Kein Verfahren in Deutschland!

Nachdem hier die Nachlassverwaltung in Dornach erwähnt wurde und nun zu erfahren ist, dass die Ermittlungen in Deutschland wegen der selben Schriften eingestellt wurden, da:

…die Freiheit der Veröffentlichung von Schriften, die der Wissenschaft, Forschung, Lehre oder ähnlichen Zwecken dienen, Vorrang habe.

Das sagt natürlich nur etwas über das Rechtsverständnis der Bundesrepublik aus. Wenig über die inhaltlichen Qualitäten der besagten Schriften. Deswegen kann an dieser Stelle nochmals auf diesen Artikel verwiesen werden und die Entscheidung seitens der Nachlassverwaltung die Editionspraxis zu überdenken nur begrüßt werden.

Presse: 

79 Antworten

  1. Kronstadt,

    zu den Bakterien nur noch dies: bisweilen ist *ein* Wort sinnvoller als ein Sermon.

    Und jetzt sollte man nicht zu dem trugschluss kommen, dass durch Steiners vereinzelte aussagen, die ganze anthroposophie nationalistisch und rassistisch ist, und sie dadurch nur so von nazis geschluckt zu werden braucht.

    Steiners hier zur Debatte stehenden Aussagen über menschliche Rassen, seine Unterscheidungen, Charakteristiken und Wertungen sind ohne jede Frage rassistisch, wenn man unter „Rassismus“ genau das versteht: die hierarchische Unterscheidung menschlicher Rassen (auch, wenn diese Rassen bei Steiner rein phänotypisch kategorisiert werden). Selbstverständlich sind das keine Ausrutscher, sondern ganz konsequente Folgerungen aus dem anthroposophischen Evolutionsdenken.

    Der einzige und allerdings wesentliche Punkt, der zu einer sachdienlichen Differenzierung beiträgt ist der, dass Steiners Rassismus offenbar nicht zu andere Menschen herabsetzenden oder gar eliminatorischen Bestrebungen führt. Und die einzig hilfreiche Frage ist: Warum nicht?
    Anders kommen wir nicht weiter, weil ansonsten von anthroposophischer Seite Offensichtlichkeit geleugnet wird, was verständlicherweise auf geringe Akzeptanz stößt und die Glaubwürdigkeit nicht eben vergrößert.

    Die nazi-ideologie ist eine karikatur, eine umdrehung von was deutsche kultur ist, sein kann, auch umdrehung und karikierung von was ein stück anthroposophie ist (ich nenne nur: Volksgeister).

    Merkwürdig ist doch aber, dass es zu dieser „Umdrehung“ dessen, was Ihrer Ansicht nach deutsche Kultur ist, überhaupt kommen konnte, wenn es sich Ihrer Ansicht nach bei demjenigen, was da dann (plötzlich?) vorherrschend war, nur um eine Karrikatur handelt.
    Die Frage ist doch letztlich immernoch die gleiche: gibt es einen geraden Weg vom deutschen Idealismus einerseits und von der Esoterik andererseits in eine totalitäre Ideologie?

    Wissen Sie, Kronstadt: Das Problem ist bei dieser Sache gar nicht so sehr Steiner. Das Problem sind in erster Linie Anthroposophen – und unter diesen vor allem die heutigen.

    Beste Grüße,
    Felix Hau

  2. hallo Jungs,

    Darmbakterien helfen doch Nahrung zu assimilieren während der Nazispruch „den Volkskörper zersetzen“ lautete. Über Hitlers Auflösungsängste und – phantasien gibts genug psychoanalytische Abhandlungen, Herr Lichte, Spezialist und Gutachter!, sollte das wissen. Der ganze Aufruhr gegen tcs Bakterien-Metapher (sowieso dumm und gräßlich humorlos, der Aufruhr nämlich) also teminologisch falsch.

    Felix Anregungen zu einer Re lektüre von Steiners Rassen und auch zu einem Bedenken der Spuren des deutschen Idealismus bei Steiner und bei der Rechten sind beide interessant; hier kann man das aber nicht abhandeln.

  3. Ohne die jeweils 7 Kg Bakterien in uns allen würden wir ganz schön dumm aus der Wäsche schauen. Aber wir leben in der Welt des Sagrotanwahns und da ist die Baktiere nunmal denkbar schlecht weggekommen.
    Ich halte Polemik, Propaganda und Populismus für Kommunikationsformen die ernstzunehmen sind. Die meinen sind es nicht. Ist warscheinlich eine Geschmacksfrage, ich mag auch ‚Die Kassierer‘ und andere reimende Bands nicht in denen jedes zweite Wort einem in die Magengrube schlägt wenn man sie ernstnimmt. Ich bin jemand der die Dinge eher komplizierter sieht als sie sind und es überhaupt nicht mag sie übermäßig zusammengefasst zu sehen, denn meistens bleiben große Stücke der Wahrheit dabei auf der Strecke.
    Sie stehen mit ihrem Baktierienvergleich nämlich ganz schön im Wald rum. Das viele nämlich hoffen das von der ganzen Rassismusdebatte mehr hängenbleibt als das ganze schnell und reflexhaftig über Bord zu werfen ist ihnen wohl entgangen. Es geht dabei darum dem auf den Grund zu gehen warum soetwas in Steiners Werk auftaucht … und das heisst es aufzunehmen zu verstehen und aufzulösen. Das ist nicht irgendwie eine von vielen komischen Dingen die man der Antroprosophie einfach nur vorwirft weil sie anders ist, das ist etwas das deswegen hängenbleibt weil in dem Vorwurf Dinge enthalten sind die leider zutreffen.
    In dem einen Punkt da irren sie gewaltiger als in anderen: Die Rassendiskussion in und um die Anthroprosophie ist kein Pipifax oder ’nur ein Millionstel der GA‘ (known Universe). Ein Herr Molau darf sich sehr wohl mit Anthroprosophie befassen und es sollte ihm sogar helfen aus seinem Gedankenlabyrinth herrauszufinden … wenn es das nicht tut (und das versichert uns auch Ravagli indirekt) dann ist das ein Problem das sie nicht einfach als banal abtun sollten.
    Dann ist da noch die Tatsache wie die Allgemeinheit Bakterien behandelt, die wie sie treffend anmerken wichtig für unser Leben sind. Baktierien bekommen noch weniger Anerkennung als Menschen die sich mit unseren Abfällen auseinandersetzen dürfen. Die Art und Weise wie sie hier mit Leuten umgehen die ihnen aufzeigen wollen das es ein Problem in der Anthroprosophie gibt zeigt für mich die Überheblichkeit die aus der intelektuellen Isolation gebohren ist … und die ich noch nie leiden konnte.
    Versuchen sie diese Diskussion ernster als einen Durchfall zu nehmen.

  4. (vorab: vorsicht, ist nun mal so, jungs: deutsj) Liebe Nerone, gut, bevor man es weiß, ist man selbst subjekt von einer diskussion geworden, die es an sich gar nicht geben kann: wir reden ’nazi-gebrabbel‘? Hier liegt die perzeption der vorhergehenden kommentatoren wohl ziemlich schräg. Soviel dummheit hatte ich jetzt nicht erwartet. Sollte ich mich rechtfertigen? Für etwas, das scheinbar von den kommentatoren falsch interpretiert wird? ‚Autobahnen‘ wurden letzt auch öffentlich gerügt, scheinbar ’nazijargon‘ – klar, wenn man sieht wie heute rücksichtslos gefahren wird, könnte man ‚autobahn‘ sogar als schimpfwort benutzen. Und jetzt die ‚Bakterien‘, notwendige lebewesen, die ihre rolle im ganzen spielen, und hier bildsprachlich verwendet wurden, um auf den verdauungsvorgang hinzuweisen, die, weiter mit der bildsprache, der leib Anthroposophie braucht um zu leben: das verdauen von, bis jetzt, ‚unverdaulichem‘, wie, einerseits, alles was mit der rassismusdebatte zu tun hat, und, andererseits, dass vereinnahmen von teilen der anthroposophie durch neo-nazis, das letzte verursacht durchfall. Und zugleich ‚bakterien‘, als kleinste lebewesen: es gibt größere sachen in der Anthroposophie als nur auf Steiners rassismen herumzureiten. Das sollte man doch, wenn man schon nicht in vornherein die ganze Sache als hirngespinst und als nebulos den garaus machen will, nach meiner bescheidenen meinung, im hinterkopf behalten. Wobei die vereinnahmung von (teilen) des anthroposophischen gedankenguts durch einzelne NPDler und ähnliche deutlich bedrohlicher für die gesundheit ist, als die erbsenlese in den stammtischsprüchen von Steiner. Und jetzt sollte man nicht zu dem trugschluss kommen, dass durch Steiners vereinzelte aussagen, die ganze anthroposophie nationalistisch und rassistisch ist, und sie dadurch nur so von nazis geschluckt zu werden braucht. Die nazi-ideologie ist eine karikatur, eine umdrehung von was deutsche kultur ist, sein kann, auch umdrehung und karikierung von was ein stück anthroposophie ist (ich nenne nur: Volksgeister).
    Das gerade ‚bakterien‘ irgendwann in der nazi-ideologie gebraucht wurden, sorry, dass wußte ich nicht, hier ist die übereinstimmung, falls es eine gäbe, wirklich rein zufällig, und von den lesern nur aus unverständnis oder mit einer etwas unkosheren absicht herbeizuführen, vielleicht sollte ich auch nicht mehr in einem VW einsteigen. Es ist dumm und platt, und völlig aus der zusammenhang gerissen, um hier über ’nazijargon‘ und ’nazisprech‘ zu reden. Es scheint dass die herren durch die viele bäume den wald nicht mehr sehen, oder sich in irgendeiner weise ans bein gepinkelt fühlen. Keine angst: ihr seid keine bakterien, dafür seid ihr zu groß, aber wi e ihr arbeitet am leib der anthroposophie, hat das (s. oben) im prozessuellen durchaus etwas bakterienhaftes – wobei der durchfall eindeutig verursacht wird von den ‚braunen‘ interpreten. Bei herrn Hau ist ist das ganze wohl gleich unverdaut heruntergeschluckt worden, und sofort wittert er ’nazisprech‘. Dankbar wird das ganze danach aufgegriffen von herrn Lichte, der aus anderen gründen meinen kleinen kommentar, am ende einer diskussionsstränge, zu kompromittieren versucht.. So von : wer an der anthroposophie noch etwas verteidigen möchte, ist zwangsläufig nazi-minded. Billig. Diffamierend, und die verdauung erst recht durcheinander bringend.
    TC Kronstadt

  5. Vielleicht kann TC sich ja selbst rechtfertigen, wenn er es für nötig hält. Auch für ihn gilt letztlich: gesagt ist gesagt. Ich wollte mich nur kurz erläutern wie ich zu ihm stehe.

    Aber in der Sache sind wir uns doch einig: Herr Hau, sie und ich. Das wollte ich nur nochmal gesagt haben. Wie wichtig M. zum Verständnis ist und auch ein H.M. machte Herr Hau in aller Deutlichkeit klar. Für mich ein Meilenstein in der Diskussion, wegen der „Innensicht“. Bis dahin war er immer auch als Marginalie lesbar. (Marginalie, weil man sagen könnte: medial aufgebauscht und so. Bitte nicht falsch verstehen, immerhin haben wir das Thema ja ausgiebig behandelt..)

  6. Hallo Marco Jansen,

    mit „durchgehen lassen“ meinte ich – eigentlich offensichtlich – dass Sie schon weit harmlosere Kommentare als „T C“s Nazi-Gebrabbel als „problematisch“ eingestuft haben. „Ironie“? Kann ich nicht feststellen. Felix Hau offensichtlich auch nicht.

