Von Anfang an

Aus dem Impuls heraus nicht blauäugig durchs Leben zu gehen habe ich vorgestern diesen Blog aus der Taufe gehoben. Dass ich bereits 100 Besucher hatte ist eher missverständlich. Der Blog signierte früher unter „ausserungen“ und hatte einige unengagierte Einträge zu diesem und jenem und kein eigenes Konzept. Es war eher ein Blogsärgchen, wie es sicherlich tausende gibt. Erst als mir die Thematik klar wurde und ich die Notwendikeit für mich erkannte, diese Thematik nach Möglichkeit nicht nur selbst zu durchdenken, sondern auf einer offeneren Bühne zu diskutieren, ging ich mit den ersten Texten on line.

Davor war ich im Netz unterwegs und habe nach Anthrobloggern und natürlich auch den Gegnern der Anthroposophie gesucht, eine Suche die nicht abgeschlossen ist. In beiden Lagern suche ich nach vernünftigen Köpfen, zumindest aber solchen Texten, denen eine kritische Distanz zu den die eigenen Überzeugungen umgebenden Meinungen, Strömungen, Persönlichkeiten und Klientel zu finden ist. So entstand auch gleich zu Anfang die Auswahl meiner Verweise speziell auf das anthroposophische Lager. Meine ersten Auseindersetzungen mit Anthroposophiekritik würden also aus der der Mitte der Anhänger der Anthroposophie beginnen. Deren Vertreter scheinen ihre Rolle als Junge Wilde sehr ernst zu nehmen. Ihre Kirtik wühlt in den offenen Wunden, die auch die breite Öffentlichkeit interessieren, wie z.B. dem Antisemitismusvorwurf im historischen Kontext, aber auch in Bezug auf aktuelle Vorgänge in anthroposophischen Kreisen, Organisationen und Veröffentlichungen.

Dass die in der Folge und im Einzelnen vorgestellten anthroposophischen Blogs sicherlich auch esoterische Überzeugungen beinhalten disqulifiziert deren Autoren jedoch nicht zu minderbemittelten Spinnern. Sie diskutieren auch diese Inhalte mit kritischer Intelligenz. Diesen Inhalten versuche ich im Sinne des Leitsatzes zur Toleranz, den ich mir bei Habermas entliehen habe, zu begegnen (for the time being).

Der erhobene Antisemitismusvorwurf gegenüber der Anthroposophie hat mich auf Abwegen zu dem jüdischen Onlinemagazin hagalil.com geführt. Allein das war schon ein Gewinn den ich aus meiner Auseinandersetzung ziehen konnte. Ich will diesen Beitrag nutzen hier darauf hin zu weisen, dass diese Institution Unterstützung benötigt.

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