Eine gute Nachricht?

Bücher von Rudolf Steiner wegen Selbstverpflichtung des betroffenen Verlags nicht indiziert

Das 12er-Gremium der Bundesprüfstelle hat in seiner Sitzung vom 06. September 2007 folgende Entscheidung getroffen: Die Bücher „Die Mission einzelner Volksseelen im Zusammenhang mit der germanisch-nordischen Mythologie“ und „Geisteswissenschaftliche Menschenkunde“ von Rudolf Steiner werden nicht in die Liste der jugendgefährdenden Medien aufgenommen.

Das 12er-Gremium, das sich aus ehrenamtlichen, weisungsunabhängigen Beisitzerinnen und Beisitzern aus unterschiedlichen gesellschaftlich relevanten Gruppen zusammensetzt, hat im Hinblick auf diese Entscheidung umfassend diskutiert. Das Gremium ist, wie auch das Antrag stellende Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, der Auffassung, dass die vorgelegten Bücher Elemente aufweisen, die aus heutiger Sicht als rassistisch zu bewerten sind. Von der Indizierung wurde jedoch abgesehen, da der betroffene Verlag in der Sitzung zugesichert hat, die jetzigen Bücher innerhalb eines Zeitraums von einem halben bis spätestens einem Jahr durch eine kritisch kommentierte Neuauflage zu ersetzen bzw. als Sofortmaßnahme den bis dahin ausgelieferten Exemplaren ein entsprechendes Beiblatt beizufügen.

Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften 06.09.2007

Es bleibt der Beigeschmack, dass die anthroposophischen Gremien, Verantwortlichen, oder wie auch immer, Getriebene sind und nicht Akteure. Das ist in der ganzen Debatte meine maßgebliche Kritik. Im Ergebnis wird die Anthroposophie zur Reflexion gezwungen. Das ist zwar nicht das beste Bild für eine „Bewegung“, nämlich geschoben zu werden, aber offensichtlich notwendig. Zudem ist die Anthroposophie offensichtlich in der Lage sich in Bewegung zu setzen und sich der, sicherlich leidvollen, Auseinandersetzung zu stellen.

Darauf will ich besonders hinweisen: Trotz und gerade wegen der Kontroverse auch in diesem Blog, in dem zumeist dialogisch schon einige Debatten geführt wurden erkenne ich ein Problembewusstsein, dass von Seiten der Kritik nicht wahrgenommen wird. Zumindest nehme ich dass für die Leser dieses Blogs in Anspruch. Sonst würden sie sich wohl kaum hier einfinden. Denke ich.

Gerne nehme ich Kommentare zu dem Thema entgegen, mich interessiert Eure Meinung. Sie sollen sich bitte ausschließlich auf das Urteil beziehen und dieses bewerten. Eine Bewertung von Kommentatoren und Personen, seien es Kritiker oder nerone-Leser lasse ich nicht zu, bzw. nicht lange stehen. wenn das nicht funktioniert sperre ich die Kommentarfunktion!

Weitere Stimmen und Hintergründe (wird aktuallisiert):

48 Antworten

  1. Ich danke Herrn Geiss für seine Ausführungen.

    Ich schließe an diesem Punkt diesen Diskussionsstrang. Ich möchte mich weiter oben bei Barbara bedanken, die einzig, außer -in vorbildlicher länge- Herrn Geiss, noch etwas zum Urteil zu sagen hatte. Eine weitere Moderation erscheint mir unnötig und unmöglich. Sind einige, wie ich finde, ins offene Messer gelaufen. Sebastian kann wohl nicht anders und ist da ebenso pathologisch wie Herr Hau. Kann ja sein, dass ich Sebastian auch noch lieben lerne.

  2. ich schaue mir diese Diskussion schon ein paar Tage an und war versucht zu kommentieren. Ich habe keine Lust auf Saalschlachten mehr.
    Wir haben hier bei Nerone vor einiger Zeit über Rassismus diskutiert. Herr Steiner hat wirklich gruselige Sachen behauptet, wenn er sie gesagt hat. Das steht ja alles in nicht durchegesehenen Vorträgen drin, die posthum veröffentlicht wurden.( Herr Hau stimmt doch oder?) Die Rezeption dieser Vorträge bei den Anthroposophen war immer, so hat man halt damals über Afrikaner und andere Nationen gedacht und ausserdam der Kant war ja ein viel grösserer Rassist ( Danke Herr Hau) Als ich meine Grossmutter fragte, wie war das eigentlich mit den Juden damals hast Du da was mitbekommen, hiess es nach einiger Zeit, naja also der Stalin hat genausoviele umgebracht. HmmmmH! Herr Hau Sie erinnern mich an meine Grossmutter ehrlich.
    Ich habe damals gesagt hier bei Nerone, dass sich die Kaderleute der Anthroposphie wirklich um eine interne Diskussion dieser Schriften bemühne sollten. Nein es kommt zu
    staatlichen Gremien mit Auflagen. Autsch!!! Genau das hätte ich der Anthroposophie nicht gewünscht. Und hier liegt meine Entäuschung in allen anthroposophischen Medienblättern, dass nichts geschah die Leute aufzrütteln. Nein man hat diesen völkischen Jargon übernommen „Die Hierarchie der Erzengel bei einer Bundestagswahl im nationalen Bewusstsein zu erleben“ oder der Erzengel Michael ist für den Staat Israel zuständig, um Ariel Sharon in einen friedensengel um zu modellieren, zum Glück arbeitet dieser Mensch nicht mehr bei Info 3.
    An dieser Stelle möchte ich daraufhinweisen, dass Herr Gronbach auf meine Intiative hin einen sehr gelungenen Artikel über die Aufführungspraxis des DreiKönigsspiel geschrieben hat. Es gibt Rassismus in der Anthroposophie, er kommt versteckt daher und hat unzählige Menschen auf die subtilste Weise verletzt und gedemütigt. Aber da wird nicht darüber geredet. Es wird einfach weiter gewurstelt. Von daher begrüsse ich diese Diskussionen hier und Herr Hau es will Ihnen hier niemand eine auswischen. Gerade Sie sind jetzt gefragt eine interne Diskussion anzuregen. Das Zeug haben Sie doch dazu. Auf was warten Sie eigentlich noch?
    Andreas Geisss