    Und was gibt „T C“ sonst noch zum Besten? Das altbekannte „Wir sind die Guten“-Mantra, dass scheinbar ALLES rechtfertigt …

    „T C“s Deutung des „Falles Molau“ ist dumm, oder aber propagandistisch: Natürlich geht es dabei NICHT darum, dass in irgendeiner Schule auch mal ein NPD-Mann arbeitet: Wer will das wissen? Ist das eine Auseinandersetzung wert? Mir nicht …

    Es geht darum, dass ein bekennender „Nationaler“ jahrelang die Braunschweiger Waldorfschule mitprägen konnte, weil er Steiners „Denken“ so nahe steht. Das sagt doch auch Feli Hau, Zitat:

    „Ich kann nur (…) dringend dazu raten, sehr genau zuzuhören, wie Andreas Molau die angebliche Übereinstimmung seiner Weltanschauung mit Anthroposophie begründet. Weder zieht er etwas an den Haaren herbei, noch ist seine Argumentation einfach so vom Tisch zu wischen.“

    Ich halte diese Übereinstimmung nicht für „angeblich“, sonder für real. Wie dem auch sei, auch im folgenden gebe ich Felix Hau Recht, Zitat:

    „Dass Molaus Argumentation nicht einfach so vom Tisch zu wischen ist, scheint schließlich auch Lorenzo bemerkt zu haben.“

    Ravagli hat Molau ERNST genommen. Sonst hätte er niemals die „Wahnsinnsidee“ des gemeinsamen Buches mit Molau befürwortet. Und hier gibt es Diskutanten wie „T C“, die gebetsmühlenartig wiederholen, Molau wäre ein zu vernachlässigender Einzelfall:

    „Ruhet sanft in Frieden …“

  7. Ach so, das noch:

    Felix, ich verstehe den Kommentar. Sowohl an dich wie an Herrn Lichte will ich exemplarisch die Bitte stellen nicht zu vergessen, dass Ihr in vielen hier unten keine Spezialisten antrefft (inkl. nerone). Kommentierer und Bescheidwisser – bestenfalls. Work in Progress, Annäherung, Verstehen – von zwei Seiten her wenn es gut läuft.

    Lasst uns an den Hoffnungsschimmer weiterarbeiten!

    Bitte.

  8. Hallo Herr Lichte,

    dass Sie Herrn Hau recht geben ist sogar ganz großartig. Es werden plötzlich Schnittmengen im positiven Sinne deutlicher. Die Inhalte erhalten ihre Komplexität zurück. Wenn das hier gelingt, dann klopf ich mir bis Weihnachten selbst auf die Schulter!

    TC lese ich auf seinem Blog nun auch schon etwa ein Jahr. Wenn er die Marke: ‘deutsj’ ausgibt, dann ist für mich klar, dass er mit satirischer Brille schreiben will. Ich möchte nicht so sehr darüber spekulieren, ob es ihm immer gelingt, aber mit diesem Wissen im Gepäck, war ich nicht im mindesten beunruhigt.

    Es war nicht so sehr als Entschuldigung gemeint. Eher als Einblick in die „Redaktionsarbeit“. TC gab mir nur Anlass zu bestätigen, dass es mir genau darum ging einen Zeugen darzustellen, auch für seine Art der Argumentation (generell, nicht nur speziell zum thema. Wenn Sie oben den Verlauf lesen, dann liest man bei ihm den Vorwurf auf meine Androhungen hin, er würde zensiert. Das war zu dem Zeitpunkt nicht geschehen. Lediglich einen Link hab ich ihm geklaut. Dann, als letztes – viel später, einen unwesentlichen Beitrag und in Zukunft wird er wahrscheinlich nicht mehr erscheinen…)

    Und ja, M. gehörte in den Zusammenhang, da geb ich Ihnen recht, dafür wollte ich mich nicht entschuldigen. Aber der Umgang mit M.s und M.s muss überlegt werden. Das wollt eich doch nur sagen…

    Ach eine Zwangseinladung an R.? Das haben Sie erwartet? Huch. Bisher hat sich jeder gemeldet, der hier besprochen wurde😉

    Geduld. Nicht Anwesenheit ist auch eine Aussage Herr Lichte. Ich sehe das als eine Lesart in diesem Forum (mittlerweile). Ich hoffe ich habe ein wenig erklärt, aber wie genau meineten Sie die letzte Frage mit dem durchgehen lassen?

  9. Hallo Felix, Hallo Marco, Hallo „T C“,

    mmh, darf ich Felix Hau einfach mal Recht geben, oder diskreditiert mich das? egal …

    Natürlich ist auch mir „T C“s Nazi-Jargon aufgefallen, Zitat:

    „Wie bakterien im darm arbeiten sie, selbstverständlich muß es sie geben, auf daß die verdauung richtig funktioniert“

    Gut, wenn sich jemand offenbaren MUSS, dann soll er das tun – sein Problem.

    Was ich nicht verstehe ist, dass Sie, Marco Jansen, das nicht nur „T C“ durchgehen lassen, sondern sich auch noch einmal genötigt sehen, sich dafür zu entschuldigen, dass Andreas Molau sich bei Ihnen zu Wort melden durfte …

    Molau tritt hier als Zeuge auf, spricht über sein gemeinsames Buch mit Lorenzo Ravagli: ist doch schön, wenn man mal mehr erfährt, dient der Wahrheitsfindung.

    Der andere Zeuge, Lorenzo Ravagli, schweigt beharrlich … ich hatte eigenlich erwartet, dass SIe ihm mal eine „Zwangsvorladung“ schicken, aber nein:

    Wieviele Vorurteile muss man eigentlich haben, um „Den Guten“ alles durchgehen zu lassen, und „Den Bösen“ das Wort zu verbieten?

  10. Und noch was: Ich kann nur – wie auch im Fall Horst Mahler seit Jahren – dringend dazu raten, sehr genau zuzuhören, wie Andreas Molau die angebliche Übereinstimmung seiner Weltanschauung mit Anthroposophie begründet. Weder zieht er etwas an den Haaren herbei, noch ist seine Argumentation einfach so vom Tisch zu wischen. Genau das scheint schließlich auch Lorenzo bemerkt zu haben (finally we got the fish). Neben aller Überflüssigkeit seines Projektes mit Molau hoffe ich, dass er daran nun wenigstens etwas begriffen hat. Und wenn es ganz gut liefe, kommunizierte er, was er begriffen hätte.
    Vielleicht ist es aber auch illusionär mitten in der Regenzeit auf Sonnenschein zu hoffen.

  11. Wie bakterien im darm arbeiten sie, selbstverständlich muß es sie geben, auf daß die verdauung richtig funktioniert,

    Ach Kronstadt – fangen Sie jetzt auch mit Nazisprech zur Gegnerdiffamierung an?
    Es ist doch einfach widerlich. Gäbe es nicht gerade zurzeit ein paar echte Hoffnungsschimmer, hätte ich allmählich gute Lust, den ganzen verkorksten Laden zu verlassen.

  12. Eine Anmerkung nur zu Molau:

    Die Redaktion hat sich die Entscheidung nicht leicht gemacht. Darf man mit Autobahnen reden? Die Entscheidung der Redaktion, namentlich von nerone, Herrn Jansen, Marco und mir selbst fiel aber einstimmig zu Gunsten einer Veröffentlichung aus, eben aus den von TC genannten Gründen.

  13. (am ende dieser debatte möchte ich noch mal erwähnen, für alle mitlesende nationalisten, ich schreibe ‚deutsj‘ – in dieser inkarnation ist es nun mal nicht mehr gegeben ‚deutsch‘ zu schreiben)..
    Hallo Nerone, der saalschlacht hier scheint vorbei zu sein. Zeit sich ruhig um zu schauen, andere ’saalschlächte‘ bei dir zu besuchen, und gar nicht mehr alllés zu lesen, da oft wiederholungen, und um sich zu wundern wieviel leute es gibt, die mehr oder weniger davon leben oder scheinbar einen riesenspaß daran haben den letzten vermeintlichen widerspruch und/oder wirklichen oder scheinbaren rassismus im werke Steiners herauszufiltern. Wie bakterien im darm arbeiten sie, selbstverständlich muß es sie geben, auf daß die verdauung richtig funktioniert, es zeigt nur dass der organismus, der leib anthroposophie ernstgenommen wird.. Manchmal aber verursachen sie durchfall und koliken. Nur, sie so wichtig zu nehmen, dass sie plötzlich den ganzen nahrungsvorgang inkl. den speisen repräsentieren, sollte man nicht tun.
    Und, zur Waldorfschule/ faschismus etc. : wieviel NPD’ler, verkappte nazis und andere ewiggestrigen arbeiten und lehren an normalen schulen und an universitäten? Ist damit das ganze schulsystem in bedrohlicher nähe des modernen faschismus geraten? Dagegen: wieviel NPD’ler und sonstige neo’s wissen überhaupt wer/was Steiner und anthroposophie ist? Und schließlich: wieviel anthros sind neo-nazis?
    Gemessen an die inzwischen weltweite, ‚rassen’übergreifende, wirkung der anthroposophie, in diversen kulturen, sei es auch in einzelnen kleinen, aber einflußreichen projekten (zB. Sekem in Ägypten, oder die Favela-arbeit Ute Craemers in Brasilien), sollten die stammtisch-verbalentgleisungen des junggesellen, und später des älteren Hrn. Steiner zwar kritisiert, besprochen, nicht unter den tisch gekehrt, aber auch nicht überbewertet werden. Es ist von ihm ja mehr als üblich von einem menschen überliefert worden – noch vor der zeit der lückenlosen aufzeichnung durch video, pc und tv – wissen wir auch welche marke klopapier er bevorzugte?
    Die auseinandersetzung mit herren wie Molau, der hier oben persönlich zu wort kommt, bleibt zwiespaltig. Einerseits fröstelt es einem wenn man zulange im dumpfen nationalistensumpf herumwatet, andererseits gibt es die möglichkeit die glätte der argumentation eines hrn. Molaus hautnah zu erleben: zB. die NPD nicht als nachfolgeorganisation der NSDAP zu verstehen, mit der begründung das nationalismus älter ist als das dritte reich, ist genau so ein mumpitz als zu behaupten, dass Hertha BSC Berlin nicht die nachfolgefußballclub von der SG Gesundbrunnen (1945-1949) ist, weil es schon länger außerhalb von Deutschland fußball gegeben hat.
    Jedenfalls: danke für deine ‚Saalschlächte‘, auch wenn man erst hinterher vorbeikommt und nur die reste in augenschein nimmt.
    TC Kronstadt.

  14. ah so, mensch das geht ja ab…
    schneller als man klicken kann. danke

  15. Nerone,
    ich wußte nicht, daß das Buchprojekt schon so weit gediehen war und erfuhr das erst jetzt aus dem Kommentar von Felix Hau zum letzten Beitrag auf dem „Seitenspiegel“. Gefunden hab ich es über Deinen thread „mein Verhältnis zu Ravagli“, hier nochmal der link:

    http://seitenspiegel.blogspot.com/2007/12/von-wrstchen-und-von-frankfurtern.html

    klaro?

  16. Die falschen Propheten” bei amazon-prime gesehen (oh Felix!)

    ???muss ich das verstehen ???

  17. Lieber Nerone,
    hab grade „Die falschen Propheten“ bei amazon-prime gesehen (oh Felix!) und muß das erst mal verdauen. – Den Uhlenhoff-thread finde ich sehr gut und laß mir noch Zeit.

  18. Ja Martin,

    außerdem hegt die „Anthroposophie“ den Anspruch, dass nicht sein kann, was nicht sein darf!

    Ihr Anspruch auf Erleuchtung schlösse quasi per se eine Anhängerschaft in einer braunen Massenbewegung aus. Das ist, wie Beneschs Fall beweist, ein Trugschluss. Auch heute führt es nicht zwingend zur persönlichen Individualisierung, sondern, wie im Falle des Ex-Waldorflehrers zu der Suche nach einer Großfamilie, in diesem Fall der völkischen Klammer, in der sich das Individuum zur persönlichen und völkischen Heilswerdung unterordnet.

    Das ist der Zahn der wackelt, nach meiner Einschätzung. Wobei ich überzeugt bin, dass die Anthroposophie einen humanistischen Dünger hat, die sich – vor allem im Verlauf des letzten Jahrhunderts – dem theosophischen Humus zunehmend beigemengt hat – zu ihren Gunsten.

