[ii] Ein paar Gedanken

[ii] Ich selbst begleite die Diskussion, weil ich glaube, dass sie grundsätzlicher Natur ist. Es geht hier nicht nur um eine wissenschaftliches Detail, wie die Evolutionstheorie auf der einen Seite und der Behauptung eines wissenschaftlichen Nachweises einer christlich geprägten Urquelle durch Anleihen bei der selben -durch die Fundamental-Religiösen verfemten- Theorie der Evolution, auf der anderen Seite.

Es geht um einen kulturpolitischen Kampf um die Hoheit in den Köpfen in Gegenwart und Zukunft. Das Private, in diesem Fall die Religion, wird in einer Art „roll back“ zunehmend politisiert und damit eine auf Toleranz basierenden Gesellschaft möglicherweise gefährdet. Ein Kommentar in der ZEIT vom 05.07.07 fordert nicht nur die Trennung von privater und öffentlicher Meinung ein, sondern die hessische Kultusministerin sogar zum Rücktritt auf, weil die sich darauf verstieg zu äußern, die Bibel halte Erklärungen für die Entstehungsgeschichte der Welt parat, die auch in den Biologieunterricht einfließen sollten. Tatsächlich fragt man sich, wie eine Kultusministerin auf diese Idee kommen kann. Wie wollte sie mit den Schöpfungsmythen anderer Religionen denn verfahren, um dem Grundsatz einer von Weltanschauung freien Schule zu entsprechen und zwar in einem Fach, das frei von weltanschaulichen Bewertungen bleiben muss?

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