprochen wurden und in der Tiere nicht objekthaft behandelt wurden — keine Anthroposophen, Vater Jäger) bin ich heute noch sehr dankbar.
    Am Brecht Verslein mißfällt mir diese Verpflichtung auf die Männer-Hege und das ewige Gebrauchtwerden sehr !

  5. Sehr geehrter Nerone,
    danke für das Gedicht. Liebe macht einen so unendlich zerbrechlich.
    Ihr Sie herzlich grüssender Herrmann Finkelsteen

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