    So oder ähnlich…

  19. Ach so, Försterliesel,

    nicht zu viele Unterstellungen, die zu dem verschlüsselt daher kommen und Kontexte schaffen, die nicht überprüfbar sind. Das führt nur zu Scharmützeln, die ich langweilig und langatmig finde. Bleiben wir doch einfach bei dem, was wir wissen und ein paar Meinungen drum herum.

    Ravagli habe ich so wie du gelesen, Försterliesel. Vielleicht später mehr dazu. Uhlenhof ist deutlicher und kommt nicht beleidigt daher. Finde ich…

  20. Ich will „Uhlenhoff“ gerne als separaten Strang anbieten.
    Habe den Artikel gelesen und finde ihn würdig hier mal diskutiert zu werden. Wenn du schneller bist försterlisel, dann sende ihn mir einfach per mail, wenn dir das möglich ist und ich setzte ihn dann als eigenen Gastbeitrag vorne an. Christoph, mein Dank für den Hinweis…

  21. Geehrter Herr Lichte,

    Wie stellen sie sich denn eine “Jahresarbeit über Rechtsextremismus” vor die von einem Waldorfschüler geschrieben wurde? Glauben sie das soetwas ein bejahendes Werk ist das die tolle Kamerrrrrrradschaft lobt, oder was? Ich habe diese Jahresarbeit leider nicht gefunden sonst würde ich sie echt gerne hier verlinken. Diese Jahresarbeiten werden zum Abschluss vor einem größeren Kreis von Lehrern, Schülern und Eltern vorgetragen. Da sie glauben das das sowieso ein rechter Haufen ist nutzt es wohl nichts zu argumentieren das nur ein vernünftiger Mensch dabei sein muss der soetwas anprangert und es gibt einen Skandal.

    „Andreas Molau was nicht irgendein “Mitläufer”, er hat die Waldorfschule maßgeblich mitgeprägt – “siebenköpfiger Verwaltungsrat”

    Bei 50 Lehrern in einen siebenköpfigen VERWALTUNGSrat für 500 Schüler gewählt zu werden nennen sie „Maßgeblich mitgeprägt“. Höhrt sich an wie „Heute Braunschweig und morgen die Antro-Welt“. Wer die Verwaltungsstruktur von Waldorfschulen kennt weiss das so ein Verwaltungsrat für die Anzahl der Lehrer und finanzielle Dinge zuständig ist und die inhaltlichen Dinge in der Lehrerkonferenz auf den Tisch kommen. Das mitprägen kann und sollte man nicht abstreiten, das maßgeblich entspringt ihrer Phantasie über die internen Vorgänge in einer Waldorfschule (die zugegebenermaßen auch nicht sehr bekannt sind).

    Mir ist klar das man aus der Position das die Waldorfschule ein rechter Haufen ist annehmen muss das sich Herr Molau während seiner Geschichtslehrertätigkeit nicht verstellen musste. Ich lebe mit der Gewissheit und Erfahrung das es Punkte in Steiners Werk gibt die rassistisch sind aber das die Praxis der Schulen und anderen Antroprosophischen Einrichtungen nach der Erfahrung wohin Rassismus führt durchaus dem gesammtgesellschaftlichen Verhalten in der Frage entspricht. Einerseits wird tabutisiert wie es zu rassistischen Äußerungen Steiners kommen konnte … genau wie gesellschaftlich tabutisiert wird wie man 1933 mit solcher Mehrheit Hitler wählte (‚Autobahn‘ ist da die Nebelkerze). Und auf der anderen Seite gibt es Nazis die sich durch die rassistischen Punkte Steiners von der Antroprosophie angezogen fühlen … genau wie die Gesellschaft es nicht unter Strafe stellt eine bestimmte Strophe der Nazionalhymne zu singen.

    Wer annimmt das die Antroprosophie mit einer Vergangenheit vor dem dritten Reicht keine Probleme mit ihrer Geschichte hat der ist naiv. Es fällt der Antroprosophie überraschenderweise genauso schwer wie allen anderen damit offen und ehrlich umzugehen. Veileicht ein bisschen schwerer weil man sich einbildet als Minderheit recht schutzlos dazustehen.

  22. Lieber Nerone, lieber Christoph,

    nach einer Migräneattacke geschlaucht und mit schlechtem Gewissen, weil ich Christoph noch nicht geantwortet und jetzt erst gesehen habe wie aktiv und verdienstvoll Frau Uhlenhoff in Sachen Grundeinkommen ist, hab ich erst mal die letzten Kommentare gelesen und bin auch dem link zum Ravagli-blog gefolgt.

    Also ich wüßte gern wie das Manuskript zum Stern gelangt ist, wer sich da nützliche Kontakte zum Stern für seinen Job, oder angestrebten Job, erhofft. Rätzelchen: also Ravagli wars nicht, wars Molau oder einer der verständnisvollen Rechercheure, die ihm hier (damit das hier dann auch wie eine Rechten-freundliche Plattform aussieht) Raum verschaffen wollten (und sich in Folge einen dankbaren Informantenkontakt in die rechte Szene…)

    Dann seh ich hier eine zweite Tendenz, die Schule an der Molau tätig war, überhaupt wie eine
    „rechte Bude“ aussehen zu lassen, mit dem Zitat des Kollegen, der Molau angeblich für einen Linken hielt, etc…
    Bitte sich auch nicht von Lichte und Grandt instrumentalisieren lassen!
    Beide haben (berufliches) Interesse am fortgesetzten Skandal und wollen die Suppe angereichert möglichst lange am köcheln halten!
    Freiberuflicher Journalist sein ist hart und macht hart.

    Wie befürchtet mußte ich Ravaglis Blogeintrag zweimal lesen um sicherzustellen daß ich auch alles richtig verstanden habe. Gewiß ist vieles von dem richtig was er schreibt, aber schmollen und „im großen Überblick“ und im Kreise Verständnisvoller recht haben wollen ist hier die falsche Strategie. Ja, es gibt Denunzianten und es gibt Böse und manchen Konfrontationen weicht man besser aus. Es gibt aber auch Leute (Waldorfeltern z.B.) die verunsichert sind, sich orientieren wollen und die Information wollen und dem muß man sich schon stellen. So wie Ravagli den Kontrahenten zu recht „Rituale der Selbstvergewisserung“ vorwirft, so betreibt er in seinem blog für sich Selbstvergewisserung.

    Erläuterung zu meiner Kritik an Uhlenhoffs Zander-Artikel folgt.

  23. Hallo Marco,

    gute Besserung!

    (so gemeint!)

  24. Stimmt, Herr Lichte,

    war ein langer Tag gewesen. 2:44 nach Kegelabend mit nur Jungs, leicht angeschachert. Bitte um Nachsicht. Aber das ist auch nicht schlecht, dass wir das nochmal betont haben. beiderseits.

    Für heute bin rekonvaleszent…

  25. Hallo Marco Jansen,

    ich habe Ihnen doch schon gesagt, dass ich es völlig o.k. finde, wenn Sie Herrn Molau keinen öffentlichen Auftritt auf Ihrem blog ermöglichen wollen, oder aber seine Kommentare nur moderiert veröffentlichen.

    Wenn ich oben aus dem Spiegel zitiere, dann doch nur, um deutlich zu machen, dass Martins Hypothese, Zitat:

    „Für mich bleibt nur die dritte Alternative; Er [Molau] hat sich verbogen.“

    falsch ist. Damit spreche ich, wie Sie zurecht sagen, ÜBER Molau. Mir wäre es ganz klar lieber, er würde SELBER sprechen. Zum einen käme dann mehr ans Licht, zum anderen liefe ich nicht Gefahr, etwas falsches zu behaupten – ich habe keine Lust, meinen Kopf für Herrn Molau hinzuhalten.

    Selbiges trifft auch auf Herrn Ravagli zu: Warum äußert er sich nicht HIER, sondern beschwert sich anderorten? Siehe:

    http://www.anthroposophy.com/anthroblog/2007/12/denunziantentum_8319.html#links

    Zitat Ravagli: „Anders die Inquisitoren, die Verdächtiger und Jäger nach ideologischen Abweichlern. Sie unterstellen dem anderen Ansichten, die er nicht hat, sie wollen nicht auf die sich selbst explizierende Individualität hören, sie sind nur daran interessiert, andere als Projektionsfläche für die Rituale ihrer Selbstvergewisserung zu missbrauchen.“  

    „Projektionsfläche für die Rituale ihrer Selbstvergewisserung“ … anstatt wie üblich die Überbringer der schlechten Botschaft zu diffamieren, sollte Ravagli doch mal endlich die Projektionsfläche schlechthin, nämlich sein Buch mit Molau öffentlich machen. Darüber sollte man reden. Darüber sollte er reden.  

  26. Hallo Herr Lichte,
    Umzugshilfe, Weihnachtsmarkt, Zeit ist verstrichen, tut mir leid.

    Lichte schrieb:
    „Ich hoffe darauf, dass Herr Molau sich hier noch einmal zu Wort meldet, und seine Arbeit in der Waldorfschule darstellt …“
    Sehen sie Herr Lichte , ich hoffe das gerade nicht. Sie haben vielleicht meinen Beitrag zu Wortergreifung gelesen. Ich sehe das ganz anders. Über Molau reden geht, mit ihm reden ist Autobahn! Wozu auch? Am Ende wollen sie seinem Demokratieverständnis zustimmen? Wenn sie das nicht wollen, wollen sie ihm dann seinem Anthroposophie-verständnis selektiv zustimmen? Sie nutzen weder ihrer eigenen Argumentation, noch verdeutlichen sie Bezüge die sich ergeben, wenn sie Molau als Diskurspartner wählen. Sei machen sich zu einem Instrument rechter Ideologie, der sie eine Publikationsfläche erlauben. Wenn es mir gelingt, werde ich Molaus Ergüsse moderieren. Bisher wurde er übrigens ausschließlich moderiert und nicht zensiert! Nur ein Link wurde entfernt!
    Aber was bringt seine Sicht auf Waldorfpädagogik, doch nicht mehr als zehn andere Beiträge von rechtsradikalen, verfassungsfeindlichen Lehrern aus Regelschulen. Was wollen sie damit belegen? Haben sie z.B. fünf rechte Lehrer in Hagen, was wollen sie dann schlussfolgern? Da das nicht funktioniert, bitte ich sie von dem Wunsch Abstand zu nehmen. Wenn sie sagen, es müsste sein, dann werde ich Äußerungen nur kommentiert veröffentlichen. Wenn sie sagen: Ok nerone, ich sehe es ein, geh spielen, dann wäre ich sehr dankbar dafür…

  27. Försterliesel: …finde ihn gar nicht hervorragend, leider, jedenfalls nicht geeignet die Anthroposophie unter nicht-Anthros zu erläutern und Vorurteile langsam abzubauen.

    Natürlich nicht, das war auch gewiss nicht Uhlenhoffs Absicht. Es wäre m. E. auch sehr merkwürdig, wenn anthroposophische Reaktionen auf Zander primär darauf abzielten, Nicht-Anthroposophen die Anthroposophie zu erläutern.

    Darum nämlich geht es im öffentlichen Kontakt zu Zander.

    Nö.

    Dennoch aber wäre es gut, wenn die Anthros sich bewußter um sagen wir mal “Übersetzung” bemühen könnten, eine Reihe esoterischer und Normalos befremdender Inhalte wären so durchaus vermittelbar.

    Klar: Die Öffentlichkeitsarbeit der Anthros ist nicht so toll, das ist nichts Neues. Aber was meinst du mit „so“?

    Ravagli und Uhlenhoff nun agieren in einem Bereich in dem es eine Menge Bornierungen gibt, auf die man aber nicht – jedenfalls nicht erfolgreich – mit Gegenbornierungen auftreten kann.

    Ravagli und Uhlenhoff würde ich nicht in einen Topf werfen. Und vor allem: Inwiefern reagiert Uhlenhoff mit einer „Gegenbornierung“???

    Mit der Gegenschlagsautomatik in meinem Blog hast du ein bisschen Recht, mir ist das in letzter Zeit selbst aufgefallen. Ich werde dazu mal was sagen und versuchen mich zu bessern. Danke für den Hinweis!

    Schönen Advent allerseits!