  3. Felix schreibt:

    „Richtig. Aber ich hatte immenses Glück!“

    Wie man’s nimmt.

    „nd nun lesen wir nochmal ganz langsam die ganze Diskussion, ja?“

    Ne, einmal reicht, mir zumindest.

    Schlafen Sie wohl.

  4. @Felix Hau: OK, es gibt mehrere Sebastians, sorry,wie könnte ich auch nur denken, pardon, schreiben, dass es dér Sebastian war, und noch einmal sorry, dass ich so vermessen war zwischen deinen wertvollen beiträgen einfach nur so etwas zu denk…eh, zu schreiben.
    PS: wo herr Geiß ist? Keine ahnung, der hat wahrscheinlich schon länger die nase voll.
    l. grüße, tc kronstadt

  5. Sebastian schrieb:

    Nein! Im Unterschied zu Ihnen.

    Richtig. Aber ich hatte immenses Glück!😉

    Natürlich ist der Jugendschutz eine Einschränkung, nicht nur der Meinungsfreiheit, sondern z.B. auch der “Trink-Freiheit”.
    Beides aber mit Gründen und im Rahmen eines rechtsstaatlichen Systems.

    Fein gemacht.
    Und nun lesen wir nochmal ganz langsam die ganze Diskussion, ja?

  6. NWA,

    Ihre angeblich peinliche Berührtheit angesichts des Umstandes, dass Sie hier kommentieren, aber auf Ihrem Blog die Kommentare der bösen Anthroposophen nicht freischalten, weil es angeblich nicht anders geht, nimmt Ihnen sowieso niemand ab.
    Ich habe vor einigen Tagen Ihren inhaltlich irrenden Post „Spirituelle Verfassungskonformität“ sachlich richtigstellend kommentiert. Es gibt keinen vernünftigen Grund, den Kommentar nicht freizuschalten – unvernünftige Gründe gibt es natürlich mehr als genug, und ich liege sicherlich nicht falsch, wenn ich vermute, dass es letztere sind, die Sie in dieser Angelegenheit bewegen.

    Wissen Sie, was ich schade finde?
    Sie demontieren sich selbst.
    Ihre beiden ersten Beiträge zum „anthroposophischen Umgang“ mit dem Unfalltod des kleinen Theo Faiss kann nicht nur ich nachvollziehen und die Kritik sogar begrüßen. Auch die Beiträge zum Thema „Prügel in der Waldorfschule“ hatten noch hinlänglich Hände und Füße. Anschließend sind Sie leider zunehmend in die ausgelatschte Spur ewig gleicher, blödsinniger ideologisch motivierter Vorwürfe gerutscht. Und Ihr bislang letzter Beitrag – „Schrecklicher Verdacht“ – ist nur noch absurdes Geschwafel.
    Können Sie sich nicht mal einen Ruck geben?
    Sonst mach ich’s.😉

  7. Fellix befürchtet:

    „waren Sie vielleicht Waldorfschüler?“

    Nein! Im Unterschied zu Ihnen.

    Natürlich ist der Jugendschutz eine Einschränkung, nicht nur der Meinungsfreiheit, sondern z.B. auch der „Trink-Freiheit“.

    Beides aber mit Gründen und im Rahmen eines rechtsstaatlichen Systems.

  8. Meine Güte, Sebastian, es ist doch nicht zu fassen – waren Sie vielleicht Waldorfschüler?
    Jugendschutz schränkt Meinungsfreiheit ein.
    Persönlichkeitsrechte tun dies u.a. auch.

  9. Guten Morgen Felix,

    Bei der Entscheidung ging es nicht um Meinungsfreiheit, sondern um Jugendschutz.
    Daher der Name der Bundesprüfstelle.

