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	<title>Kommentare zu: Erfahrungen</title>
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	<description>auf der Suche nach der reinen Vernunft</description>
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		<title>Von: Barbara</title>
		<link>http://nerone.wordpress.com/2007/05/04/erfahrungen/#comment-109</link>
		<dc:creator>Barbara</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 May 2007 11:58:42 +0000</pubDate>
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		<description>Kennt jemand das Buch: Lorenzo Ravagli &quot;Unter Hammer und Hakenkreuz - Der völkisch - nationalsozialistische Kampf gegen die Anthroposophie&quot; Verlag freies Geistesleben Stuttgart 2004 ???</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Kennt jemand das Buch: Lorenzo Ravagli &#8222;Unter Hammer und Hakenkreuz &#8211; Der völkisch &#8211; nationalsozialistische Kampf gegen die Anthroposophie&#8220; Verlag freies Geistesleben Stuttgart 2004 ???</p>
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		<title>Von: Rüdiger Sünner</title>
		<link>http://nerone.wordpress.com/2007/05/04/erfahrungen/#comment-102</link>
		<dc:creator>Rüdiger Sünner</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 06 May 2007 12:08:28 +0000</pubDate>
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		<description>Ich habe Zander neulich bei einem Vortrag erlebt, der ein einziger Dekonstruktionsversuch der Anthroposophie war (wie es heute in der Wissenschaft allem Spirituellen und Mythologischen gegenüber üblich ist). Steiner ist wohl für Zander lediglich jemand, der theosophisches Gedankengut übernommen, letztlich nichts Eigenes zustandegebracht hat. 
Ich habe schon viel Steiner gelesen, manchmal komme ich &quot;hoch&quot; und manchmal auch wieder &quot;runter&quot;. So ist das eben.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe Zander neulich bei einem Vortrag erlebt, der ein einziger Dekonstruktionsversuch der Anthroposophie war (wie es heute in der Wissenschaft allem Spirituellen und Mythologischen gegenüber üblich ist). Steiner ist wohl für Zander lediglich jemand, der theosophisches Gedankengut übernommen, letztlich nichts Eigenes zustandegebracht hat.<br />
Ich habe schon viel Steiner gelesen, manchmal komme ich &#8222;hoch&#8220; und manchmal auch wieder &#8222;runter&#8220;. So ist das eben.</p>
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		<title>Von: Christoph</title>
		<link>http://nerone.wordpress.com/2007/05/04/erfahrungen/#comment-100</link>
		<dc:creator>Christoph</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 06 May 2007 11:07:25 +0000</pubDate>
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		<description>@Rüdiger: Woher weißt du, dass der Helmut Zander den Rudolf Steiner &quot;nicht sonderlich schätzt&quot;? Vielleicht hat Zander einfach nur große Freude an geschichtswissenschaftlicher Geistesarbeit? 

&lt;i&gt;Die ab und zu bei Steiner ins Extrem gehende “Völkerpsychologie” kann man kritisieren, seine Faszinationskraft nicht.&lt;/i&gt; 

Um letztere ging es Nerone auch gar nicht. Dich hat sie aber wohl voll in Beschlag genommen. Ließ mal wieder Steiner, dann kommst du auch wieder runter.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Rüdiger: Woher weißt du, dass der Helmut Zander den Rudolf Steiner &#8222;nicht sonderlich schätzt&#8220;? Vielleicht hat Zander einfach nur große Freude an geschichtswissenschaftlicher Geistesarbeit? </p>
<p><i>Die ab und zu bei Steiner ins Extrem gehende “Völkerpsychologie” kann man kritisieren, seine Faszinationskraft nicht.</i> </p>
<p>Um letztere ging es Nerone auch gar nicht. Dich hat sie aber wohl voll in Beschlag genommen. Ließ mal wieder Steiner, dann kommst du auch wieder runter.</p>
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		<title>Von: Rüdiger Sünner</title>
		<link>http://nerone.wordpress.com/2007/05/04/erfahrungen/#comment-91</link>
		<dc:creator>Rüdiger Sünner</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 May 2007 09:21:52 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://nerone.wordpress.com/2007/05/04/erfahrungen/#comment-91</guid>
