Bis auf eine kurzen hellen Moment…

dachte ich druchgängig Herr Gronbach habe Drogen genommen als er das schrieb. Für mich wird es an diesem Punkt spannend. Während ich bisher eher leisen und zwischen viel Text subsumierten Artikeln und Aussagen, Zugang zum anthroposophischen Denken fand, bietet Gronbach jetzt in seinem Blog diesen unvermittelten Meinungsauswurf, den ja ganz Bloggerland betreibt und aus der Warte des Machers her auch selbst kennt. Diese Unverblümtheit kann gefährlich sein. Zudem öffnet sie Zugänge zu dem „Eigentlichen“.

Und plötzlich sind wir bei den Eliten. Ich für meinen Teil finde es nämlich arroganter, mich lächelnd zu einer Minderheit zu zählen, als mich zu der Elite zu bekennen. Elitär ist, wer sich zur Verantwortung bekennt ein Mensch zu sein. Ein freier Mensch – anstelle Gottes.

So etwas im Schlusssatz tut weh. Ich sehe das persönlich nicht nur anders, ich finde das zutiefst bedenklich. Auf Zwischenmenschlicher Ebene ist es einfach nur anstrengend (schwiegermütterlich). Auf Gesellschaftlicher Ebene wird es zu einer echten Herausforderung, verlangt diese Haltung doch die Demut der Menschen die jenseits der Bekenntnisse einfach nur Mensch sind. In einem politischen Kontext bewegen wir uns mit dem befreiten Menschen (frei von Gott= frei von Moral) in Regionen, die ich lieber nicht benennen will.

Für mich stellt sich bei der Frage nach Eliten (die ich partiell anerkennen mag) in der Folge sofort ein zweite Frage: Wer definiert Eliten (freier Mensch) und wie lange ist er in der Lage diese (Elite) mit Werten so zu stützen, dass aus den Eliten keine Despoten werden? Mir ist das alles zu wackelig. Es gibt sicherlich die Freiheit des Menschen und es gibt sie mit Sicherheit auch ohne Gott. Diese Freiheit, die Verantwortung des Bekenntnisses (das mir recht beliebig erscheint) mit dem Elitebegriff zu verbinden, halte ich für ziemlich harten Tobak schließt er doch den Toleranzbegriff letztlich aus. Zumal das Ganze noch missionarisch daher kommt. Das Ganze hat weder mit Zukunft, noch mit der Gegenwart zu tun.

Nehmen sie ihre Sätze gerne als persönliche Herausforderung (ich meine: …wer sich zur Verantwortung bekennt ein Mensch zu sein. Ein freier Mensch – anstelle Gottes.), aber lassen sie alle die damit in Frieden, die sich nicht zu dem bekennen können und wollen, was in ihre Definitionen passt.

HIER ein klares : NEIN, Herr Gronbach.

  • ein weiterer Artikel zum Thema Eliten aus die Drei, der zu einer anderen Schlussfolgerung zu kommen scheint.
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