  10. Liebster Kronstadt,

    abgesehen davon, dass Sie mir nun hier gerade noch gefehlt haben (apropos: wo ist eigentlich Herr Geiss?): es gibt auf der Welt mehrere Menschen, die Sebastian heißen.
    Erst denken, dann schreiben.

  11. Hallo, Sebastian, guten Morgen!
    Die uns hier thematisch bewegende Entscheidung der Bundesprüfstelle, die auf Grundlage eines Gesetzes die Meinungsfreiheit einschränkt, ist gerade mal zwei Tage alt. Damit scheinen Sie ja kein Problem zu haben, woraus ich immerhin schließe, dass es Ihrer Ansicht nach Fälle gibt, in denen Meinungsfreiheit zu Recht eingeschränkt wird. Ich darf – ein bisschen überflüssigerweise, aber bei Ihnen bin ich mir da unsicher – darauf hinweisen, dass da für irgendwen ganz anderen Meinungsfreiheit offenbar schwer erträglich gewesen ist.

  12. ??? Während man hier kommentare liest, haben sich schon wieder 2 bis 3 neue kommentare dazugesellt – und Nerones ursprüngliches Ziel, hier eine Sammlung von meinungen zum bekannten urteil zu geben, geht unten in den sich tatsächlich öffentlich bekämpfenden und gegenseitig onanierenden Info3-Mitarbieitern – lachende dritten sind hier wohl die dame NWA und herr Lichte… eine etwas unprofessionelle darbietung, die ich so von euch nicht erwartet hatte…
    l. grüße, tc kronstadt

  13. Felix Hau onaniert:

    „für welches hehre Ziel Sie Ihren Fieselschweif besonders doll schwenken?“

    Och nö, das können Sie besser alleine.

    „Oder meinen Sie, Rechtsstaat sei dazu da, sich Ihren Launen anzupassen?“

    Nein, Sie und Barbara2 dürfen ja auch sagen: Rassismus ist kein Rassismus. Das ist erlaubt. Es ist aber auch erlaubt zu sagen: Doch, Rassismus ist Rassismus.

  14. Ja, Meinungsfreiheit scheint für Sie schwer erträglich zu sein, aber sie ist nun einmal durch den Rechtsstaat garantiert.

    :-)))))))))))))))))))))))))))))))))))
    Aua.
    Wollen Sie sich nicht wenigstens mal entscheiden, für welches hehre Ziel Sie Ihren Fieselschweif besonders doll schwenken?
    Oder meinen Sie, Rechtsstaat sei dazu da, sich Ihren Launen anzupassen?

  15. Barbara2 schreibt:

    „das es schwer würde, dagegen etwas zu unternehmen“

    Ja, Meinungsfreiheit scheint für Sie schwer erträglich zu sein, aber sie ist nun einmal durch den Rechtsstaat garantiert.

  16. also ich finde das urteil gut, und hoffe, dass insgesamt eine kommentierte ga herausgegeben wird. und hoffe das herrn lichtes befürchtungen hinsichtlich dessen, der das machen soll, nicht wahr werden, müsste ja die nachlassverwaltung machen und herr kugler ist ein kluger kopf. und übrigens, so ungerne ich das hier schreibe, aber nwa hat recht, er/sie hat die formulierungen sowohl hinsichtlich des impressums als auch des hitler steiner vergleichs so gewählt, das es schwer würde, dagegen etwas zu unternehmen, wie auch immer man diese art des umganges mit sprache und textausschnitten incl verbindender text beurteilen mag.

  17. für mich, nwa, bedienst du dich dialektischer methoden. über strafrechtliche relevanz denke ich hier nicht lange nach. juristerei ist nicht mein feld. meine kultutechnik ist das lesen. wie gesagt, ich stimme mit ihnen nicht überein, bilde mir aber über ihre methoden eine meinung und kann die auch nicht immer zurückhalten.

  18. Lieber nerone,

    es ist mir mehr als peinlich, nun abermals hier zu kommentieren.

    Ich möchte aber angesichts dessen, was ich soeben las doch folgendes – vielleicht zur Beruhigung – sagen:

    Der Artikel „Schrecklicher Verdacht“ enthält keinen Vergleich, geschweige denn eine Gleichsetzung von Steiner und Hitler.

    Die Frage, „War Hitler Antisemit“ stellte eine Satirezeitschrift. Es handelt sich bei dieser Frage um Satire, weil sich die Beantwortung erübrigen sollte.

    Die Frage, „Ist Rudolf Steiner ein Rassist?“ erübrigt sich aus wissenschaftlicher Sicht ebenfalls.

    Diese Frage wird aber nicht von einer Satirezeitschrift gestellt, sondern von der Tages- und Wochenpresse dieses Landes. Von Anthroposophen wird sie sogar rundheraus verneint.

    Das ist für mich ein durchaus bemerkenswerter Zustand.

    Was die hier zum Teil diagnostizierte strafrechtliche Relevanz des Artikels anbelangt, so kann ich mich auch diesbezüglich nur wundern.

