Die Welle rollt

Wer sich weiterhin für die vielen Foren interssiert und die Aussagen von Kritikern und Kritikern der Kritiker kann hier einen kritischen Blick drauf werfen.

Wie wird eigentlich die Kritik aufgenommen? Ist ihr Glaubwürdigkeit geblieben oder ist hier ein moderner Don Quijote unterwegs? Schade ist, dass der Blick auf die notwendigen Hinweise und Forderungen aus den Reihen der Kritikführenden durch sie selbst verstellt werden. Wer z.B. nimmt denn noch, bei der breite der Vorwürfe, den Kritikern ab, es ginge ihnen um Qualitätssicherung der Lehre? Dieses Argument vermengt sich mit unzähligen Zitaten hundert Jahre alter Schriften und ihres seltsamen Parfums, die die Schule meiner Kinder jedenfalls nicht durchdrungen hat.

Der erwähnte SWF-Bericht ist an der Stelle gut, wo er sich auf das Thema Qualität beschränkt und versucht heraus zu stellen, dass eine behauptete Reformpädagogik auch entsprechend ihres Anspruches umgesetzt werden sollte. Wenn es um eine nachprüfbare Qualität der Lehrerausbildung ginge, wäre ich sofort ein eifriger Befürworter von Prozessen und Reformen innerhalb der Waldorfbewegung. Allerdings ist die Kommentarstrecke dieses Beitrages ein Beleg für die ausufernden Argumentationsvielfalt der Kritiker. Für mich haben sie eine Chance vertan. Zudem bleibt fraglich wie zahlreich solche Fälle in der Waldorf-Lehrerausbildung tatsächlich sind.

So oder ähnlich

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Eine Antwort

  1. Schade ist nur, was als Fehleranalyse und nicht Kritik verstanden werden kann. Ein kleiner aber feiner Unterschied! Wer herausfinden kann was in der Vergangenheit falsch lief, kann Veränderungen herbeiführen, Korrekturen anbringen… Wir wissen, daß spirituelle Psychiologie gerne direkte, zeitaktuelle Kreativität bevorzugt, aber der konstruktive Umgang mit dem was falsch gelaufen ist, kann auch eine Verbesserung der Zukunft bewirken. Vielleicht stimmen wir damit doch überein?
    Übrigens bin ich der Meinung daß die Qualität der Reformpädagogik noch immer bei weitem diejenige der „herkömmlichen“ Pädagogik übertrifft, wie man an den Folgen von PISA sehen kann. Aus Angst, die Kinder könnten verdummen, werden sie nun von klein auf überfordert. Die heutigen Lehrpläne selbst der Grundschulkinder quellen über. Die Waldorfpädagogik dagagan kennt zunächst kein Notensystem, durch die Betonung von Gemeinschaft wird sichergestellt, daß kein Kind auf sich gestellt ist mit der Leistung, die es zu erbringen hat.

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