		<description>Danke für diese sehr klare und sympathisch offene Auskunft. Spannend ist Nerones Beobachtung, wie stark einen das Steiner-Thema &quot;aufsaugen&quot; kann. Mir geht es ähnlich. Und die Kritiker scheinen ja auch nicht von ihm loszukommen, etwa Helmut Zander, der im Sommer seine zweitausendseitige kritische &quot;Geschichte der Anthroposophie in Deutschland&quot; veröffentlichen wird, an der er 10 Jahre gearbeitet hat: http://www.v-r.de/de/titel/352555452/
Solch eine Masse von Zeit und Gedanken für jemanden, den man eigentlich nicht sonderlich schätzt!!?? Also scheint Steiner irgendwas Wesentliches auch für unsere Zeit zu treffen. Ich glaube, sein Sog besteht daraus, dass sein Werk die grösste Herausforderng und Zumutung für den &quot;rationalen Diskurs&quot; darstellt, in den sich vor allem Deutschland nach den mythisch-irrationalen Exzessen des Dritten Reiches wie in eine Schutzburg geflüchtet hat. Wir glauben, nun alles mit wissenschaftlichen Experten beantworten zu können (von der Babynahrung über Erziehung, Partnerwahl, Religionsfragen, Entstehung des Lebens, Mythologie, Gesundheit, Kriminalität bis hin zu Sexproblemen und Angst vor dem Tod) und dann kommt einer daher, der Fakten und Urkunden, Zahlen und Statistiken weniger traut als intuitiven Einblicken in die sogenannte &quot;Akasha-Chronik&quot; (über diesen Begriff müsste hier mal grundlegend debattiert werden!) Und das noch mit einem schier umwerfenden Selbstbewusstsein und sogar einer grossen Belesenheit auch auf philosophisch-naturwissenschaftlichen Gebieten! Dazu begründet der Kerl noch eine alternative Medizin, Pädagogik, Ernährungswissenschaft, Behindertenarbeit, Tanzform und Soziallehre und inspiriert Hunderttausende von Menschen weltweit, diese Impulse weiterzuentwickeln und Schulen, Banken, Krankenhäuser und Akademien zu gründen. Welcher &quot;Denker&quot; hat so etwas jemals geschafft? Bei aller Kritik und Distanz muss ich Steiner immer wieder auch als unerklärbares Phänomen anstaunen. Diese eigentümliche Kraft ist rational zunächst einmal nicht so einfach zu erklären. Vielleicht aktivieren seine z.T. abenteuerlichen Denkfiguren Ahnungen in uns, dass vieles in der Welt doch möglicherweise ganz anders ist, als es unser von &quot;Wissenschaft&quot; bestimmtes Erklärungssystem  deutet. Aber wir kommen nicht näher heran, was manche aggressiv macht und andere unterwürfig. Ich für meinen Teil brauche weder aggressiv noch unterwürfig zu sein und empfehle einen gelassen Umgang mit dem &quot;Seher&quot; aus Niederdörfl. Er provoziert eben grösste Herausforderungen an unser Denken, das doch oft sehr in bestimmten Gewohnheiten gefangen ist, die wir gar nicht mehr wahrnehmen. Nietzsches Denken  ist - bei aller Sympathie - eigentlich Flachland-Philosophie dagegen. Liest man Biographien von Künstlern, z.B. Paul Klee, Cezanne, Giacometti, Beuys, dann merkt man, dass es noch andere Formen des Denkens gibt, die sich ähnlich weit auf den Ozean des Nicht-Rationalen und Nicht-Logischen hinauswagen, aber dennoch grosse Präzision und leuchtende Erweiterungskraft in sich tragen. Hätte Steiner sich als Künstler definiert und Romane geschrieben, würde man sich heute nicht so aufregen. Aber er definierte seine Schauungen als &quot;Geisteswissenschaft&quot; und behauptete, dass sie einmal wissenschaftlich nachvollzogen werden könnten. Das  muss nun auch gemacht werden. Dafür braucht es allerdings so viel Wissen in Gebieten wie Wissenschaftstheorie, Biologie, Quantenphysik, Mathematik, Nahtodforschung, Parapsychologie, Religionswissenschaft, Mythologie, Frühgeschichte etc., dass ein Leben kaum ausreicht für diese Aufgabe. Leichter ist es, Steiner als wahnhaften Okkultisten und Spinner zu entsorgen. Andere freuen sich auf diese Wahnsinnsaufgabe und haben regelrecht Lust daran, ihre Denkkategorien zu dehnen, bis es weh tut. Zu welcher Kategorie man gehört, ist - glaube ich - irgendwie vorbestimmt. Eine Frage der inneren Disposition, des geistigen Temperamentes, der künstlerischen Veranlagung, des Mutes, auch ein Risiko einzugehen und scheitern zu können. Die ab und zu bei Steiner ins Extrem gehende &quot;Völkerpsychologie&quot; kann man kritisieren, seine Faszinationskraft nicht.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Danke für diese sehr klare und sympathisch offene Auskunft. Spannend ist Nerones Beobachtung, wie stark einen das Steiner-Thema &#8222;aufsaugen&#8220; kann. Mir geht es ähnlich. Und die Kritiker scheinen ja auch nicht von ihm loszukommen, etwa Helmut Zander, der im Sommer seine zweitausendseitige kritische &#8222;Geschichte der Anthroposophie in Deutschland&#8220; veröffentlichen wird, an der er 10 Jahre gearbeitet hat: <a href="http://www.v-r.de/de/titel/352555452/" rel="nofollow">http://www.v-r.de/de/titel/352555452/</a><br />