    Die „Nachrichten aus der Welt der Anthroposophie“ orientieren sich an dem geltenden Recht dieses Landes. Vielleicht gibt es auch eine Art „kosmisches Strafgesetzbuch“, aber das erscheint mir bis auf weiteres irrelevant.

  19. Auf die dargestellte Weise wird glattweg auch ausgerechnet den Waldorfschülern unterstellt, sich mit rassistischer Literatur zu befassen. Ich bin darüber empört. Man muss der Jugend einen Weg lassen, sich mit Spiritualität zu befassen und gleichzeitig gemeinschaftliches Miteinander zu pflegen. Bei aller historischen Notwendigkeit zur Geschichtsaufarbeitung hat man darauf zu achten, den guten Ruf von jungen Menschen auf ihrem Entwicklungsweg zu bewahren. Ich hoffe, die Literatur, aber auch die soziale Realität der Regelschule wird genauso intensiv überwacht.

  20. Försterliesel glaubt:

    „Juristisch gibts da selbstverständlich Möglichkeiten“
    😀 In ihrer Phantasie vielleicht.

    Sehen Sie es doch ansonsten in Ihren eigenen Worten als

    „Illustration für Steiners Vorstellung von Unabgeschlossenheit und Permeabilität von Individuen“😀

  21. Bravo Felix Hau, Bravo Frau Klotzke.
    Ich habe NWAs Hitler Vergleich gestern gelesen und finde ihn mehr als polemisch, nämlich schlicht unanständig.
    Dialog mit solchen Leuten ? Juristisch gibts da selbstverständlich Möglichkeiten.

  22. Kant 1802, zit. n. Kant u. Henscheid 1982, S.9ff.

  23. wir alle meine lieben, wir alle sind nicht mehr beim thema, also: gemach, gemach.
    Meine Anmerkung zu Felix war aber voller hochachtung gemeint. ich hab ja auch mal kant versucht, wusste ich doch dass es da so etwas zu finden gibt. bin aber nicht bis zu den schmutzigen stellen vorgedrungen. mangel an zeit und so.

  24. Schade, ich hätt gern noch was dazu aus meiner Quelle gesagt. Aber wenn schon geschlossen ist… Na, vielleicht heut abend bei Lorenzo Ravagli.

  25. @Felix

    Ehre, wem Ehre gebührt:

    Den Nazi-Vergleich und seine strafrechtliche Verfolgung hat „Christoph“ ins Spiel gebracht. Ich habe nur illustriert, wie lächerlich seine Laien-Juristerei ist. Lassen Sie Ihren Frust doch mal an anderen ab, sonst nehm ich Sie am Ende nicht mehr ernst …

    Was wollen Sie uns eigentlich mit Kant sagen? Ich gebe Nerone Recht: Irgendwer ist nicht mehr beim Thema.

  26. Auch wenn’s nicht dazu gehört:

    Gibt es denn für das schöne Kant-Zitat auch eine Quellenangabe?

  27. igitt: Kant, der alte Nazi, war das nötig, Felix?

    ihr seid nicht mehr beim Thema – ich schließe den Threat. Wir werden noch Zeit haben hierüber zu diskutieren. Ich mach das erst mal nur mündlich. Mal sehen wer sich daran hält…

    Wenn meine Familie keinen Zugriff mehr auf mich hat – so um Mitternacht, dann gehe ich ans tiefgründige Moderieren… so jetzt muss ich in die Küche.

  28. „In den heißen Ländern reift der Mensch in allen Stücken früher, erreicht aber nicht die Vollkommenheit der temperierten Zonen. Die Menschheit ist in ihrer größten Vollkommenheit in der Race der Weißen. Die gelben Indianer haben schon ein geringeres Talent. Die Neger sind weit tiefer und am tiefsten steht ein Theil der amerikanischen Völkerschaften…Alle Bewohner der heißesten Zone sind ausnehmend träge. Bey einigen wird diese Faulheit noch etwas durch die Regierung und den Zwang gemäßiget… Der Einwohner des gemäßigten Erdstriches, vornehmlich des mittleren Theiles desselben, ist schöner an Körper, arbeitsamer, scherzhafter, gemäßigter in seinen Leidenschaften, verständiger, als irgend eine andere Gattung der Menschen in der Welt. Daher haben diese Völker zu allen Zeiten die andern belehrt, und durch die Waffen bezwungen…“

    Das ist von Kant.

    Und nun habe ich auch eine „Wer wird Millionär“-Frage:

    Worin besteht der Unterschied zwischen Immanuel Kant und Adolf Hitler:

    a) Der eine trug weiße Perrücke, der andere blonden Seitenscheitel.
    b) Der eine spielte leidenschaftlich Billard, der andere war als Maler und Lackierer-Anwärter gescheitert
    c) Obwohl beide Vegetarier waren, hatte nur einer von beiden einen Königspudel als Haustier
    d) Einer von beiden ist Adolf Hitler.