  28. Lieber Nerone,
    erst jetzt lese ich diese Kommentare. Gronbach, Lichte, Grandt und Herr Molau auf Deinem Blog. Besser gehts ja nicht mehr. Einfach Gruselig !!! Aber zumindest wird die anthroposophische Braune Suppe in aller éffentlichkeit seviert und alle können jetzt kucken ob es ihnen schmeckt.
    Na dann allen Guten Appetit da geh ich mir doch lieber ein Kebap holen beim AUSLÄNDER!
    Alles Liebe trotzdem an alle!
    Andreas Geiss
    p. s. Danke nerone für obige Infos.

  29. Hallo Martin,

    bevor Sie wild über Molaus Tätigkeit an der Braunschweiger Waldorfschule spekulieren, lesen Sie doch erst einmal die vorhandenen Quellen:

    http://www.spiegel.de/schulspiegel/0,1518,325508,00.html

    Zitat Spiegel: „An der Waldorfschule war Molau vom Kollegium in den siebenköpfigen Verwaltungsrat gewählt worden und hatte zur Einschulung im Herbst 2003 als Klassenlehrer der sechsten Klasse auch den Festvortrag für die Schulanfänger, ihre Eltern und Verwandten gehalten.“

    Wer lesen kann, MUSS eingestehen: Andreas Molau was nicht irgendein „Mitläufer“, er hat die Waldorfschule maßgeblich mitgeprägt – „siebenköpfiger Verwaltungsrat“ – und Molau war ein Aushängeschild der Schule, VORZEIGEwaldorflehrer: „Festvortrag für die Schulanfänger“.

    Es war alles wunderbar, solange nichts von Molaus Engagement für die NPD bekannt wurde, und dann, Zitat Spiegel: „Inzwischen hat die Schule alle Hinweise auf den Lehrer von ihrer Webseite getilgt.“

    Schwamm drüber! Und Sie, Martin, fallen darauf rein …

    Der nächste Spiegel-Artikel:

    http://www.spiegel.de/schulspiegel/0,1518,327495,00.html

    Zitat Spiegel: „Michael Kropp beschreibt den Lehrer [Molau] als „sympathischen Querkopf, der bei uns unisono eher als linksliberal eingestuft wurde“. Auch etwa bei der Betreuung der Jahresarbeit einer Schülerin über Rechtsextremismus habe Molau sich nicht auffällig verhalten.“

    Wer jetzt meint, Molau habe sich bei der „Jahresarbeit über Rechtsextremismus“ verbiegen müssen, bekommt von mir nur noch ein fettes NAIV.

    Wer sich fragt, was denn die anderen Lehrer waren, wenn Molau „als eher linksliberal eingestuft wurde“, zeigt Mut zur Wahrheit.

    Ich hoffe darauf, dass Herr Molau sich hier noch einmal zu Wort meldet, und seine Arbeit in der Waldorfschule darstellt …

  30. Lieber Christoph,
    ich hab den Artikel gelesen und finde ihn gar nicht hervorragend, leider, jedenfalls nicht geeignet die Anthroposophie unter nicht-Anthros zu erläutern und Vorurteile langsam abzubauen. Darum nämlich geht es im öffentlichen Kontakt zu Zander.
    Nun: info3 ist nicht der Stern, es ist also relativ egal. Dennoch aber wäre es gut, wenn die Anthros sich bewußter um sagen wir mal „Übersetzung“ bemühen könnten, eine Reihe esoterischer und Normalos befremdender Inhalte wären so durchaus vermittelbar.
    Es ist schade, daß die angewandte Anthroposophie, mit ihren kühnen und eben auch esoterischen Konzepten so viele Menschen anzieht (denk an die Schulen, Medizin, Umwelt)
    die anthroposophische Theorie aber hermetisch und – ja – arrogant auftritt. Nun hat Abschließung durchaus eine Funktion für die Bewahrung von Inhalten und für die Schaffung einer geschützten Sphäre zur eigenen Weiterentwicklung, aber man muß sie durch Vermittlungsbemühungen ergänzen.
    Ravagli und Uhlenhoff nun agieren in einem Bereich in dem es eine Menge Bornierungen gibt, auf die man aber nicht – jedenfalls nicht erfolgreich – mit Gegenbornierungen auftreten kann.
    Auch Deine Replik auf Deinem blog (die Rote Hilfe Geschichte, Autobahn) finde ich in ihrer Gegenschlagsautomatik nicht gut, das ist schade, weil Dein blog sehr gut ist und Du auch zu dieser Anthro-Generation gehörst, die nicht mehr nur Institutionen aufbauen, sondern Ideen diffusionsfähig vermitteln müssen wird.

  31. @Försterliesel: Hasst du schon den Artikel von Rahel Uhlenhoff über Zander gelesen? Den finde ich ganz hervorragend!

  32. Servus Nerone, hier ist ja was los bei dir! Fehlen eigentlich nur noch Peter Bierl und die Husemann-Kastein. Dann hätten wir bald genug Anthroposophie-Interessierte zusammen, um einen Zweig zu gründen…🙂

  33. Liebe Leser,
    warum werden nicht Leute wie Ralf Sonnenberg gebeten oder beauftragt in der Gutachtergeschichte und auch gegenüber Zander aufzutreten ? Da gibts also einen der sehr kompetent ist und klar schreibt und der erste Artikel über Zanders Buch in info3 ist wieder so nunja – also für mich gründlich abturnend.

  34. @ e.a. –😉 so ist es.
    Ich werde die Sachen mal auskramen –
    hier sind sie leider nicht zu finden. Ich werde sie hinzufügen. Auc h Frau Huseman-Kastein ist hier schon irgendwo drin.

  35. Herr Molau hat hier finde ich sehr schön belegt wie man sich unangreifbar positionieren kann. Ich habe mal ein Video gesehen wo Leute auf einem Volksfest versucht haben eingefettete Schweine zu fangen … das sah wirklich lustig aus.

    Wenn ich die Behauptung lese man müsse sich als Geschichtslehrer mit nazionalistischer Prägung nicht verstellen bekomme ich aufgezwängt das der Lehrer entweder wirklich überhaupt keine Ahnung von geschichte hat oder den Unterricht zur Propaganda nutzt. Das eine scheint nicht der Fall zu sein auch wenn das Fachwissen des Betreffenden disharmonisch zum Kanon steht, das andere währe in der Zeit und bei der überdurchnittlich linksgerichteten Haltung der Schüler für mich unwarscheinlichst … vor allem hätten gewisse Schüler sicher den Versuch unternommen diesen Lehrer zu diskreditieren wenn sie mit ihm aneinandergeraten, was vorprogrammiert erscheint wenn er Propaganda zugunsten des Nazionalismus macht.
    Für mich bleibt nur die dritte Alternative; Er hat sich verbogen. Auch wenn er anderes behauptet und vieleicht selbst von sich den Eindruck hat integer zu sein … ich kaufe ihm das nicht ab.
    Kein anderer als ein Nazi würde Hakenkreuze in überhaupt etwas ritzen … „wir verurteilen das“ warscheinlich genauso konsequent wie ‚wir‘ uns gegen Fremdenhass und und für die Freiheit aller Menschen (natürlich auch Einwanderer und politisch Verfolgter) einsetzen. Sie glauben doch nicht ernsthaft das man ihnen das glaubt? Das man ihnen abnimmt das sie das auch auf einem NPD-Podium von sich geben? Und genau das meine ich mit einem verbogenen Charakter, Fähnchen im Wind, Opportunist … sie wissen schon.

  36. diesen link finde ich interessant. zugegebenermaßen dauert das lesen etwas länger, als das der immer wieder gleichen pr-mitteilungen von grandt, nichtdestoweniger scheint es mir aber auch mal sagenswert. vielleicht gibts den link aber auch irgendwo schon bei dir, nerone, dann sorry.
    e.a.
    http://www.hagalil.com/antisemitismus/deutschland/steiner-7.htm

  37. Im „Berliner Dialog“ Nr. 29 , Juli 2006 einem Heft der evangelischen Sektenstelle zur Anthroposophie publizierte Frau Husmann-Kastein einen längeren Aufsatz
    „Schwarz-Weiss-Konstruktionen im Rassenbild Rudolf Steiners“.
    http://www.religio.de/dialog/106/29_22-29.htm
    Es ist anzunehmen daß sie in ihrem ersten Gutachten und dem Aufsatz methodisch gleich vorgeht; überdies ist das auch ihr Dissertationsthema; sie ist Doktorandin bei Prof.Christina von Braun, die nicht nur Leiterin des Zentrums für transdisziplinäre Geschlechterstudien ist, sondern auch Mitglied im Präsidium des evangelischen Kirchentages.

    Von Interesse wäre der Text ihres zweiten, im „Welt“ Artikel erwähnten Gutachtens.

  38. Lieber Nerone,
    sehr vernünftig, sehr souverän!
    Nachdem der enttäuschte Molau Lichte und wohl auch Gandt den unautorisierten Briefwechsel Molau – Ravagli zuspielte, daraus öffentlich zitiert wird, geht den beiden Herren ein bißchen der Mumm aus und sie verstecken sich nun hinter Frau Husman-Kastein, die immerhin eine richtige Wissenschaftlerin ist. Ihr Gutachten liegt mir nicht vor, ich gehe davon aus, daß es den üblichen Standards entspricht; dennoch natürlich kann man es auch kritisieren und beeinspruchen.
    Öffentliche Argumentationen der Sorte „x hat gesagt und y hat erwidert“ können wir uns sparen.
    Die AGID sollte aus der Angelegenheit lernen und jemanden, der mit dem aktuellen historischen Diskurs vertraut und sozialisiert ist mit der weiteren Intervention betrauen; Sünner fiele mir da ein. Sünner hat auch die sprachlichen Voraussetzungen, schwierige und esoterische Inhalte übersetzen und begreifbar machen zu können. Berufsanthroposophismus, intellektuelle Isolation und Lichtkriegerei haben zu dieser Bredouille mitbeigetragen.
    Herrn Lichtes Hartnäckigkeit ist erstaunlich; Herr Grandt hat sich als Freischaffender eben auf Eso-Rechts-Gründelei spezialisiert, das ist legitim, bisher wurde es ihm – wie mir scheint – von den Anthros auch sehr leicht gemacht.

  39. Schwierig, schwierig, Herr Lichte,

    dafür bin ich nicht genug mit anthroposophischen Denken und den „geisteswissenschaftlichen“ Implikationen vertraut, um Frau Husmann-Kastein in der Gänze recht zu geben. Ich finde die Schriften Ravaglis eher naiv. Ebenso seine Argumentationsführung.

    Sicherlich argumentieren Baader und Ravagli innerhalb ihres Weltbildes. Das ist, wie ich finde, zulässig. Den Anspruch einer wissenschaftlichen Auseinandersetzung, die gesellschaftliche Relevanz hat, erfüllen diese Arbeiten nach m.E. nicht. Sie können nur nach innen wirken. So ähnlich wie M. Grandts Arbeiten, wenden sie sich an ein bestimmtes, klar umrissenes Publikum. Und die Autoren kennen ihre Leserschaft.

    So sehr Ravagli sich auch windet und ich das nicht leiden kann, so wenig kann ich die Unzumutbarkeit erkennen, von der Frau Husman-Kastein spricht. Denn es gibt eine ebenso faktisch belegbare Zitatensammlung Steiners, gegen den Rassismus und den aufkommenden Rassismus seiner Zeit.
    Diese beiden Elemente einer Persönlichkeit um die Jahrundertwende herum (in aller Deutlichkeit) heraus zu stellen und zu erklären, das gelingt weder einem Ravagli, noch einem Grandt (wahrscheinlich: ich habe noch nichts von ihm gelesen, außer der breitbeinigen Auftritte hier im Forum), noch einer Husemann-Kastein (ihren Artikel über das schwarz-weiß fand ich gleichwohl sehr gut.). Sie alle sind für irgendetwas Spezialisten. Ich bin immer noch auf den Zander gespannt – ich hoffe auf Wheinachten…

    so oder ähnlich

  40. Hallo Marco Jansen,

    Danke dafür, dass Sie den Welt-Artikel (siehe oben, „Presse“) verlinkt haben.

