Wow

Dieser Artikel ist heute an mir vorbeigezogen und zeigte mir die Nähe zweier Maler der Moderne zur Anthroposophie auf, die mir so nicht bekannt war. Sehr Interessant vertieft Schorsch den künstlerischen Hintergrund Kandinskys und Piet Mondrians und setzt sie in Beziehung zueinander.

Übereinstimmend waren die Künstler mit Steiners Weltbild sicherlich in Hinblick auf die monistische Konzeption des Kosmos und ihrer Ablehnung gegenüber einer materialistisch Orientierten Gesellschaftsordnung. Ob die beiden Künstler deswegen Anthroposophen waren, habe ich dem Text nicht entnommen. Is‘ auch nicht wichtig, denke ich…

4 Antworten

  1. Hallo,

    Danke für dein Interesse an dem Text und dem Thema.
    Ich habe an der entsprechenden Stelle eine kleine Antwort zu deinem Kommentar auf meinem Weblog verfasst.

    Gruß,
    Schorsch

  2. die guggenheimausstellung hat leider ihre pforten am 7. januar geschlossen. schade, weil es war die einzige ausstellung weltweit, die guggenheimexponate in dieser art und weise zusammengestellt hatte. gerade da ging es um die ‚abstrakte‘ als entdeckung und neu-findung des geistigen. ja, in den supermodernen tragbaren audio-begleiter mit video-display blickte einem nach eingabe von nr. so und soviel der Doktor persönlich an!
    bleibt ’nur‘ noch klee mit der ausstellung ‚kein tag ohne linie‘, ^nix wie hin, geht bis zum 4.03.2007!

  3. natürlich war Klee auch Anthroposoph. Ich selbst habe dieses Prädikat in meinem echten Leben schon mal erhalten, obwohl ich mir nicht klar war worum ich mich verdient gemacht hatte, es zu erhalten. 🙂
    Tatsächlich war mir schon früher klar, dass diese Gruppe Künstler eine Betrachtung der Wirklichkeit betrieben, die sich deutlich von den kubistischen Strömungen der Zeit etc. abhoben und auch nicht aus ihnen hervorgingen. Ich hielt das bisher eher für einen rein intellektuellen Akt, nicht aber für einen spirituellen. Diesen Fehler hatte ich auch gemacht, als ich erstmals Beuys begegnete, ohne je etwas von Steiner und Anthroposophie gewusst zu haben und deren Einfluss auf die Fluxusbewegung. Erst mit dem Background wurde Beuys für mich auch ein ästhetisches Erlebnis.
    Bei Mondrioan und Kandinsky (Klee und Jawlensky) verhält es sich anders. Ich erlebe ihre Bildwirklichkeit über den esoterischen Impuls hinaus als reine Bildwirklichkeit und sehe mich als Betrachter in ihrem Kontext (internalisiert?). Mondrian beispielsweise bietet Gewichtungen (umgrenzte und nicht umgrenzte Farbflächen, etc.),die über die Bildwirklichkeit hinausreichen, so wie sich in Kandinskys Bildern Bewegung in einen gedachten Raum hinein virtualisiert (ohne Computer!).

    So oder ähnlich…

    Danke übrigens für den Hinweis – wie lange läuft die Ausstellung denn noch?

  4. in der ‚melting pot‘ berlin, vor 1914, gab es viele ausflüge von künstlern und intellektuellen in u.a. die theosophie und anthroposophie. viele der spätere ‚klassische modernen‘ haben steiner gehört (zB. jawlensky). die theos. gesellschaft in der piet mondriaan war, war hauptsächlich die von helena blawatsky und annie besant. am ende seines lebens in den usa (‚victory boogie woogie‘!) hatte er noch ein exemplar von steiners ‚theosophie‘ dabei. ob sie alle anthroposophen waren? natürlich! genau so, wie mein bäcker auch anthroposoph ist, wenn er über seine getreiden und hefe auf wunderbarer art und weise nachdenkt und erzählt. steiner hat er aber nie gelesen.
    zum artikel auf der sich nerone bezieht: die ‚kranke einsamkeit‘ von adorno, am ende des artikels, wird, falls sie überhaupt da sein sollte, meines erachtens in dem moment aufgehoben in dem der rezipient das kunstwerk internalisiert, und neu erschafft.
    überigens ein tip: falls herr nerone noch zeit dazu hat, muss er sich unbedingt die guggenheim-ausstellung in bonn anschauen, und am nächsten tag sofort ins museum ludwig in köln gehen, um dort die paul klee bilder aus seinen letzten zwei lebensjahren zu betrachten. (klee war natürlich auch anrthroposoph, das nur nebenbei 🙂 ). gruß, tckronstadt

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