    Herr Lichte,

    ich frage mich, wie Sie auf die Idee kommen – falls Sie die das überhaupt tun -, irgendwer, der noch alle Tassen im Schrank hat, könne Sie in Ihrer offenkundig agitatorischen Absicht tatsächlich ernst nehmen. Was Sie und NWA durch die Behauptung anscheinender Verwechselbarkeit von Steiner und Hitler nun treiben, ist ein Schulbuchbeispiel für manipulative Propaganda.

  29. ja christoph,

    hast recht der Beitrag und die Zusammenführung der Persönlichkeiten ist derart hanebüchen und durchsichtig konstruiert, dass er mich eher belustigt. Da ich aber NWA im Blick habe, steht es im Blockroll. Die Relativierung ist natürlich gegeben und historisch ist es schlichtweg ein falscher Bezug. Das Bild das NWA abgibt, sehe ich nicht anders als du. Damit muss NWA leben, kann es wahrscheinlich auch ganz gut. Solche Aussagen disqualifizieren die Kritik. Warum sollte ich das löschen? Ich werde mich in einem gesonderten Beitrag beizeiten damit auseinandersetzen. Es gibt allerdings noch eine Karenzzeit. Es interessiert mich noch, weil es gerade virulent ist.

    Herr Lichte, ich finde es ziemlich egal und unerheblich was der Harry so sagt. Es gibt noch andere Größen, die wenn man sie zitiert, nicht mehr liefern, als gerade das, was die eben gesagt haben. Wichtig ist, zu welchen Ergebnissen man selber kommt. So wenig ich Steiners Autorität respektiere, so wenig kann ich Harrys oder andere anerkennen.

  30. @Christoph

    gemach, gemach: Wie kommen Sie darauf, dass ich „NWA unkritisch unterstütze“?

    Verstehe ich wirklich nicht, ich bitte um Erläuterung!

    Zitat Christoph: „Das ist nicht nur eine strafrechtlich verfolgbare Verleumdung Rudolf Steiners, der Waldorfschulen und der Anthroposophie, sondern es geht damit vor allem auch eine unerträgliche Relativierung Adolf Hitlers und der Nationalsozialismus’ einher.“

    Wollen Sie auch Harry Rowohlt strafrechtlich verfolgen?

    Im Diskussionsforum der Stuttgarter Zeitung, siehe: http://www.stuttgarterzeitung.de/stz/page/detail.php/1475883/feedback12
    findet sich eine Abschrift seines Textes „Blauäugig. Na und?“

    Zitat: „Wenn hinten, in Hitlers ‘Mein Kampf’, ein Quellenverzeichnis stünde, müsste da ganz oft Rudolf Steiner erwähnt werden.“

    Wollen Sie auch gegen den neuesten Artikel des Stern strafrechtlich vorgehen, siehe: http://www.stern.de/unterhaltung/musik/:E-Mail-Till-…/597204.html

    Zitat: „Und jetzt noch eine „Wer wird Millionär“-Frage: Von wem stammt der Satz: „Die Menschen, welche ihr Ich-Gefühl zu gering ausgebildet hatten, wanderten nach dem Osten, und die übrig gebliebenen Reste von diesem Menschen sind die nachherige Negerbevölkerung Afrikas geworden“. a) Adolf Hitler b) Klu Klux Klan c) Rudolf Steiner“

  31. Lieber Nerone/Marco,

    in Reaktion auf die Entscheidung der Bundesprüfstelle hat NWA einen Blogbeitrag veröffentlicht, in welchem ein Vergleich von Adolf Hitler mit Rudolf Steiner lanciert wird: http://rudolf-steiner.blogspot.com/2007/09/schrecklicher-verdacht.html

    Das ist nicht nur eine strafrechtlich verfolgbare Verleumdung Rudolf Steiners, der Waldorfschulen und der Anthroposophie, sondern es geht damit vor allem auch eine unerträgliche Relativierung Adolf Hitlers und der Nationalsozialismus‘ einher. Wer auf diese Art und Weise Geschichtsvergessenheit an den Tag legt, sollte schleunigst von deiner Blogroll verschwinden.

    Lieber Herr Lichte,

    Sie sollten sich gut überlegen, ob sie NWA weiterhin so unkritisch unterstützen. Ich gehe davon aus, dass sie besagten Hitler-Steiner-Vergleich ablehnen. Oder täusche ich mich?

    Liebe Grüße,
    Christoph

  32. Herr Lichte,
    der auf Prochnow folgende Kommentar ist von mir, bei info3. Heisterkamp spricht sich deutlich für eine Kommentierung aus. Hau hat sicherlich nichts dagegen. Dennoch glaube ich enthält ihre Fragestellung in dem noch nicht moderierten Kommentar von ihnen, Dinge, die eine eigenen Beitrag würdigen. Ich meine das ist ein Angebot, oder? Darin kann auch die Frage nach der Legitimität gestellt werden. Da können dann die Messer gewetzt werden als Vorausnahme für „wasauchimmer“ die Prüfstelle entscheiden wird. Also: gemach, gemach. Das Wochenende ist noch lang und wir diskutieren hier doch schon und noch hochaktuell, wie ich finde.