    Ich finde Jana Husmann-Kasteins in der Welt wiedergegebene Aussage diskussionswürdig, Zitat:

    „Denn neben Rudolf Steiner ist auch eine weitere Lichtgestalt der Anthroposophen in die Kritik geraten: der Schweizer Lorenzo Ravagli, Redakteur des Waldorf-Journals „Erziehungskunst – Zeitschrift zur Pädagogik Rudolf Steiners“. Ihm ist von der Kulturwissenschaftlerin Jana Husmann-Kastein vorgeworfen worden, rassistische Standpunkte Steiners in unzumutbarem Maße zu rechtfertigen.

    Husmann-Kastein (…) argumentiert mit einer Publikation Ravaglis aus dem Jahr 2001. Darin habe er [Ravagli] den Rassismus Steiners nicht nur abgestritten, „sondern zum Humanismus umgedeutet“ (…).“

    Das bezieht sich auf DIE anthroposophische Verteidigungsschrift Steiners: „Rassenideale sind der Niedergang der Menschheit …“ von Bader/Ravagli.

    Auf der Pressekonferenz des Bundes der Freien Waldorfschulen am 16.11.07 fragte Husmann-Kastein den dort anwesenden Bader (nur sinngemäß!), ob er nach wie vor zu dieser Publikation stehe, ob er nach wie vor behaupten würde, dass es KEINERLEI Rassismus im Werk Rudolf Steiners gebe. Baders erboste Antwort: „Das habe ich doch schon deutlich gesagt: Es gibt keinen Rassismus!“

  41. Herr Molau meint: „Deutsche Gerichte hätten die Nazigreul besser richten können als die Amerikaner, die sich durch den Bombenterror und die Atombombe ja auch schuldig gemacht haben“
    In der BRD wurden die Richter nach dem Krieg mehrheitlich nicht ausgewechselt, also die Richter die vorher Nazi Unrechtsurteile sprachen, hätten dann Rechtsurteile gesprochen? Bombenterror – Die Nazis haben auch mit dem Bombenterror begonnen – in Spanien, in Polen, in England. – Atombombe – Die Nazis haben auch daran gearbeitet, nur haben die Deutsche Wissenschaftler sich verrechnet. Bei allem Bedauern über die unschuldigen Kinder die in Japan starben, die Japaner haben ihrerseits in Asien regelrecht gewütet, so wie die Nazis in Europa. Und – der Kriegsausbruch des II. Weltkrieges geht nun mal auf die Nazis zurück.

  42. Herr Grandt,
    da ich kein Konkretinist wie Sie – offenbar – bin, gehts für mich bei Mondbrüllern und Saturnwesen gar nicht ums Glauben, ich kann nämlich einen Begriff von einer Realabstraktion unterscheiden!

  43. Hallo „Försterliesel“, oder wer immer sich hinter dem Pseudonym versteckt (Zivilcourage mit Klarnamen?). Das Interview ist nur der Auftakt, die SZ, die Welt, 3Sat, Basler Zeitung, Standard/Wien, Radio DR, alle haben schon berichtet; euphorisieren tut mich das doch gar nicht, arbeite ja selbst für TV.
    Lehne mich gemütlich zurück und beobachte, wie die Anthros tun, als würde die Welt untergehen. Nächste Woche bin ich im Rahmen der FDP bei einer Veranstaltung in einer Waldorfschule.
    Also Försterliesl (?) immer cool bleiben, nehmt euch nicht so ernst, denn Steiners Weltanschauung ernst zu nehmen ist schon die halbe Miete zur Einweisung in die … naja, oder glauben Sie auch an Mondbrüller und Saturnwesen?

  44. Lieber Nerone,
    Du brauchst Deine Entscheidung Molau hier rauszuschmeißen nicht weiter begründen, er hat sich unmißverständlich positioniert. Offenbar will er – über die von Julio gut erläuterten taktischen Erwägungen hinaus – sein altes soziales Milieu propagandistisch nutzen und ist auch emotional ziemlich appellativ, das, sowie Ravaglis Abgehobenheit und lange Beschäftigung mit dem Thema, dürfte zu dieser unvorsichtigen Interaktion mit dem Revisionismus geführt haben. Wie auch immer; wenn die Herren Grandt und Lichte Molau beforschen oder mit ihm diskutieren wollen, sollen sie das auf ihren eigenen sites oder an ihren eigenen Küchentischen und auf eigenes Rufschädigungsrisiko tun.
    Worum es Grandt geht und was er vorhat, hat er uns in obenstehendem post mit „Anthros und Waldorfschulen haben Angst um das öffentliche Ansehen, wenn man Steiner immer wieder mit seinen (eingefügt: Molaus) Aussagen in Verbindung bringt“ ja ebenfalls unmißverständlich mitgeteilt. Schön für ihn, daß ihn ein Interview mit dem Rundfunk schon so euphorisiert, einen großen und nachhaltigen publizistischen Erfolg würde ich das aber nicht nennen.
    Hab einen friedlichen Abend und lieben Gruß!

  45. Herr Jansen, ich bin für die Meinungsfreiheit eines JEDEN, das war doch keine Kritik an Ihnen speziell. Wir sollten auch das Thema nicht aus den Augen verlieren: die Anthros rudern jetzt wie verrückt, weil ihnen u.a. meine Strafanzeigen hart an den Wind gehen. Gerade komme ich von einem Interview mit Radio SWR zum Thema.
    Anthros und Waldorfschulen haben Angst um das öffentliche Ansehen, wenn man Steiner immer wieder mit seinen Aussagen in Verbindung bringt. Das geht es um Geld, sehr viel Geld.
    Zwei Bundesbehörden haben festgestellt, dass in zwei Büchern von Steiner rassendiskriminierende Aussagen enthalten sind, die Anthros stoppen jetzt selbst (inzwischen) drei Bücher. Aber Steiner hat ja VIEL mehr geschrieben.
    Es gibt noch viel zu tun für mich.

  46. […] denkt Julio zu Kein Verfahren in Deutschland!molau zu Hinweismolau zu Kein Verfahren in Deutschland!nerone zu Kein Verfahren […]

  47. Hey Nerone,

    bin auf dem Weg nach Bali, deshalb nur ein Kommentar für die nächsten Wochen. Die Affäre ist wunderbar um sich anzuschauen, wie dumm anscheinend eine ganze Reihe Anthroposophen in politischen Dingen sind. Ein IQ schlimmer wie der eines Walmart-Toastbrots, dümmer noch als die Papp-Unterlagen, die man bei McDonalds zum Festhalten des Rind-Fleischersatz findet. Von Querfront-Taktiken der Rechten und deren diskursiven Strategien keinen Dunst, aber gerne den Dicken machen wollen. Die Checker wiedermal, die protzen, daß sie das Thema im Griff haben und dann auf die dümmsten Scharaden reinfallen.

    Erinnerst du dich noch wie vor ein paar Wochen die athroposphische Zeitschrift Info3 den „Jungen Freiheit“ auf dem Leim ging, weil die mal den Jungs den Kopf getätschelt haben? Und wie klug und differenziert sich die Geleimten vorkamen? Eitel und Toastbrot.

    Dann schaut man sich an, wie sich da ein Chefapologet der Anthros geriert: Der nächste Oberchecker, der jetzt mal zeigt, wie man argumentativ eine rechtsradikale Socke vorführt, hohohahawieschlauichbinganzdiskursiv. Ein Glück für die Anthros, dass der Checker anscheinend irgendwann wenigstens noch kapiert hat, was die gemeinsame Veröffentlichung mit einem Rechtsradikalen mit seiner Bewegung gemacht hätte.

    Es gibt wesentlich weniger intellektuelle Milieus als die Anthroposophie, die da mehr den Durchblick haben. Grundzusammenhänge über das ABC einer Meta-Politik, den man selbst in der dumpfesten, bierflaschengerümpeligsten Antifa-Betonkopfschulung vermittelt bekommen kann, wenn man nicht die schmalzene Selbstüberschätzung eines hehren Lichtkriegers hat.

    Andreas Molau vom Blog zu werfen ist richtig. Molau hat es leicht. Er muß sich nur als sachlich bleibender, differenzierter, richtigstellender Gesprächspartner gerieren. Klar: zensierst du ihn, bist du intolerant. Aber gibst du ihm Raum, dann kann er sich produzieren. Molaus Siegstrategie ist eine andere als die eines braven bürgerlichen Intellektuellen, der um argumentativer Durchdringung dringt. Einer wie Andreas Molau muß nur die Ausgrenzung überwinden. Er muß gar nicht argumentativ siegen, er muß nur demonstrieren, daß er ein seriöser Gesprächspartner ist und nichts mit den brutalen Glatzköpfen zu tun hat. (Deswegen hatte er auch so schon gewonnen im „Duell“ mit Ravagli. Er hat zwar nicht den Jackpot, aber den Punktsieg.) Jeder schlampige Vorwurf von Dir an seine Adresse gibt ihm Gelegenheit zur Richtigstellung, ein armes Opfer schlechter Recherche und böser Unterstellung.

    Wenn dir ein Werben für völkisches und nationalistisches Gedankengut egal ist, dann kannst du ihn freilich auch reden lassen. Klar ist Molau ein Kronzeuge für jene, die der Anthroposophie Rassismus oder völkisches Denken ankreiden. Molau wird sich wie ein gieriger Maulwurf durch die geistige Unterwelt der Anthroposophie schaufeln, um möglichst viele Belege für seine Bündnispolitik zu suchen. Vermutlich findet er mit seinem Heißhunger nach Gedankenmüll Perlen, die selbst einem Zander oder einer Husmann-Kastein entgangen sind.

    Bis dann

  48. PS: Ich bedanke mich, Herr Jansen, für die Gastfreundschaft.

    Ihren schönen Satz »ich bin hier Hausherr und wenn jemand seine eigene Plattensammlung in meinem Wohnzimmer abspielt, dann schmeiße ich ihn raus.« werde ich mir für politische Veranstaltungen merken.

  49. Wow, eine Menge Belehrungen für den Tag heute. Viele Pädagogen unterwegs…

  50. Bisher, Herr Grandt, habe ich noch nicht zensiert, nur moderiert. Aber dies hier ist meine kleine Heimat und ich fühle mich gleichwohl verantwortlich dafür. Ich kann und will nicht alles kommentieren, was Molau schreibt und sagt. Er wird es, als Politiker und Autor zu genüge an anderer Stelle aussagen können. Ihm öffnen sich, so wie Ihnen ja
    auch, ganz eigene Möglichkeiten, mit einem Wirkungsradius, den wir hier unten, als kommentierende Leser, nicht erreichen (können und wollen). Wir sind nur ein Echo. Auf seiner Seite http://www.andreas-molau.de bleibt ihm die Möglichkeit der Selbstdarstellung – ich meine ich hätte die verlinkt.

    Über alles diskutieren, da bin ich sehr dafür, nur muss nicht alles in einem Forum diskutiert werden. Ich will niemanden bekehren, aber ich will auch nicht jeden Mist drucken. Vielleicht kennen sie meine Seiten nicht, aber sie dienen in erster Linie meiner Auseinandersetzung mit dem von mir gesetzten Thema. Ich lasse mir nicht gerne von anderen diktieren, womit ich mich zu befassen habe. Warum fangen sie jetzt damit an?

    Ich bin nicht irgendein Zensor, ich bin hier Hausherr und wenn jemand seine eigene Plattensammlung in meinem Wohnzimmer abspielt, dann schmeiße ich ihn raus.

    Setzen sie sich doch einfach mit Herrn Molau auseinander! Schreiben sie ihn an! Rufen sie ihn an! In einem Buch kann ja auch die Unmittelbarkeit herausgenommen werden, die hier unten allgegenwärtig ist. Molau kann ich mich nur aus der Distanz und analytisch versuchen zu nähern, vielleicht durch ihr Buch. So fehlt mir die Distanz und das tut nicht gut.

