Grundlagen der Anthroposophie

Während ich meinen ganz persönlichen Weg in der Rezeption der Anthroposophie und den Leheren Steiners suche gibt es solche, die mmit dem notwendigen Rüstzeug interessante Forschungen betreiben. Heute will ich Herrn Erik Dilloo herausstellen. Dilloo beschreibt sein Projekt wie folgt:

Das hier vorgestellte Projekt arbeitet mit hermeneutischen Mitteln. Es wird davon ausgegangen, dass Steiner bei der Entwicklung seiner Anthroposophie literarische und philosophische Methoden verwendet hat. Irgendwelche anderen, paranormalen oder „höheren“ – Methoden der Erkenntnis werden im Zusammenhang dieser Arbeit ausgeschlossen. Hier werden die literarischen Quellen beschrieben, welche Rudolf Steiner für seine theosophisch- anthroposophische Arbeit zwischen 1900 und 1910 aufgesucht hat.

In der Beschreibung seiner Methodik erklärt Dilloo den Umstand, warum er die Intuition als Mögliche Quelle für Steiners Erkenntnis explizit ausschließt:

Die Intuitionshypothese wird von den meisten Anhängern Steiners, aber merkwürdigerweise auch von vielen seiner Kritiker vertreten. Akzeptiert man die „Intuitionshypothese“, so kann man keinen wirklich eigenständigen und auch keinen eigentlich kritischen Standort Steiner gegenüber gewinnen. Steiners Aussagen sind dann nicht nachprüfbar, weil subjektiv und „intuitiv“. Setzt man für Steiner andere als philosophische oder literarische Erkenntnisquellen voraus, dann kann man Steiners Aussagen nur akzeptieren oder bekämpfen, kanonisieren oder als haeretisch betrachten. Das aber ist nicht eigentlich eine produktive Grundhaltung. Produktiv wäre es, sich einen Standort zu verschaffen, von dem aus man selbst Steiners Grundgedanken überprüfen, verändern, verwerfen oder weiterdenken kann. Das aber ist ein Ziel des hier vorgestellten Projektes. Deshalb wird für unseren Zusammenhang die Intuitionshypothese verworfen.

Bisher habe ich nur angefangen in dieser höchst Interessanten Abhandlung zu stöbern. Ihr Ansatz allerdings finde ich sehr bemerkenswert. Interessant ist für mich, dass ich mich auf der Seite der Kritiker tatsächlich dort befinde wo Dilloo diese verortet, nähmlich in der Annahme Steiners Ideen seine durchwirkt von Intuitionen, die zu Erkenntnissen geführt haben könnten. Es ist dieses „Zugeständnis“, dass Argumentationen tatsächlich schwierig macht. Hier scheint einer hergegangen zu sein und die okkulten Bewegungen, ihre Kernthesen und die sich aus ihr entwickelnden Traditionen bis zu dem antrhoposophischen Gedanken Steiners nachzuvollziehen. Ziel ist eine kritische Betrachtungsweise Steiners: Überprüfen, Verändern, Verwerfen, Weiterdenken.

3 Antworten

  1. Hi, lange her, ich bin mal wieder vorbeigeflogen, sorry, hab mich nciht mehr darum gekümmert. „Ehrlich“ schreib ich doch nirgends. Zur Sache: Ich meine Herrn dilloo. Ich hielt das echt für einen Scherz, und es ist ein Witz.
    Lest doch das Buch. Es ist lächerlich, einen Apfelgeschmack beschreiben zu lassen. Das geht nicht. Ein zweidimensionales Wesen kann immer „beweisen“, dass es keine 3. Dimension gibt. Was euch, vermute ich, antreibt ist nicht die SEhnsucht nach Wahrheit, sondern eher der Wunsch, alles mit den Mitteln der Logik erfassen zu können. Ich wiederhole: Das Buch selber führt an die Grenze. Wer zu feige ist, sollte es einfach sein lassen. Aber nicht sagen, das kann nicht sein.

  2. ehrlich gesagt,
    ist lange her, dass ich das schrieb. was meinen sie mit ehrlich und in welche richtung? bin gern bereit auf ihre frage hin den text noch mal satz für satz auf meinen heutigen stand hinzu überprüfen. wie ernst ich es damit damals meinte? wahrscheinlich ernst genug um es hin zu schreiben. in den meisten fällen beschreiben meine beiträge zustände in einem prozess. ich fische im dunkeln, die meiste zeit, aber ich tue es erhobenen hauptes, wenn sie so wollen. wem sitze ich ihrer meinung denn nun auf? herrn dilloo oder dem meister der freiheit?

    danke für ihr interesse.

    so oder ähnlich

  3. Hi
    ist das möglich?
    Meinen Sie das ernst?

    Philosophie der Freiheit. DA kann jede die wissen will, wie und warum man in diese andere Welt kommt soweit erfahren, dass es nur von ihm in der Folge abhängt, ob er das weiterhin tun will. Allerdings ist diese Lektüre alles andere als leicht.
    Dem auszuweichen und alles aus dem Hirn ableiten zu wollen und noch nicht mal zu merken, wem man da aufsitzt, ich hoffe immer noch, dass das ein Scherz ist.
    Viele Grüße

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