  33. @Marco Jansen

    Ich denke schon, dass meine Frage „wer oder was ist die Anthroposophie“ direkt mit der Fragestellung zu tun hat:

    es ist die grundsätzliche Frage nach der AUTORITÄT, LEGITIMITÄT des Kommentators der von der BPjM beanstandeten Steiner-Werke. Wenn Steiner aus anthroposophischer Sicht im Besitz der „höheren Erkenntnis“ war, wer will sich anmaßen, diese zu kommentieren? Kann doch nur ein „Eingeweihter“. Und wer stellt fest, wer „eingeweiht“ ist? ad infinitum …

    siehe auch: http://www.info3.de/wordpressnews/?p=68#comments

    Jens R. Prochnow schreibt:
    Donnerstag, 6. September 2007 um 22:50 Uhr.

    Kommentierung? Nein Danke!

    Wer, bitteschön, soll denn Vortagsnachschriften Rudolf Steiner “kommentieren”? (…)

  34. Lieber Herr Licht,
    lieber Herr Hau,

    ich habe von ihnen Beiträge erhalten, die ich beide spannend finde, die aber den Kontext der ursprünglichen Fragestellung sprengen. Ich werde die beiden Beiträge moderieren und womöglich eignen Diskussionssträngen zuordnen. Das erhöht dann auch die Lesbarkeit des Blogs. Ich denke sie haben Verständnis dafür. Ich komme allerdings erst später dazu diese zu editieren.

    Liebe Leser, bitte haltet Euch ein wenig an die Fragestellung, wenn sie formuliert ist. Herr Lichtes Beitrag nimmt ja Bezug auf den Disskusionsverlauf, wirft aber eine interessante Frage auf, die wiederum nichts mit dem hier geforderten Statement zu tun hat. Denke ich gerade. Wenn ich mit etwas Zeit das ganze neu bewertet habe, kann es durchaus sein, dass es dennoch hier landet. mal sehen.

    Danke für euer Verständnis.

  35. nerone schreibt:

    „jeder link, jede meinung die im netz ausgespuckt wird ist in dem moment, in dem sie gedacht wird schon obsulet. wer hier liest KENNT FAST ALLE HALLE POSITIONEN zu dem Thema.“

    Oh, Verzeihung. Dann will ich nicht weiter stören. Das war mir in den bisherigen Kommentaren wirklich nicht aufgefallen.

  36. wir reden hier nur gerade nicht über vorgeschichten, weil wir diese als bekannt vorraussetzen, sebastian. ich dachte ich hätte das deutlich gemacht. jeder hier kann lesen, auch die waldorfschüler. die seiten die sich gegenüberstehen kennen sich. jeder link, jede meinung die im netz ausgespuckt wird ist in dem moment, in dem sie gedacht wird schon obsulet. wer hier liest KENNT FAST ALLE HALLE POSITIONEN zu dem Thema. Wir kommen nirgendwo hin, wenn wir uns wie beamte akten um die ohren hauen. die bleiben eh liegen. hier gibt es etwa drei meinungen zu dem thema mit etwa zig graduellen unterscheidungen innerhalb der „lager“.

    sie wissen genau wie z.B. der heisterkamp tickt und wenn der sagen würde, nö so bin ich nicht, dann würden sie ihm nicht glauben. mich muss keiner überzeugen, ich überzeuge mich selbst. meine leser sind alt genug zu glauben was sie wollen.

    eine klar formulierte meinung zu der fragestellung habe ich von ihnen nicht gelesen. alle anderen haben es geschafft das zu tun (bis auf felix, glaube ich, der sich um sie gekümmert hat). nicht einmal ihr eingangsstatement hatte, aus höflichkeit dem gastgeber gegenüber, etwas mit der aufgabe zu tun. an dieser stelle erinnere ich an folgendes:

    „Gerne nehme ich Kommentare zu dem Thema entgegen, mich interessiert Eure Meinung. Sie sollen sich bitte ausschließlich auf das Urteil beziehen und dieses bewerten. Eine Bewertung von Kommentatoren und Personen, seien es Kritiker oder nerone-Leser lasse ich nicht zu, bzw. nicht lange stehen. wenn das nicht funktioniert sperre ich die Kommentarfunktion! “ (steht oben im artikel)

  37. Also nerone,

    warum sollte ich denn für einen derart alten Artikel auf einer derart alten Internetseite „spammen“?

    Ich habe auf zwei Seiten verlinkt, um hier nicht einen unnötig langen Kommentar über die Vorgeschichte des Zustandekommens der niederländischen Kommission zu schreiben.

    Von dieser Vorgeschichte möchten Felix Hau und Jens Heisterkamp offenbar nicht reden.

    Dazwischen kamen dann einige andere Kommentare., u.a. von Felix Hau, dessen Beiträge nicht den geringsten Inhalt aufweisen.

