Wie ich arbeite?

Derzeit ist es Chaotisch, ich gebe es zu. Ich will mich ans Schreiben bringen und versuche mehrere Werkzeuge, wobei kaum ein Werkzeug geeignet scheint, in diesem, meinem digitalisierten Leben. Dabei wäre es das Einfachste, einen Stift in die Hand zu nehmen und eines dieser schwarzen, elitären Moleskines in die andere und los zu legen. Ich beschwöre aber die Vielfalt der Mittel und verteile mich hierhin und dorthin und führe am Ende dieses und jenes wieder zusammen – ohne Sinn und Verstand. Wahr ist, dass meine Textproduktion sich stetig erweitert. Wahr ist aber auch, dass ich viel Zeit mit den Werkzeugen verbringe, ohne voran zu kommen. Auf der anderen Seite – ach was soll’s. Diese ewigen Rechtfertigungen. Wichtig ist, ich bleibe am Ball. Kreativität hin oder her, die Themen gehen nicht aus, ich werde flinker und zuweilen gelingt mir auch ein schöner Satz. Ob sich die Rechtschreibung bessert? Die Zeichensetzung? Vielleicht – auch und wieder nur ein Vielleicht: Es kann sein, dass mir etwas mehr beim Wiederlesen – Redigieren will ich es gar nicht nennen – auffällt. Die Zeichen kommen und gehen bei mir, ob sie aber auch an die richtigen Stellen fallen, weiß ich nicht. Als Werkzeuge vorgesehen sind

für das kreative Schreiben:
Writers Cafè – hierin Tagebuchfunktion (Journal) und Notebook (für diese Überlegung z.B.), Scrachbook als Datenbank für die Texte mit Notizfunktion, scheint sich zu bewähren.

Story Lines
– bin ich noch nicht warm mit geworden, gleichwohl ich es für ein gelungenes Programm halte.

Moleskine – weil ich ein Snob bin – und herrlich darin zeichnen kann und schreiben und Blätter rausreißen.

und etwas genereller:
freemind – Mindmapping, das ist ein klasse Werkreug. Ich wärme mich darin auf, um den Plot und die Handlungsfäden für meine Kindererzählung zusammen zu führen und zu entwickeln und sie schließlich voran und zu Ende zu bringen. Es scheint mir geeigneter als Story Lines, zumindest für mich.

Zettelkasten – nutze ich für meine kleinen philosophischen und wissenschaftlichen Bemühungen. Einen Sammelkasten des „blassen Schimmers“, sozusagen. Die Hoffnung außerdem nicht jeden Gedanken im Orkus zu verlieren. Der Zettelkasten wird, wann immer ich Zugriff auf ihn hab, zu einem Notizblock. Er ist mehr als einige getippte Zeilen in der Textverarbeitung und weniger als das zur gleichen Zeit. Der Zettelkasten begleitet mein Lesen nun häufiger, damit ich auch schriftlich memorieren und sortieren kann. Erste Texte die darin entstehen sind Versuche über Wahrheit und Wirklichkeit, Wissen und Nicht-Wissen. Kurz: es geht um den „blassen Schimmer“.

Open Office – weil es ohne nicht geht.

Mein Blog – eine Art Zettelkasten, wusste ich aber nicht als ich damit anfing.
Einige werden jetzt lächeln, lachen und sich über mich lustig machen. Mir ist es recht. Ich kann ja nicht anders. Am Ende zählt was dabei heraus kommt. Und darauf bin ich selbst am meisten gespannt.

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3 Antworten

  1. nö biste nich! die moleskines haben schönes Papier – auch unliniert! – und sind haptisch – Försteliesel ist Grabscherin – so angenehm, es gab lange keine guten Notizbücher; nicht mal mehr Spiralblöckchen.

  2. Danke für den Hinweis,
    aber geht doch GAR nicht!
    Ich bin doch ein Snob! 😉

  3. Guten Morgen,
    vom teuren Moleskine gibts bereits eine günstigere und sehr gute Kopie, sie heißt Leuchtturm, ich finde das Querformat sehr angenehm und das Papier zum Zeichnen auch!
    Nette Notizbücher – und original anthro! – gibts bei ursprung-handelsverbund.de

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