  51. Hallo Herr Jansen,
    ich halte es wie Herr Lichte mit meiner Überzeugung: Ich bin zwar nicht immer der Meinung anderer, aber ich bin dafür, dass man seine Meinung äußern darf und verabscheue Maulkörbe, etc.
    Gerade das ist doch interessant, dass die Anthros/Waldörfler sich nach außen hin radikal von den Rechten abschotten und es doch Menschen gibt, wie Molau und Ravagli, die zusammenarbeiten.
    Ich schreibe gerade an einem neuen Buch zum Thema. Vielleicht kann Herr Molau mir ja mal Infos geben, wie er den Zusammenhang zwischen Anthroposophie und den Rechten sieht? Ich allerdings bin dafür, dass man in einer Demokratie mit „Meinungsfreiheit“ über alles diskutieren sollte, ohne dass ein Zensor, die für IHN falsche Meinung ausblendet.

  52. Also, Herr Jansen, um die Sache abzuschließen – dann können Sie sich wieder selbst bespiegeln und ich werde wieder passiv lesen. Mir ist schleierhaft, wie man so arrogant sein kann. Ich habe nicht behauptet, daß ich der »wahre Anthroposoph« bin.

    Wenn sich jemand abgerichtet benimmt, dann sind Sie das. Kein Nationaldemokrat kratzt Hakenkreuze in das Fleisch junger Mädchen oder treibt Menschen anderer Hautfarbe durch die Städte, noch billigen wir das. Nehmen Sie das zur Kenntnis. Und vor allem machen Sie Ihre Augen auf: In Paris treiben gerade wieder die Vorstadteinwanderer die Franzosen nicht nur mit Schrotgewehren vor sich her. Aber es geht Ihnen ja gar nicht um den Austausch von Argumenten, weil Sie alles wissen, und weil Sie natürlich mit Leuten wie mir nicht diskutieren.

    Meine Haltung widert Sie an. So, so. Und Sie machen einen »Habitus als armer Gebrandmarkter« aus. Nun, ich wünsche Ihnen, daß Ihre Kinder niemals die Schule verlassen, wenn Sie als Vater eine Auffassung vertreten, die der Mehrheit nicht gefällt. Ich wünsche Ihnen nicht den Verlust Ihres Arbeitsplatzes. Und ich wünsche Ihnen nicht, daß Sie aus einem Hotel rausfliegen, weil man sagt, Menschen Ihrer Auffassung bewirtet man nicht. Und vor allem Wünsche ich Ihnen dann nicht solche Leute wie Sie, die sich dann noch moralisch erheben und sich über solche Dinge lustig machen. Sie irren sich Weimar ist immer möglich so wie GULAG und Konzentrationslager jederzeit möglich sind. Sie sind immer dann möglich, wenn man eine Gruppe von Menschen dämonisiert und Ihnen das Menschliche abspricht. Sie sollten sich mal ein wenig mit Geschichte befassen.

    »Bürgerliche Brandstifterlyrik« – mein Gott, was sind Sie toll. Ein echter Demokrat und Christ.

    Und um die Sache endgültig abzuschließen. Ich bin Andreas Molau und nicht Alfred Rosenberg.

    Ich wünsche Ihnen ein weiteres Herz und wenigstens ein bißchen mehr Mut zur Freiheit, die bekanntlich die Freiheit des politisch Andersdenkenden ist.

  53. Hier sagte Rosenberg schon sehr viel deutlicher als früher, was das Ziel nationalsozialistischer Politik war: „Für Europa ist die Judenfrage erst dann gelöst, wenn der letzte Jude den europäischen Kontinent verlassen hat.“ Er propagierte die völkische Exklusion als Projekt „nationaler Sauberkeit“. Diese Rede war ein wichtiges Bindeglied zwischen dem Verbalradikalismus der antisemitischen Rhetorik der Jahre der „Kampfzeit“ und den beispiellosen Vernichtungsaktionen in den besetzten Ostgebieten ab 1941.

    aus: Ernst Piper: Volksstaat oder Weltanschauungsdiktatur?

  54. Als Ergänzung zu Molaus Kommentar bezüglich meiner <a href=“http://www.shoa.de/content/view/75/92/“>Lesegewohnheiten.
    Ach so – und bevor ich es vergesse, es ging schließlich auch um Haltung – hier die meine:

    während eine Kontinuität der Anthroposophie via NS nicht einleuchtend ist, sehe ich sehr wohl einen direkten Draht von NS zur NPD, inkl. ihrer Schergen, der Braunhemden; die, die heute kurze Haare tragen und wie abgerichtete Hunde wahlweise Ordner spielen oder Hakenkreuze in das Fleisch junger Mädchen kratzen; der Meute eben, die Menschen andrer Hautfarbe durch deutsche Kleinstädte treiben, eine Meute deren Bildung und soziale Kompetenz höchst fragwürdig erscheint -ebenso wie das Bestehen eines Sprachtests wahrscheinlich-, Menschen mit einem Demokratieverständnis mit dem, welches selbst Sie auf Ihrer Heimatseite zu vertreten vorgeben, widersprechen müsste.

    Glücklich nur, dass Berlin nicht Weimar ist und Weimar nicht mehr möglich.

  55. Hallo Herr Lichte,

    ich halte Molau nicht für einen seriösen Gesprächspartner. Ich habe mal einen Beitrag weiter oben frei geschaltet. Wenn sie wollen werde ich in Zukunft jeden seiner Beiträge bezüglich seiner Aussagen zu Steiner ungekürzt stehen lassen.

    Der Rest ist aber ziemlich unerträglich, wenn sie mich fragen. Das setzt meiner Geduld vorab die Grenzen. Seine Parteizugehörigkeit ist furchtbar; seine Haltung widert mich an; sein Habitus als armer Gebrandmarkter und aufrechter Demokrat; seine ganze bigott, bürgerliche Brandstifterlyrik kotzt mich an.

    Was mir zum Thema einfällt ist, dass dieser Molau ja für sich beansprucht ein wahrer Anthroposoph zu sein, Steiners Philosophie der Freiheit geatmet zu haben, sich auf Fichte und Hegel zu berufen. Jetzt könnte ich mir ellenlang seine Argumente anhören, warum er in Steiner und der Anthroposophie soviel findet, was wir hier ablehnen. Nicht alle würden sich darüber wundern.

    Auf der anderen Seite müssten wir all das gelten lassen, was Molau als vorgeblicher Demokrat und Freund der Patrioten ex patria nostra, als echter Menschenfreund eben so von sich gibt und am Ende zu dem Fazit kommen, dass auch die Demokratie ein Übel ist, dass Rassismus und Antisemitismus und Geschichtsverdrehung begünstigt, ergo in sich den Keim für solche Gedanken trägt. Was soll Molau für Informationen haben, die Wertvoll wären? Nicht für mich!

    Sowenig ich bereit bin mich hier in Abhandlungen eines Geschichtsfälschers zu erwähren, so wenig verspüre ich lust ihn für Recherchen heran zu ziehen, die mein Zeit in einem Maß bündeln, die ich nicht zur Verfügung habe. Da ich ihm nicht ein freies Podium geben will werde ich seine Beiträge moderieren. Vielleicht kann er ja mit NWA zusammen arbeiten. Der moderiert doch auch exklusiv. Vielleicht lässt sich da etwas machen.

  56. Da wir grad beim hätte, würde, sollte sind: Gut hätte ich gefunden, wenn Ravagli sich also VOLLZEIT um Molau und seine Ansichten hätte kümmern können. Vielleicht HÄTTEN es ihm aber von Anfang an zu viele ausgeredet.

    Ich finde es sehr mutig, dass er sich getraut hat.

    Überhaupt kann ich nur sagen, ich bin froh, dass solche Diskussionen wie die die ich heute gelesen habe, in der Anthroszene möglich sind. Ich freue mich dazuzugehören und zwar auch zu genau DIESER Szene.

    Heutzutage ist es halt Mode, überall Biografien zu hinterlassen und Psychoanalyse zu machen, es bleibt trotzdem für mich die Fragestellung, ob nicht klüger ist, Biografien einfach fortzuschreiben anstatt sie zu hinterlassen. Das WÄRE gelebte Psychiologie.

  57. DIES HIER HATTE ICH ÜBERSEHEN (Anm. nerone); Molau schrieb:

    Gerade ein Mensch der sich als Geschichtslehrer in einer Waldorfschule jahrelang unter dem Radar halten konnte (krasse Lebenslüge Herr Molau)

    Komisch, daß Leute wie Sie immer alles wissen. Glauben Sie mir, ich mußte mich keine Sekunde verbiegen.

    Und: Selbstverständlich sind Bücherverbrennungen, Malverbote etc. ein Tiefpunkt. Dadurch werden heutigen Denkverbote und Bücherverbote aber nicht besser.

    Schließlich: Auch hier wissen Sie womöglich mehr als ich. Aber ich pflege keinen Fremdenhaß zu empfinden – auch auf die Gefahr, daß dies Ihr Weltbild erschüttert.

    Lesen Sie mal den Pädagogischen Jugendkurs – da wird (nicht nur) ihr Problem benannt:

    »Sagt einer etwas, geht man nicht ein auf das, was er sagt, denn man hat ja seinen Standpunkt. Aber dadurch kommt man sich nicht näher. Näher kommt man sich, wenn man seine verschiedenen Standpunkte in eine gemeinsame Welt hineinzustellen weiß. Aber diese gemeinsame Welt fehlt heute ganz.«

  58. Hallo Marco Jansen,

    darf ich Sie um etwas bitten? Ich fände es wünschenswert, wenn hier nicht wieder und wieder behauptet werden dürfte, ich würde „tendenziös zitieren“, wie oben von Försterliesel.

    Wie kann ein Anonymus so etwas behaupten? Langsam sollte doch klar sein, dass ich hier nur schreibe, was ich wirklich belegen kann … dafür stehe ich mit meinem Namen. Ich kann es mir gar nicht erlauben, hier die Unwahrheit zu sagen.

    Meine Kurzdarstellung von Ravaglis Buchbeitrag ist äußerst moderat, Ravagli schreibt einen Riesenmumpitz, der mit „esoterischer Metaebene“ aber auch rein gar nichts zu tun hat. Dann gibt es Textstellen, die mehr als nur Mumpitz sind, beispielsweise läßt Ravagli „die Ebene der Biologie“ nur für die „Rasse“ gelten … vielleicht kommt ja demnächst doch noch ein weiterer Artikel zum Thema.

    Zu Andreas Molaus Kommentaren:

    Ich kann nachvollziehen, dass Sie Herrn Molau hier kein öffentliches Forum bieten wollen: man könnte das falsch auslegen, es könnte evt. Ihren Ruf beschädigen … was ja auch einiges über die Zusammenarbeit von Ravagli-Molau aussagt.

    Andererseits können Sie von Herrn Molau aber wichtige Hintergrundinformationen bekommen, auch zu seiner Tätigkeit als Waldorflehrer in Braunschweig: Er war dort Vorzeigelehrer … vielleicht verbieten Sie ihm nicht pauschal das Wort, sondern hören sich erst einmal an, was er denn zu sagen hat.

  59. Ich habe die Tage auch von diesem Buchprojekt erfahren. Leider zeigt es eine Sache die mich sehr beunruhigt. Es gelingt federführenden Antroprosophen anscheinend nicht NPD Funktionären argumentativ den Kopf zu waschen. Das macht mich sehr traurig und auch wütend.
    Den Versuch dann so abzubrechen ist richtig schwach. Weil es eigentlich nur beweist, das die Antroprosophie ein so fehlerhaft zurechtgezimmertes Weltbild wie den Nazionalismus nicht in Verlegenheit bringt. Nach meinem Erfahrung ist es aber möglich einem Nazionalisten die Paradoxien seiner Denkfehler deutlich vor Augen zu fürhen, wenn man sich auf bestimmte Dinge nicht einläßt. Von allen geschlossenen Weltbildern die mir bekannt sind hat keine so ausgefranste und schlecht zusammengebogene Erklärungslücken.
    Gerade ein Mensch der sich als Geschichtslehrer in einer Waldorfschule jahrelang unter dem Radar halten konnte (krasse Lebenslüge Herr Molau) ist da allerdings kein Gegner wie man ihn sich wünscht … jemand der dort ‚Standardgeschichte‘ lehrte muss sich schon so weit verbogen haben das man von ‚Charakter‘ eigentlich kaum noch sprechen kann. Zusammen mit dem Habitus eines Politikers ist der Mann schon ein hartes Kaliber.
    Mann kann glaube ich sagen das sich Herr Ravagli (den ich noch nicht wahrgenommen habe) an diesem Menschen übernommen hat. Und damit hat er sich wie schon sehr viele vor ihm an so einem Projekt übernommen. Er hat sich das Heft aus der Hand nehmen lassen und konnte sich der Denkwelt des Herrn Molau nicht entziehen. Der Fehler liegt in dem Unterfangen selbst, man kann nicht als Wochenendbeschäftigung die fundamentale Denkweise eines eingeweihten und bekennenden Nazionalisten ins wanken bringen … das hätte Herr Ravagli einer Vielzahl psychologischer und soziologischer Schriften entnehmen können.
    Das Resultat heisst für mich: „Wir wollen diesem Menschen keine derartige Plattform bieten“ … du hasts voll in den Sand gesetzt, aber bist Dir zu fein das zuzugeben.