    Daraufhin habe ich noch einmal einen der beiden Links aufgeführt, um vielleicht Herrn Hau oder sonst wem eine inhaltliche Stellungnahme zu erleichtern.

  38. ich sag es mal so, wir entfernen uns langsam von der Aufgabenstellung.

    Wir haben ne Menge Quellen zur Verfügung. Die einen sagen so, die anderen so. Schattengefechte, wenn ihr mich fragt. Uninteressant. Wer hier liest und kommentiert hat wahrscheinlich die Bandbreite gelesen und bewertet. Mich interessiert allein die Bewertung des Urteils.

    Heisterkamp war und ist im Gegensatz zu Sebastian und mir ein Akteur. Genauso kann man Herrn Lichte heute bewerten. Felix Hau ebenfalls und er ist ein lautstarker, kompromissloser Verfechter der Neubewertung in der Szene, was dieses Thema angeht.

    So weit zur Vorstellung. Martin fällt durch einen wohlwollenden Kommentar auf, der Kenntnis darstellt und weist auf etwas hin, dass noch aussteht: Die Entscheidung nämlich. Und diese folgt dem Prozess der Kommentierung, wie auch Herr Lichte richtig betont. Das ist es was wir mit Spannung erwarten dürfen: Die Arbeit an den Texten und die Bewertung der Prüfstelle. Sicherlich wird sich die Kontroverse nicht letztendlich lösen lassen. Das ist meine Prognose, wenn ich hier den Verlauf der Kommentierungen verfolge. Ich denke eine weiter Kommentarschlacht zu Quellen, etc. ist unsinnig. Lassen wir Platz für Kommentare zu Thema. Sollte ich Herrn Speit auf der Seite noch nicht verlinkt haben in irgendeinem Artikel von mir, jetzt steht er ja drin.

    Wenn sie keine andere Seite haben, Sebastian, dann weisen sie mich in Zukunft darauf hin, dass sie gern auf diesen oder jenen Text hinweisen wollen. Ich möchte das in diesem Falle gern selbst unternehmen. Sonst werte ich ihre Beiträge als Spam. Sie werden sehen, dass die meisten hier Kommentierenden zumindest eine eigene virtuelle Adresse angeben. Herr Lichte ist ein Sonderfall, aber benötigt diesen Ausweis nicht, Er hält seinen Kopf hin. Das unterscheidet ihn von Ihnen, Sebastian. Wenn sie Fragen zu anderen „freien“ Identitäten auf meinem Blog haben, kann ich Ihnen zu den meisten etwas sagen, über Frequenz der Auftritte im Netz, Umgangsart, Vorlieben was die Themen angeht, etc. Ich kenne die mehr oder weniger. Auch mit diesen stimme ich nicht immer überein, aber ich kenne sie alle ein wenig. Sie Sebastian, kenne ich noch nicht. Noch ein Link und der Kommentar fliegt raus. Ich habe keine Lust redaktionell das ganze zu bearbeiten. Sie haben sicher Verständnis dafür. Danke.

  39. Felix Hau schreibt:

    „… dass möglicherweise dasjenige, was Andreas Speit ausführt, nicht überzeugend ist.“

    Och, bezüglich des Zustandekommens der niederländischen Kommission aufgrund des öffentlichen Drucks, sind einfach die Fakten doch vergleisweise einleuchtend.

    Mag aber jeder für sich entscheiden. Hier nochmal der Link:

    http://www.akdh.ch/ps/ps_73-Speit.html

  40. Sebastian schrieb:

    wer nur kurz auf den Link zu dem Text von Andreas Speit klickt und sich ein paar Minuten Zeit nimmt, den zu lesen, der wird sehen, dass ihre und Jens Heisterkamps Darlegungen nicht so sehr überzeugend sind.

    Aber Sebastian – verfallen Sie doch mal auf die Idee, dass möglicherweise dasjenige, was Andreas Speit ausführt, nicht überzeugend ist.

  41. Felix Hau schreibt:

    „Genau, es wurde von allerhöchster Stelle – Kaiser Gargamehl von Rotterdam – befohlen…“

    Aber Felix, wer nur kurz auf den Link zu dem Text von Andreas Speit klickt und sich ein paar Minuten Zeit nimmt, den zu lesen, der wird sehen, dass ihre und Jens Heisterkamps Darlegungen nicht so sehr überzeugend sind.

    Ich würde an Ihrer Stelle zusehen, die letzten Bände der glorreichen niederländischen „Studie“ bald zu verkaufen. Heisterkamp tut ja diesbezüglich auch sein Bestes. Auf längere Sicht wird die „Kommission“ sicher kein „Bestseller“ mehr sein.

