Nikolaus von Myra

Eine nahezu in Vergessenheit geratene Geschichte des brühmten Bischofs von Myra, ist jene, in der er zum Retter eines ganzen Berufsstandes in seiner Stadt wurde.

Damals herrschte Hunger und Not und so war nicht jeder in Lohn und Brot. Wenig nur gab es zu Essen. Als er von den Sorgen der Zunft , der es so schlecht ging hörte, half er nach seiner Art. Des Nachts schlich er durch die Stadt und hinterlies in jedem Haus einen Sack gefüllt mit Köstlichkeiten.

Am nächsten Morgen aber, waren alle Menschen voller Freuden, als Sie die Gaben fanden. So begann für die Menschen in der Stadt ein Fest, wie es lange nicht mehr gefeiert worden war. Die Menschen, groß und klein, kosteten von den Konfekten und Zuckerkuchen, bis ihnen die Bäucher glücklich schmerzten.

Die Zunftbrüder aber blickten ratlos auf die Geschenke des Bischofs und zuckten enttäuscht mit den Schultern. Ihre sonst so weißen Gewänder waren mit der Zeit grau und dreckig. So grau wie ihre Gesichter, in denen die Hoffnung erlosch. Wenn auch ihr gütiger Bischof nicht helfen konnte, wer dann?

Die Zunftbrüder trafen sich zwei Wochen später auf dem Marktplatz von Myra um auszuziehen und anderswo eine Bleibe und einen Beruf zu finden, der ihnen und ihren Familien die leeren Taschen füllen, zumindest aber einen kleinen Lohn sichern konnte.

Da kam der erste der Bürger zum Platz gerannt. Verzweifelt hielt er sich die dicke Wange. Ihm folgte einer der rief: „Bevor ihr geht – erlöst uns von den Schmerzen.“ Und andere kamen dazu und stimmten ein: „Au und Weh. Lasst uns nicht im Stich!“ Der Bischof aber blickte gütig auf seine Schäfchen.

Und so nahmen sich die Zahnärzte beherzt der Büger von Myra an und es dauert nicht lange, da spielten sie auf der nahe gelegen Oase das beliebte Spiel ihrer Zunft, darin sie mit einem kleinen weißen Ball mittels einer starken Rute eine Nuß von der Palme holen mussten. Wem es gelang, der wurde auf ein Jahr Schützenkönig und bekam eine seltsame Mütze, die einen stolzen, goldener Zahn symbolisierte, aufgesetzt. Das ist jene, die der Bischof von Myra für immer dar tragen sollte, als Zeichen der Dankbarkeit der Zunft der Zahnärzte.

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2 Antworten

  1. noch kein wichtelgeschenk angekommen???

  2. Ach Gott. Da sind sie nun wieder gesund geworden. Wenigstens die Zunft der Aerzte Pfleger und Betreuer steht wieder in Lohn und Brot. Kommt mir auch logisch vor wenn es bereits genug Produkte gibt und nur noch Menschen uebrigbleiben, die jetzt zusammenleben müssen/ wollen. Und mit Liebe/ Fürsorge geht alles immer leichter.

    Soweit liebe Grüsse von St Nikolaus wünscht
    Annette

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