    @Molau: „Früher hat man Bücher verbrannt, heute verschweigt man sie oder zieht sie anderweitig aus dem Verkehr.“ … Jaja die bösen Nazis damals mit ihren totalitären Methoden echt schlimm, ne?
    Steiner ist mit sehr vielen Arten des Denkens in Einklang zu bringen … man muss nur stark selektieren. Im Falle von Fremdenhass muss man so zimlich die ganze Indoktrination zum eigenen Weltbild aus völlig anderen Quellen nehmen und kann in der Antroprosophie nur etwas erkennen das fremd/anders aber wehrlos ist.
    In diesem Punkt ist aber jeder Mensch gleich, selbst wenn man alles ‚Andere‘ ablehnt und verachtet … der Mensch braucht den Spiegel um sein Ego zu füttern, im Falle einer krankhaft verirrten Person kann das auch schon mal Angst, Entsetzen, Fassungslosigkeit und Wut sein was da genossen wird … haptsache es kommt irgendwas zurück.

  60. Sie sind also nicht nur totalitär, sondern Sie bilden sich, nerone, Ihr Urteil immer auch aus Sekundärquellen? Das ist wenigstens stimmig.

    Daß ich den 8. Mai nicht als Tag der Befreiung ansehe, angesichts alliierten Bombenterrors und Vertreibung, ist in der Tat meine Haltung. Deutsche Gerichte hätten die Verbrechen, die im Dritten Reich verübt worden sind, nach dem Krieg besser richten können als jene, die für den Abwurf von Atombomben (USA)oder für das massenhafte Abschlachten von Menschen (Sowjetunion) verantwortlich waren.

    Rudolf Steiner hat sich nach dem Ersten Weltkrieg sehr intensiv mit der Kriegsschuldfrage auseinandergesetzt. Daß dies heute unter Strafe gestellt wird, halte ich im Sinne eines freien Geisteslebens für einen Skandal.

    Ob Rosenberg ein Feigling war, das können Sie vielleicht besser beurteilen. Das Zitat bei Wikipedia halte ich nicht für seriös. Ich habe ein solches nicht gefunden. In den Gerichtsakten zu Nürnberg steht es jedenfalls nicht. Rosenberg hat im Rahmen seiner Ostpolitik mehrfach die aggressive deutsche Politik in Rußland offiziell scharf kritisiert. Aber ganz unabhängig davon: Was wollen Sie damit sagen. Ich habe mich im Rahmen einer wissenschaftlichen Arbeit mit Alfred Rosenberg auseinander gesetzt, um die Weltanschauung des NS zu verstehen.

    Die NPD nun ist keine Nachfolgeorganisation der NSDAP. Nationalismus oder nationales/völkisches Denken ist älter als das Dritte Reich. Ich beziehe mich in meinem Denken hauptsächlich auf Denker wie Fichte aber eben auch Steiner, der das »Erkenne Dich selbst« als Voraussetzung für die Entwicklung Europas gesehen hat. Diese nationalen Wurzeln wollen Anthroposophen heute gern verschweigen. Man kann aber nicht auf der einen Seite die Erkenntnisse Steiners in 70 % der Fälle als die eines Eingeweihten betrachten, um bei den restlichen zu behaupten, er sei zeitverhaftet und habe sich geirrt. Daran krankt diese ganze Reinwaschungstatktik, die hier betrieben wird.

  61. Mein Dank für Richtigstellung und Darstellung des Buchprojektes geht natürlich an Sebastian Gronbach; Herrn Lichtes Zitierungen, so tendenziös sie auch ausgewählt sein mögen, lassen befürchten, daß den nicht-Anthro-Lesern (und auch anderen) die esoterische Meta-Ebene in Ravaglis Buch schwer auf den Geist gehen wird. Aber Ravagli ist nicht auf Esoterik reduzierbar, hier dazu ein paar informative links:

    eine Rezension Zanders über Ravaglis „Unter Hammer und Hakenkreuz“
    http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensionen/2005-2-104

    eine Besprechung Sünners von Ravaglis „Deutschlands europäische Sendung“
    http://www.info3.de/ycms/printartikel_1412.shtml

    ein umfangreiches Projekt „Postmaterialismus“ des Wiener Passagen-Verlages,
    an dem Ravagli beteiligt war
    http://www.philosophia-online.de/mafo/heft2001-05/postmat23.htm

  62. Als Anlaufstelle.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Andreas_Molau
    Ich bin mir über die Mängel solcher Biographien bewusst. Ein Blick auf Ihre Seite erläutert Ihre Haltung besser und überlässt es dem Leser Bekenntnisse einzuordnen:

    Der 8. Mai 1945 war für mein Verständnis kein Tag der Befreiung, sondern ein Tag der Niederlage. Deutsche Städte waren zerbombt, die Bevölkerung geschändet und vertrieben worden. Konnte man so etwas feiern? A.M.

    und weiter:

    Die Kriegsschuld für den Zweiten Weltkrieg – sie durfte nicht diskutiert werden. Die Frage der Souveränität des Nationalstaates – sie durfte nicht diskutiert werden. Meine Abschlußarbeit war eine Provokation, denn über Politiker wie Alfred Rosenberg durfte man natürlich an einer deutschen Universität nichts Positives herausfinden A.M..

    Bei Wikipädia ist nur recht lapidar zu lesen:

    Einen weiteren Text Rosenbergs vom 18. November 1941 zum Völkermord an den Juden Europas erwähnt Molau nicht. Rosenberg schrieb, der Osten (Europas) ist „berufen, eine Frage zu lösen, die den Völkern Europas gestellt ist: … die Judenfrage. Im Osten leben noch etwas sechs Millionen Juden, und diese Frage kann nur gelöst werden in einer biologischen Ausmerzung des gesamten Judentums in Europa. … Und dazu ist es notwendig, sie an den Ural zu drängen oder sonst irgendwie zur Ausmerzung zu bringen.“ Wiki.

    Millionenopfer hatte ihr p o s i t i v e r Politiker schon 1933 vorausgesehen. Er lieferte eine astreine Philosophie des Grauens ab. Er war ein gut organisierter Dieb an den Todgeweihten und mit Freude lese ich, dass er ein mieser kleiner Feigling war, der Schuld nicht eingestehen konnte. Diese Feigheit hat er mit all jenen gemein, die revisionistisch die Geschichte unseres Landes versuchen neu zu fabulieren.

  63. So, so, Sie sind totalitär. Das unterscheidet uns. Dann behaupten Sie aber nicht, Sie hätten irgendwas mit Anthroposophie zu tun.

  64. Ach, sie lesen auch hier? Na, das ist ja was! Es gibt Sachen um die wir hier nicht ringen werden, Herr Molau. Eine Diskussion in ihrem Sinne lasse ich hier nicht zu Herr Molau, weder im Steinerspeech noch esoterisch verbrämt. Ich bin da ziemlich totalitär. Im Gegensatz zu Steiner und Anthroposophie habe ich über Ihresgleichen eine dezidierte Meinung, die ich nicht überprüfen muss!

  65. Ja, lieber Herr Gronbach. Sie sollten nicht von sich auf andere schließen. Diskussionen finden in der Regel nicht statt, um jemanden vorzuführen, sondern um um eine Sache zu ringen. Allein eine offene Diskussion ist schon »verboten«. Sonst hätte ein fertiges Buch ja nicht zurückgezogen werden müssen. Früher hat man Bücher verbrannt, heute verschweigt man sie oder man zieht sie anderweitig aus dem Verkehr.

    Steiner und nationales Denken – das ist sehr gut in Übereinstimmung zu bringen. Und deshalb ist auch das Buch nicht erschienen, und deshalb findet keine Diskussion statt.

    Mit Rudolf Steiner und/oder geistiger Freiheit hat eine solche Diskussionsverweigerung aber nichts zu tun.

  66. Danke für die Richtigstellung und Darstelllung des Buchprojektes!

  67. Dieser Kommentar wurde auf Wunsch des Autors gelöscht.

    nerone
    26.03.2009

  68. Lieber Försterliesel,

    das hier: „Außerdem haben wir davon auszugehen, daß Ravagli zum Zeitpunkt der Buch – Kooperation Molaus NDP-Engagement nicht bekannt war.“
    stimmt natürlich ganz und gar nicht. Natürlich wusste Lorenzo Ravagli um diesen Umstand – das ist doch selbstverständlich.

    Er war ja geradezu ein wesentlicher Grund, dieses Buch mit/gegen Molau zu machen. Er wollte mit guten Argumenten gegen Molaus Argumente vorgehen, der ja mit Steiners und Hegels Philosophie seine Nazi-Denke zu untermauern versucht. (Molau hingegen hatte vermutlich die selben Hoffnungen…)

    Anstatt nur zu behaupten, dass Steiner und Nationalsozialismus nichts, aber auch gar nichts miteinander zu tun haben und nur zu sagen, dass sei Quark mit Soße, wollte Ravagli nachvollziehbar und im Streitgespräch zeigen, _warum_ das Quark mit Soße ist.

    Man nennt soetwas „den Gegner vorführen“. (Was nun vermutlich auch wieder Molau vorhatte)

    Dieser Versuch, sich auf der argumentativen Ebene mit dem Rechtsradikalismus auseinanderzusetzen, ist nun vorerst gescheitert.

    Sich zu den genauen Gründe zu äussern, überlasse ich Lorenzo Ravagli.

    Wenn ich auch mit Ravagli oft und öfter dezidiert anderer Meinung bin, so lässt der Versuch der argumentativen Auseinandersetzung mit dem Rechtsradikalismus selber, keinesfalls darauf schließen, dass Ravagli mit Molau „gemeinsame Sache“ macht. Im Gegenteil.

    Herzlich
    Sebastian Gronbach

  69. @ Herr Lichte:

    1) laut „Stern“ wurde das Buch von Ravagli nicht autorisiert und erschien nicht; wie auch immer Sie zum Manuskript gekommen sein sollten: jeder hat das Recht auf schlechte Manuskripte, das Manu geht uns nichts an! Außerdem haben wir davon auszugehen, daß Ravagli zum Zeitpunkt der Buch – Kooperation Molaus NDP-Engagement nicht bekannt war.

    2) vor kurzem erst habe ich Ihren Bericht über Ihre Waldorf-Lehrer-Ausbildung und Ihre Praktikums-Erfahrungen gelesen und kann sagen, daß ich Ihnen das durchaus alles glaube.
    Es gibt aber auch andere kognitiv und sozial hermetische Milieus: versuchen Sie mal in der Facharzt-Ausbildung aufzumucken, versuchen Sie als junger Ökonom in einer Interessensvertretung Paradigmenwechsel anzudenken – Sie werden rausfliegen und Sie werden keine Gelegenheit bekommen bei der „Konkurrenz“ anzuheuern.

    ad Ravagli:

    1) ich kenne nicht sehr viele Texte von Ravagli (weil ich überhaupt nicht gerne Fun ktionärsprosa lese, nirgends!) und finde seine Texte – er ist Altersgenosse – sehr heterogen: einerseits traditionskritisch, andererseits eben abseits vom akademischen Denkstil und dadurch hermetisch. Diese anthroposophische Textproduktion „a part“ des akademischen mainstreams hat esoterische Gründe, ist aber auch Folge der Parallellausbildungen (außer bei den Ärzten). Lediglich der Hardenberger Kreis schließt da auf. Darüber wissenssoziologisch zu diskutieren wäre interessant.