  42. @Martin

    Zitat Martin: „Mit dem benutzen anderer Vokabeln wird – denke ich – sich weder die Bundesprüfstelle noch die Anthroposophie zufriedengeben.“

    Das in etwa meinte ich mit meinem „ich bin gespannt“-Kommentar: Die BPjM wird sich jedenfalls nicht damit zufriedengeben. Die Öffentlichkeit auch nicht. Wenn, wie gehabt, Lorenzo Ravagli den Federkiel spitzt, sehe ich sehr unterhaltsame Komplikationen voraus …

  43. Das mit der von außen angeschobenen Bewegung finde ich ein gutes Bild für das Verhalten der Szene. Die ganze Kritik ist auch älter als zehn Jahre und man hat schon viel Zeit gehabt sich in dem Punkt zu bewegen. Aber ich denke das viele Antroprosophen schon bei einer kleinen Distanzierung vom personifizierten Mittelpunkt Steiner ein Auseinanderbrechen des ganzen Werkes befürchten. Steiner hat wie jeder Mensch natürlich seine Schattenseiten und Unzulänglichkeiten.
    Ich finde die Entwicklung sehr gut, da sie hoffentlich einen Präzedenzfall schaffen wird sich innerhalb der Antroprosophie mit der Lehre kritisch und kreativ auseinanderzusetzen. Und damit kann das Gesammtwerk auch wieder lebendiger werden. Sich sprichwörtlich aus der Versteinerung lösen😉
    Mit dem benutzen anderer Vokabeln wird denke ich sich weder die Bundesprüfstelle noch die Antroprosophie zufriedengeben. Diese Krise ist eine große Chance für Erneuerung und Frische, vieleicht sogar eine der letzten. Gleichzeitig dürfte die Entscheidung ein Dämpfer für die Kritiker der Antroprosophie sein die ‚anders‘ mit ‚gefährlich‘ übersetzen.

  44. Bin gespannt, was in den „Beipackzetteln“ des Rudolf Steiner Verlages zu den Büchern stehen wird, vielleicht: „Zu Risiken und Nebenwirkungen befragen Sie bitte Rudolf Steiner“?

    Nur um noch mal die Faktenlage zu klären, folgendes wurde hier noch nicht klar herausgestellt: Die BPjM wird auch die kommentierte Neuauflage bewerten – das Verfahren ist mit der Entscheidung der BPjM vom 6.0.07 noch keinesfalls abgeschlossen.

  45. Sebastian schrieb:

    Das geschah alles andere als freiwillig, wie Herr Heisterkamp sehr genau wissen dürfte.

    Genau, es wurde von allerhöchster Stelle – Kaiser Gargamehl von Rotterdam – befohlen, deswegen haben wir damals auch gezwungenermaßen das niederländische Gutachten übersetzen, um eine Analyse hinsichtlich deutscher Rechtsverhältnisse ergänzen und in inzwischen fünfter Auflage drucken lassen.

    Sie wünschen sich einen anderen Ausgang der Auseinandersetzungen, Sebastian, weil Sie eine bestimmte Auffassung von Anthroposophie, von Anthroposophen und von Steiner haben. Das sei Ihnen unbenommen; es ist aber wirklich nicht unser Problem.

  46. Heisterkamp schreibt:

    „…Die damals wohlgemerkt von Anthroposophen selbst vorgebrachte Kritik …“

    Das geschah alles andere als freiwillig, wie Herr Heisterkamp sehr genau wissen dürfte.

    Und es geschah nicht in der Absicht einer tatsächlichen Aufarbeitung, sondern in der Intention, die auch deutsche Anthrioposophen verfogen: Dier Kritik den Wind aus den Segeln zu nehmen, andere Vokabeln zu benutzen und iknallhart an Steiners Gesamtkunstwerk festzuhalten.

    Hierzu:

    http://www.akdh.ch/ps/ps_73-Speit.html

    http://www.bipomat.de/waldorf/waldorf.html#niederlande

  47. Nerone schrieb:
    „Es bleibt der Beigeschmack, dass die anthroposophischen Gremien, Verantwortlichen, oder wie auch immer, Getriebene sind und nicht Akteure. Das ist in der ganzen Debatte meine maßgebliche Kritik.“
    Ich füge hinzu: das sehen wir bei Info3 ganz genau so, und ein nicht unbeträchtlicher Teil der anthroposophischen Szene ebenfalls, der sich aber in den verantwortlichen, offiziellen Gremien (noch) nicht niederschlägt. Das ganze Verfahren der Bundesprüfstelle wäre überhaupt nicht nötig gewesen, wenn man die bereits vor zehn Jahren von der Niederländischen Kommission gegebenen Empfehlung einer kritischen Kommentierung konsequent umgesetzt hätte – und auch die eigene Einstellung in dieser Frage weiterentwickelt hätte. Die damals wohlgemerkt von Anthroposophen selbst vorgebrachte Kritik ist sogar in vielen Punkten viel weitgehender als das, was jetzt die Prüfstelle ergeben hat. Nun, Veränderung geschieht oft nur durch Leidensdruck, warum sollte das in der anthroposophischen Szene anders sein als üebrall sonst in der Welt…

  48. Lieber Nerone, Dein blog ist ja ein richtiger news-ticker; nun: Vernunft und Augenmaß gewannen im Gremium.

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