Warum das nur?

Ich bin ja kein Anthroposoph. Die Auseinandersetzung mit dem Thema ergibt sich aus den Berührungen mit der Weltanschauung und der Pädagogik.

Die Themen zu ignorieren, die immer wieder Gegenstand kontroverser Diskurse in der Öffentlichkeit werden, gelingt mir nicht. Die Grundlage der Pädagogik zu ignorieren, die meine Kinder durchlaufen wird mir zunehmend schwerer. Hierin liegt nicht ein Zweifel an der Pädagogik, die die Lehrer zur Anwendung bringen, die also von Pragmatik und Persönlichkeit der Lehrer selbst abhängt. Die Vernunft des Einzelnen voraus zu setzen genügt aber auch nicht, wenn man sich beispielsweise gezwungen sieht sich erhobener Vorwürfe zu erwehren, soweit das möglich ist.

Ist die Anthroposophie beispielsweise tendenziell oder – schlimmer noch – strukturell rassistisch und antisemitisch ausgerichtet? Das wir es mit einer esoterischen Bewegung zu tun haben, die offensichtlich starke selbstreferentielle Strukturen aufweist ist für mich ein wesentliche Erkenntnis in der begonnenen Auseinandersetzung, die die Notwendigkeit einer Überprüfung ihrer Inhalte letztlich verstärkt.

Da für mich der Erkenntnisweg Rudolf Steiners, seiner Geheimwissenschaft und den Geisteswelten mit Sicherheit verschlossen bliebt, auch weil ich an meiner Sozialisation, Identität oder auch Herkunft festhalte und zudem einer eher agnostischen Weltsicht folge, findet sich wenig Platz für esoterische, kosmologische Ansätze in meinem Denken.

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