    2) im ersten post hatte ich nicht gemeint, Ravaglis Buch sei ein lohnenderes Objekt zur Indizierung als Steiners Schriften, sondern ich meinte damit NDP – Produkte etc.

    3) Kontakte zu rechts: diese Problematik wurde schon in der Eva Herrmann – Geschichte sichtbar. Nun hätte die Anthro-Szene mit dem Grundgehalt aber tatsächlich einen nicht regressiven, nicht reaktionären Paradigmenwechsel anzubieten der Frauen/Eltern/Familien individuelle Lösungen ermöglicht. Darauf sollten die Anthroposophen sich konzentrieren!
    Nebst allerlei Merkwürdigkeiten gibt es nämlich tatsächlich Befreiungspotential und Radikalität im anthroposophischen Denken.

    ad Zander und Frau Husmann-Kastein:

    – so eine Habil war eigentlich längst schon fällig; Zander ist keineswegs feindseelig, Kritiken zur Methode gehen daneben. Erläutert werden muß das Drüber-hinaus und das ist auch möglich, weil jeder (jeder!) Mensch Erfahrungen hat, die vom Reduktionismus nicht gefaßt werden können. In diesen Bereichen: der Körper, das Wohlsein, das himmlische Wesen Kind,
    unser Einssein mit der Erde und ihren Wesen, Verteilungsgerechtigkeit, ist die Attraktivität der Anthros auch ungebrochen.

    – ich kenne das Gutachten nicht; es wird schon lege artis sein, warum sollte jemand mit dieser Spezialisierung den Gutachterauftrag ablehnen ? analysieren statt dämonisieren!

  70. Die mangelnde Kompetenz anthroposophischer Historienmalerei wurde ja von NWAII auch schon bemängelt und ich sehe das ganz genau so. Daher auch meine Ablehnung gegenüber Ravaglis Schriftstücke zur Ehrenrettung anthroposophischer Grundlagen.

    Leider hat er ein gewisses Standing, da gebe ich Ihnen recht, Herr Lichte. Man wird sehen. Der Druck im Kessel müsste mittlerweile ziemlich hoch sein. Und heiß ist es auch. Ich wage keine Prognosen aber es ist eigentlich die richtige Zeit für substantielle Veränderungen.

  71. Das klingt interessanter, werter Waldorf, als ich befürchtete. Warum dann keine Veröffentlichung? Ist die Abgrenzung denn nach ihrer Einsicht gelungen?

  72. Werte HerrInnen,

    mir liegt nur die Verlagsankündigung des Buches „Falsche Propheten“, mit dem Untertitel „Anthroposophie und völkisches Denken. Eine Abgrenzung in Form eines Briefwechsels“, vor.
    Ist der Versuch einer „Abgrenzung“ denn schon eine Kooperation?

    hlg Waldorf

  73. Hallo Marco Jansen,

    ich weiß nicht, ob Ravagli so einfach von der Bildfläche verschwinden kann:

    Ravagli hat noch in der November-Ausgabe der „Erziehungskunst“ einen Artikel veröffentlicht: „Was ist Rassismus?“

    Darin spricht er, wie zu erwarten, Steiner frei – in alen Punkten.

    Der Artikel wurde auf einem Info-Abend einer Berliner Waldorfschule als DER Beweis für die Unhaltbarkeit der „Rassismusvorwürfe“ den fragenden Eltern zur Lektüre empfohlen.

    Auch ist Ravagli Autor des immer wieder zur Entlastung Steiners zitierten Buches „Rassenideale sind der Niedergang der Menschheit“ (was übrigens KEIN Steiner-Zitat ist …)

  74. Hallo Herr Lichte,

    vielen Dank für die Ergänzung durch die Begründung der Staatsanwaltschaft, die Ihnen zugestellt wurde. Hierdurch wird darin meinem Beitrag dargestellte Sachverhalt tatsächlich transparenter.

    Es bleibt mein Versuch nicht in Reflexen zu verharren. Ich hoffe dem einigermaßen gerecht zu werden.

    Dass das Buch unglaublich ist habe ich befürchtet. Solange der mist nicht veröffentlicht wird werde ich mich nicht damit beschäftigen. Ich halte Ravagli für einen Dinosaurier. Ob der nun wegen einer Eiszeit oder einer Sinnflut von der Bildfläche verschwindet, oder wegen nicht Beachtung, ist mir gleich. Ich hoffe nur, ich bin nicht der Einzige, der ihn so einschätzt. Ich fürchte der hat auch eine Fankurve.

  75. Hallo Marco Jansen,

    freut mich, dass Sie wirklich die PROBLEME ansprechen, und nicht reflexartig über die Überbringer der schlechten Botschaft herfallen. Danke!

    Zur Einstellung des Verfahrens in Deutschland:

    Ich habe einmal selber Strafanzeige gestellt (siehe unten). Im Buch „Menschheitsentwicklung und Christus-Erkenntnis“ von Rudolf Steiner sind Schaubilder abgedruckt, die aber wirklich JEDEM hier die Haare zu Berge stehen lassen würden:

    Auf Seite 245 wird die Entwicklung vom „Atlantier“ zum „Europäer“ gezeigt, mit zwei „dekadenten Abzweigungen“:

    „Affengeschlecht – dekadente Abzweigung“ / „Indianer – dekadente Abzweigung“

    Auf Seite 247 davon noch einmal eine extended version: vom „Mensch“ zum „Arier“ …

    Die Begründung der Verfahrenseinstellung durch die Staatsanwaltschaft:

    Staatsanwaltschaft Berlin
    Berlin, 9. September 2004
    Tel. Vermittlung 030 – 90 14 – 0
    Durchwahl 030 – 90 14 – 2300

    [Staatsanwalt Heitmann, Tel. 030 – 9014 – 2779 (Stand 2004)]

    Sitz: Berlin (Moabit), Turmstr. 91

    Gesch.-Nr. 78 Js 946/04
    Dez.: 925

    Sehr geehrter Herr Lichte,

    Ihre Strafanzeige vom 2. September 2004 gegen die presserechtlich verantwortlichen Personen des Buches „Menschheitsentwickelung und Christus-Erkenntnis“ von Rudolf Steiner gibt keine Veranlassung, in strafrechtliche Ermittlungen einzutreten.

    Ungeachtet des Umstandes, dass nach den presserechtlichen Vorschriften eine Strafverfolgungsverjährung eines etwaigen Presseinhaltsdeliktes des im Jahre 1981 erschienenen Druckwerkes bereits eingetreten ist, erfüllen die von Ihnen inkriminierten Passagen nicht den Tatbestand der Volksverhetzung nach § 130 StGB, da die entsprechenden Ausführungen des Begründers der Anthroposophie gemäß §§ 130 Abs. 2 und 5 i.V.m 86 Abs. 3 StGB der Wissenschaft, der Forschung und der Lehre sowie der Berichterstattung über Vorgänge des Zeitgeschehens und der Geschichte dienen und somit ein Tatbestandsausschluss vorliegt.

    Das Verfahren war daher einzustellen (§ 170 Abs. 2 StPO).

    Hochachtungsvoll
    Heitmann
    Staatsanwalt

    An dieser Stelle habe ich mich entschieden, einen anderen Weg zu gehen, der Rest dürfte bekannt sein.

    P.S.: Das Molau-Ravagli-Buch liegt mir vor. Unglaublich!

  76. jetzt würde mich aber doch interessieren, wo es denn überhaupt über die ravalli/molau geschichte etwas nachzlesen gibt. ich habe nur etwas von zurückzug einer geplanten publikation gelesen.
    e.a

  77. Es geht um Konkurrenz zur Waldorfschule, deswegen und nur deswegen das Gegrabe nach anrüchigen Steiner-Stellen. Daß hier dieser Heuchelei so aufgesessen wird, erstaunt mich schon.

    Für mich nicht.
    Ich denke die Stellen sowie ihre Implikationen liegen schon seit ca 1995 auf dem Tisch. Dass es mehrmals Ergänzungen gab, zu einer Liste, die fortgeschrieben wird, weil es von Vorstand zu Vorstand versäumt wird sich der Thematik zu stellen, ist ein schwaches Bild für den karmageleiteten anthroposophischen Weg. Dann noch Spezialisten wie Ravaglie an die Front zu schicken, die mit Dünkeln agieren, nicht aber mit Fakten ist ebenso schwach. Ich sehe hier nicht ausschließlich eine „bildungspoltzische“ Tendenz, eher eine Zwangsläufigkeit, berührt doch die Anthroposophie die Gesellschaft am unmittelbarsten in den Waldorfschulen. Wer also in die Anthroposophie hineingeworfen wird und sich erst nach und nach mit seinen Inhalten und seiner Sprache und seinen Heiligtümer konfrontiert sieht, hat Grund zur Unruhe – es sei denn er hat ein Umfeld, welches ihm einen unverkrampften Blick auf praktizierende (gibt es die? vielleicht falsches Wort, besser: sozialisierte?) Anthros ermöglicht (in etwa meine Position).

    Auch, Försterliesel, finde ich den Fingerzeig nach Aussen, wenn es im Hause stinkt, nicht angebracht. Das ist ein Ravagli-Reflex, wenn ich das mal so sagen darf. So jedenfalls habe ich den erlebt. Wusste genau bescheid über Zander und seinen „Background“ (katholisch, etc. – als wäre es ein Feindbild) und Huseman-Kastein (Links-irgendwas – klang sehr gefährlich, wie er es betonte), übersieht aber gänzlich mit welchen Gesinnungen er zusammenarbeitet?

    Also: laßt die alten Kladden und wendet Euch bitte der Gegenwart zu!
    Die Kladden sind alt, wenn sie bearbeitet sind. Das wurde versäumt. Das wurde von Generation zu Generation weitergegeben. Verschleppt. Keine Entwicklung. Deart Rückständig, dass ich an Gronbachs Vision einer höheren Bewusstseinsstufe der aktuellen Generation stark zweifeln muss und dies nurmal als EINEN Beleg dafür nehmen möchte. Wir wissen nicht viel mehr als Generationen vor uns. Wüssten wir mehr, dann handelten wir anders, als wir es heute tun. Oder wir haben ein ganz, ganz mieses Karma….

    Natürlich hast du aber recht, dass die Molau/-Ravaglli-Sache aktueller ist und bearbeitet werden muss. Mal sehen was da geht!

  78. „sagt natürlich nur etwas über das Rechtsverständnis der Bundesrepublik aus“

    — ja was dachtet Ihr? Dürfte dann Steiner nur mehr aus dem Giftschrank heraus mit Sondergenehmigung beforscht werden ? Gibts nicht noch Aktuelleres, tatsächlich Brisantes für die Ermittler ?
    Die Editionspraxis wurde korrigiert, das ist gut so, und den Querulanten (denn um solche handelt es sich) damit entgegengetreten.
    Es geht um Konkurrenz zur Waldorfschule, deswegen und nur deswegen das Gegrabe nach anrüchigen Steiner-Stellen. Daß hier dieser Heuchelei so aufgesessen wird, erstaunt mich schon.
    Es gäbe genug aus Archiven zu zerren und zu indizieren, und natürlich macht das niemand,
    solchen Mühen unterziehen sich Leute nur mit dem klaren Motiv der Denunziation.
    Eine andere Geschichte ist die Kooperation mit Molau; Ravagli sollte da ganz differenziert Stellung beziehen und klarstellen, daß er zum Zeitpunkt dieser Kooperation nichts von Molaus
    NDP-Nähe wissen konnte. Wo aber inhaltlich die Nähe zu jemandem bestand, der dann die NDP berät, würde mich auch interessieren ! Mit Positionen die Frauen wieder auf Mutterschaft und Haushalt reduzieren wollen, läuft man ja durchaus Gefahr!
    Also: laßt die alten Kladden und wendet Euch bitte der Gegenwart zu!

Kommentare sind geschlossen.

%d Bloggern gefällt das: