Gronbach regt an

Ich hatte einen Kommentar zu diesem Artikel bei Gronbach auf den Blog gesetzt. Da ich nicht sicher bin wie viele meiner Leser bei ihm vorbei schauen, aber für mich wertvolle Gedanken drin stecken lege ich ihn auch mal auf meine Heimatseite:

nerone hat gesagt…
„Alle befragten und von mir hochgeschätzten Teilnehmer haben oft genug und in Wort und Tat bewiesen, dass sie weltoffen, im besten Sinne integer und das Gegenteil von sektiererisch sind.“ (Gronbach)Diese Fragestellung beschäftigt mich an anderer Stelle auch. Ich bin weit entfernt von Steiners Schriften und Inhalten und kenne solche Menschen, die Sie in dem obigen Absatz beschreiben. Ich bin erstaunt, wie die Inhalte Steiners zu frei denkenden Menschen führen können. Offensichtlich gibt es verschiedene Arten ihn zu lesen. Ich entdeckte entgegen der Erfahrung ihrer Gäste eher Widersprüchliches und schwer verdauliches – kurz: Dinge die ich nicht berühren wollte und mich nicht weiter gebracht hätten.

Ich tue mich schwer mit dem esoterischen Überbau , der vielleicht (das ist lediglich eine Vermutung, ich bin kein Kenner) die mehr oder weniger philosophische Grundlage in Steiners Denken verbaut (Philosophie der Freiheit).

Wie dem auch sei, ich teile ihre Einschätzung hinsichtlich dem Dünkel, den man gegenüber der Anthroposophie entwickeln kann, wenn man sich bewusst macht, dass es scheinbar keinen Widerspruch (an manchen Stelle findet man dann doch ein Hadern) in den eigenen Reihen gegenüber R.S. gibt und niemanden, der die Ideen weiter entwickelt.

Wenn Erleuchtung und Einweihung der einzig gangbare Weg wäre, dann erkenne ich keine Zukunft für die Anthroposophie, sondern lediglich den Blick zurück und Stagnation. Es wäre nicht mein persönlicher Verlust, würde aber die Welt etwas eintöniger und mainstreamiger machen.

Es ist zu Begrüßen wenn zumindest die Anstrengung unternommen würde argumentativ den Sektenvorwurf (oder Rassismusvorwurf) zu widerlegen. Und wo dies nicht machbar erscheint müssen vielleicht neue Fragen und Antworten gesucht werden. Wichtig ist das z.B. auch für die Schulen und Altenheime und Sozialwerke, die aus der Anthroposophie entwachsen sind. Denn auf sie fällt dieser Vorwurf zurück. Sind es Organe einer Sekte? Steht Waltanschauung in ihrer Zielsetzung oder eben doch der Mensch? Oder gelingt es ihre Grundideen zu ehren und sie gleichzeitig von der weltanschaulichen Bindung zu trennen? Oder droht das Diktat des Mainstream, weil die Anthroposophie es verschläft die Sprache und das Denken des neuen Jahrtausends zu verstehen und sich verständlich zu machen? Und wie wichtig ist nun eigentlich, eine 100 Jahre alte Esoterik?

Mit diesen Fragestellung will ich ein wenig Engagement an die zurück geben, die mir gegenüber Hilfestellungen gaben, nicht in ideeller, wohl aber in ganz pragmatischer Hinsicht.

so oder ähnlich

27. März 2007 10:03

 

 

 

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