Solch eine Masse von Zeit und Gedanken für jemanden, den man eigentlich nicht sonderlich schätzt!!?? Also scheint Steiner irgendwas Wesentliches auch für unsere Zeit zu treffen. Ich glaube, sein Sog besteht daraus, dass sein Werk die grösste Herausforderng und Zumutung für den &#8222;rationalen Diskurs&#8220; darstellt, in den sich vor allem Deutschland nach den mythisch-irrationalen Exzessen des Dritten Reiches wie in eine Schutzburg geflüchtet hat. Wir glauben, nun alles mit wissenschaftlichen Experten beantworten zu können (von der Babynahrung über Erziehung, Partnerwahl, Religionsfragen, Entstehung des Lebens, Mythologie, Gesundheit, Kriminalität bis hin zu Sexproblemen und Angst vor dem Tod) und dann kommt einer daher, der Fakten und Urkunden, Zahlen und Statistiken weniger traut als intuitiven Einblicken in die sogenannte &#8222;Akasha-Chronik&#8220; (über diesen Begriff müsste hier mal grundlegend debattiert werden!) Und das noch mit einem schier umwerfenden Selbstbewusstsein und sogar einer grossen Belesenheit auch auf philosophisch-naturwissenschaftlichen Gebieten! Dazu begründet der Kerl noch eine alternative Medizin, Pädagogik, Ernährungswissenschaft, Behindertenarbeit, Tanzform und Soziallehre und inspiriert Hunderttausende von Menschen weltweit, diese Impulse weiterzuentwickeln und Schulen, Banken, Krankenhäuser und Akademien zu gründen. Welcher &#8222;Denker&#8220; hat so etwas jemals geschafft? Bei aller Kritik und Distanz muss ich Steiner immer wieder auch als unerklärbares Phänomen anstaunen. Diese eigentümliche Kraft ist rational zunächst einmal nicht so einfach zu erklären. Vielleicht aktivieren seine z.T. abenteuerlichen Denkfiguren Ahnungen in uns, dass vieles in der Welt doch möglicherweise ganz anders ist, als es unser von &#8222;Wissenschaft&#8220; bestimmtes Erklärungssystem  deutet. Aber wir kommen nicht näher heran, was manche aggressiv macht und andere unterwürfig. Ich für meinen Teil brauche weder aggressiv noch unterwürfig zu sein und empfehle einen gelassen Umgang mit dem &#8222;Seher&#8220; aus Niederdörfl. Er provoziert eben grösste Herausforderungen an unser Denken, das doch oft sehr in bestimmten Gewohnheiten gefangen ist, die wir gar nicht mehr wahrnehmen. Nietzsches Denken  ist &#8211; bei aller Sympathie &#8211; eigentlich Flachland-Philosophie dagegen. Liest man Biographien von Künstlern, z.B. Paul Klee, Cezanne, Giacometti, Beuys, dann merkt man, dass es noch andere Formen des Denkens gibt, die sich ähnlich weit auf den Ozean des Nicht-Rationalen und Nicht-Logischen hinauswagen, aber dennoch grosse Präzision und leuchtende Erweiterungskraft in sich tragen. Hätte Steiner sich als Künstler definiert und Romane geschrieben, würde man sich heute nicht so aufregen. Aber er definierte seine Schauungen als &#8222;Geisteswissenschaft&#8220; und behauptete, dass sie einmal wissenschaftlich nachvollzogen werden könnten. Das  muss nun auch gemacht werden. Dafür braucht es allerdings so viel Wissen in Gebieten wie Wissenschaftstheorie, Biologie, Quantenphysik, Mathematik, Nahtodforschung, Parapsychologie, Religionswissenschaft, Mythologie, Frühgeschichte etc., dass ein Leben kaum ausreicht für diese Aufgabe. Leichter ist es, Steiner als wahnhaften Okkultisten und Spinner zu entsorgen. Andere freuen sich auf diese Wahnsinnsaufgabe und haben regelrecht Lust daran, ihre Denkkategorien zu dehnen, bis es weh tut. Zu welcher Kategorie man gehört, ist &#8211; glaube ich &#8211; irgendwie vorbestimmt. Eine Frage der inneren Disposition, des geistigen Temperamentes, der künstlerischen Veranlagung, des Mutes, auch ein Risiko einzugehen und scheitern zu können. Die ab und zu bei Steiner ins Extrem gehende &#8222;Völkerpsychologie&#8220; kann man kritisieren, seine Faszinationskraft nicht.</p>
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